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	<title>Antirassismus &#8211; FAU Freiburg</title>
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	<description>Die antikapitalistische Basisgewerkschaft</description>
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	<title>Antirassismus &#8211; FAU Freiburg</title>
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	<item>
		<title>In Stadtteil und Betrieb: Kein Platz für Faschismus und Rassismus!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[faufreiburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2021 09:13:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Aufruf der FAU Freiburg &#38; des Recht auf Stadt Netzwerk Freiburg zur antifaschistischen Demonstration „Kein Angriff ohne Antwort“ am 24. Juli 2021. RDL &#8211; Interview 24.07.2021 &#124; 14:00 Uhr &#124; Rathaus im Stühlinger Am Samstag, den 12. Juni, kam es zu zwei gewalttätigen Übergriffen in Freiburg mit faschistischem und rassistischem... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2021/07/15/in-stadtteil-und-betrieb-kein-platz-fuer-faschismus-und-rassismus/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/07/antifa_sr.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2017 alignright" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/07/antifa_sr-300x177.png" alt="" width="300" height="177" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/07/antifa_sr-300x177.png 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/07/antifa_sr.png 453w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><strong>Aufruf der FAU Freiburg &amp; des <a href="https://www.rechtaufstadt-freiburg.de/">Recht auf Stadt Netzwerk Freiburg</a> zur <a href="https://tacker.fr/node/8833">antifaschistischen Demonstration „Kein Angriff ohne Antwort“</a> am 24. Juli 2021.</strong></p>
<p><a href="https://rdl.de/beitrag/stadtteil-und-betrieb-kein-platz-f-r-faschismus-und-rassismus">RDL &#8211; Interview</a></p>
<p><strong><em>24.07.2021 | 14:00 Uhr | Rathaus im Stühlinger</em></strong></p>
<p>Am Samstag, den 12. Juni, kam es zu zwei gewalttätigen Übergriffen in Freiburg mit faschistischem und rassistischem Hintergrund:</p>
<p>Im &#8222;Heldenviertel&#8220; griff der Freiburger AfD-Aktivist Robert Hagerman nach einem Wortgefecht zwei linke Jugendliche mit Pfefferspray an. Als ein Passant einschritt um den Jugendlichen zur Hilfe zu kommen, besprühte der AfD‘ler zuerst die ebenfalls anwesende Freundin des Helfers mit Pfefferspray und stach ihn anschließend mit einem Messer nieder. Die Polizei nahm den Täter zwar fest, ließ ihn aber ein paar Stunden später wieder laufen und gab in ihrer ersten Pressemitteilung nur die Sicht des AfD Mitgliedes wieder – so entstand der Eindruck, er wäre angegriffen worden – eine völlige Verdrehung der Tatsachen!</p>
<p>Ein paar Stunden später ereignete sich eine zweiter rassistischer Übergriff. Einem lettischen Punk wurde von einer Gruppe betrunkener Männer „Ausländer raus!“ hinterhergebrüllt. Als er die Gruppe zur Rede stellte