Verhandlungen im Konflikt mit der Zimmerei Steiger & Riesterer GmbH ohne Einigung / Spontane Kundgebung vor dem Betrieb in Staufen

Die Verhandlungen mit dem Geschäftsführer der Zimmerei Steiger & Riesterer über die noch ausstehende Vergütung eines FAU Mitgliedes wurden ergebnislos beendet. Als Reaktion führten einige Aktive der Basisgewerkschaft FAU eine spontane Kundgebung vor dem Betrieb in Staufen durch. Die FAU Freiburg kündigt weitere Aktionen an. (hier ein Song zur Auseinandersetzung)

Der Betroffene hatte im letzten Jahr als Solo-Selbstständiger bei der Zimmerei gearbeitet. Kurz vor Weihnachten habe man ihm nach eigener Aussage mitgeteilt, dass er die letzte Woche des vereinbarten Arbeitszeitraums nicht mehr antreten solle und stattdessen die Arbeit an Auszubildende des Betriebs weitergegeben. Den Betroffenen brachte dies in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten.

Durch Vermittlung einer Anwältin kam es nun zu einer Verhandlung zwischen dem Betroffenen FAU Mitglied und dem Geschäftsführer. Schon hier erklärte der Arbeitgeber sich allein dazu bereit mit dem Betroffenen selbst zu sprechen, weigerte sich aber mit Sekretär:innen der FAU zu verhandeln.

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Auf die Straße zum Frauen*kampftag am 8. März!

Der 8. März ist der internationale Frauen*kampftag. Auf der ganzen Welt gehen feministische und queere Gruppen auf die Straße um für ihre Rechte einzustehen und gegen patriarchale Herrschaft zu demonstrieren. Auch in Freiburg wird es wie in den letzten Jahren zu Aktionen, einer Demonstration und (symbolischen) Arbeitsniederlegungen kommen. Die FAU Freiburg ruft zur aktiven Teilnahme an diesen Aktionen auf. Bitte tragt eine FFP2 Maske und achtet auf ausreichende Abstände.

Ganzer Tag | Überall | Aufruf zum Feministischen und Frauen*streik 2021 des F*Streikkomitee Freiburg

17 Uhr | Stühlinger Kirchplatz | Aufruf zur feministischen Demonstration 2021 des 8. März Bündnisses

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„Von einer besseren Welt für alle“ Podcast über die FAU Freiburg

Studierende der Evangelischen Hochschule Freiburg haben einen Podcast über die FAU Freiburg gemacht. Wir haben mit ihnen darüber gesproche, was wir so machen, wie organisierte Verbesserung von (Arbeits-)Bedingungen aussehen kann und wie es überhaupt so mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und einer besseren Welt für alle steht. Also schnappt euch ne ruhige Minute, trinkt n Tee oder geht einfach spazieren mit dem Podcast auf den Ohren – so oder so wünschen wir euch viel Spaß beim Reinhören

Gewerkschaftliche Beratung an neuem Termin / Beratung ab November wegen Corona pausiert

Unsere gewerkschaftliche Beratung findet an einem neuen Termin statt: Ab jetzt könnt ihr jeden 2. Donnerstag im Monat von 20:00 bis 21:00 Uhr ins Büro für grenzenlose Solidarität (auf dem Grether Gelände, Adlerstraße 12) kommen um euch bei arbeitsspezifischen Problemen beraten zu lassen.

In der gewerkschaftlichen Beratung können wir euch mit Informationen über den rechtlichen Rahmen versorgen und gemeinsam individuelle wie auch kollektive Handlungsperspektiven entwickeln. Natürlich seid ihr ebenso willkommen, falls ihr Fragen zur FAU und dem dahinterstehenden Konzept von Basisgewerkschaften habt.

Zur Sprechstunde solltest du mitbringen:

  •     den Arbeitsvertrag bzw. die Arbeitsverträge
  •     ggf. Abmahnungen, Kündigungen etc.
  •     deine Stundenzettel und/oder Schichtpläne

Alle Informationen werden vertraulich behandelt. Sie werden nur mit deiner Zustimmung innerhalb des Syndikats und den entsprechenden Sekretär*innen zugänglich gemacht.

Aufgrund der aktuellen Corona Situation muss die gewerkschaftliche Beratung bis auf Weiteres ausfallen. Ihr könnt uns aber jederzeit per Mail unter „faufr-kontakt[at]fau.org“ kontaktieren. Gerne können wir dann auch ein persönliches Treffen oder ein Telefonat vereinbaren.

Was ist eigentlich die FAU? – Eine Einführung in die Idee & Arbeitsweise einer kämpferischen Basisgewerkschaft

Montag, 5. Oktober 2020 | 18:00 Uhr | Büro für grenzenlose Solidarität / kleiner Grether Innenhof (Adlerstraße 12)

Wer das Wort Gewerkschaft hört, denkt meist sofort an die IG Metall oder Verdi. Große Organisationen, bei denen man Mitglied werden kann, seinen Beitrag zahlt und alle paar Jahre im Rahmen der Tarifverhandlungen von den bezahlten Funktionär*innen zum Warnstreik aufgerufen wird. Politisch stehen diese Gewerkschaften in weiten Teilen der Sozialdemokratie nahe, was sich vor allem in ihrer Politik des Interessensausgleichs zwischen Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen (Sozialpartnerschaft) widerspiegelt. Weiter lesen „Was ist eigentlich die FAU? – Eine Einführung in die Idee & Arbeitsweise einer kämpferischen Basisgewerkschaft“

Solidaritätsaktion mit dem Kampf der Dragon Sweater Arbeiter*innen vor Lidl Filiale in Freiburg

Am 12. 9. 2020 haben wir uns in Freiburg zu einer zweiten Solidaritätsaktion mit dem Kampf der Textilarbeiter*innen der Dragon Sweater Fabrik in Dhaka versammelt. Der Protest fand dieses Mal vor einer „Lidl“ Filiale statt und war Teil einer europaweiten Solidaritätskampagne von Basisgewerkschaften unter dem Motto #UnitedAgainstTheDragon. Auch Lidl verkaufte die von Dragon Sweater Arbeiter*innen produzierte Kleidung in Europa. Mitglieder der Basisgewerkschaft FAU, der Partei „Die Linke“ und anarchistischer Gruppierungen forderten das Management von Lidl auf, ihren Geschäftspartner Dragon Sweater dazu zu zwingen, die Arbeiter*innen zu bezahlen und wieder einzustellen, sowie das Recht der Arbeiter*innen sich in einer Gewerkschaft zu organisieren zu respektieren. Ein Brief mit der Forderungen der Dragon Sweater Arbeiter*innen wurde dem lokalen Verkaufsleiter übergeben.

Es lebe die internationale Solidarität der Arbeiter*innen!

Mini-Erfolg im Fall von falschen Angaben bei der Minijob-Zentrale

Die Betroffene wandte sich an die FAU Freiburg, da sie kurzzeitig als Aushilfe (Minijob) in einer Freiburger Anwaltskanzlei gearbeitet hatte. Die Kanzlei musste aufgrund der Corona Pandemie schließen, was für die Betroffenen einen Jobwechsel zur Folge hatte. Ihr neuer Arbeitgeber machte sie darauf aufmerksam, dass bei der Minijob-Zentrale gemeldet sei, dass sie auf ihren Eigenbeitrag zur Rentenversicherung verzichten würde und er gezwungen sei dies so zu übernehmen. Die Betroffene hatte jedoch nie einen Antrag auf Befreiung von der Zahlung des Eigenbeitrags zur Rentenversicherung (§6 SGB VI Abs. 1 & 2) gestellt und wollte auch nicht auf ihre Zahlung in die Rentenversicherung verzichten. Auf ihre Bitte dies zu berichtigen reagierte der ehemalige Arbeitgeber nicht. Weiter lesen „Mini-Erfolg im Fall von falschen Angaben bei der Minijob-Zentrale“

Prekärbeschäftigte brauchen in der Corona-Krise Solidarität. Ein Aufruf.

Mitte Juni hat das Studierendenwerk Freiburg (SWFR) ca. hundert geringfügig Beschäftigte der Mensen entlassen. Manche von ihnen wehren sich dagegen, erfahren aber erstaunlich wenig Solidarität.

Nach Ansicht von Arbeitsrechtlern sind sowohl die Entlassungen, als auch die beim SWFR zum Einsatz kommenden „Null-Stunden-Verträge“ selbst rechtswidrig. Die FAU Freiburg hat deshalb für ein Mitglied, das nach mehreren Jahren geringfügiger Beschäftigung vom SWFR entlassen wurde, eine Abfindung erstritten. Als nächstes werden wir gegen die Null-Stunden-Verträge beim SWFR vorgehen. Dies ist für alle Leute möglich die mit solchen Verträgen beim SWFR gearbeitet haben oder arbeiten, und zwar rückwirkend für 3 Jahre. Dazu prüfst du, was du wirklich gearbeitet hast und was in deinem Arbeitsvertrag als max. Stunden festgelegt ist. Die Differenz kann eingeklagt werden. Wir helfen dabei gerne. „Wenn die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, gilt eine Arbeitszeit von 20 Stunden als vereinbart.“ so das TzBfG § 20.

Ähnlich wie den Entlassenen in Freiburg ergeht es Beschäftigten von Studierendenwerken und unzähligen weiteren Prekärbeschäftigten in ganz Deutschland. Minijobber*innen sind derzeit diejenigen, denen die ökonomischen Kosten der Corona-Krise als erstes und heftigstes aufgebürdet wird. In Deutschland sind das ca. 8 Mio. Menschen. Es geht also keineswegs um das SWFR als Einzelfall, sondern vielmehr ganz grundsätzlich darum, wer die Kosten der Corona-Krise tragen wird. Momentan sind das die Prekärbeschäftigten. Wenn wir uns dagegen nicht wehren, wird sich dieser Trend ausweiten. Weiter lesen „Prekärbeschäftigte brauchen in der Corona-Krise Solidarität. Ein Aufruf.“

Pressemitteilung: Studierendenwerk Freiburg entlässt studentische Hilfskräfte wegen Corona

Das Studierendenwerk Freiburg (SWFR) verschickte in der Woche vor Pfingsten ohne Vorwarnung Kündigungen an studentische Beschäftigte, die in der Mensa oder den Cafeterien der Uni arbeiten.

Laut dem Studierendenwerk soll ab dem 15.6. wieder der Mensabetrieb in eingeschränkter Form aufgenommen werden. Trotzdem liegen der Gewerkschaft FAU Freiburg mehrere Kündigungen unter Verweis auf die aktuelle Corona-Situation vor. „Wir wurden plötzlich angerufen, dass wir ab dem nächsten Tag nicht mehr zur Arbeit kommen sollten“, erklärt Johannes Roberti (Name geändert), ein Mitglied der FAU Freiburg, das mehrere Jahre bei der Mensa gearbeitet hat. Die Beschäftigten seien im Unklaren darüber gelassen worden, ob sie weiterarbeiten und Lohn erhalten würden. Dann kam die Kündigung. Bereits vor Corona seien die Arbeitsverhältnisse unsicher gewesen. So erklärt Roberti, dass er über einen sogenannten „Nullstundenvertrag“ angestellt worden sei und jeweils wenige Tage im Voraus erfahren habe, wie viele Stunden er in der jeweiligen Woche arbeiten würde. „Sowohl die Kündigung, als auch die Beschäftigungsverhältnisse selbst zeugen von äußerst prekären Bedingungen, die im krassen Gegensatz zum gemeinnützige Anspruch des Studierendenwerks“ so Bernd Bratch, aus dem Sekretariat Öffentlichkeitsarbeit der FAU Freiburg. Auch über einen Sozialplan, der in Fällen betriebsbedingter Kündigungen üblich ist, liegen weder den Gekündigten noch der Gewerkschaft Informationen vor. Das sei insbesondere deshalb problematisch, erklärt Bratch, da die prekäre Beschäftigungsform Minijob auch dazu führe, dass die Gekündigten nun kein Kurzarbeitergeld beantragen können. Roberti, der sein Studium mit dem Mensa-Job finanziert hat, sieht in der aktuellen Corona Situation vor großen Schwierigkeiten, an einen neuen Job zu kommen.

Die FAU Freiburg ruft weitere Betroffene der Kündigungen auf, sich unter faufr-kontakt@fau.org zu melden, um sich gemeinsam gegen die Zumutungen zu wehren.

Bevor die Krise so richtig einschlägt: Jetzt eure gewerkschaftlichen Verhältnisse regeln!

Pressespiegel:

Stress auf der Arbeit wegen Corona? Wir unterstützen uns gegenseitig!

 

Im Rahmen der Corona-Krise kommt es zu zahlreichen, teilweise rechtswidrigen Zumutungen gegenüber Arbeiter*innen und Erwerbslosen: Kündigungen, Zwangsurlaub, Kürzungen des Arbeitsumfangs oder des Lohns, gefährliche Arbeitsbedingungen etc. Dagegen gehen wir vor, indem wir mit rechtlichen Infos und praktischer Solidarität Unterstützung für Betroffene anbieten – denn zusammen kann man mehr erreichen!
Wir sind eine Arbeitsgruppe, die als Kooperation der FAU Freiburg mit CoronaSoli Freiburg entstanden ist. Unser Angebot ist keine professionelle Rechtsberatung, sondern politische Solidaritätsarbeit auf freiwilliger Basis. Wir unterstützen gerne mit kurzfristiger persönlicher Beratung, unser Ziel ist aber eine Struktur gegenseitiger Hilfe, in der sich alle nach ihren Möglichkeiten einbringen.

 

Meldet euch unter arbeit[ät]corona-solidaritaet.de mit einer kurzen Beschreibung des Problems und im Idealfall mit einer Telefonnummer, dann melden wir uns so schnell wie möglich mit Unterstützung.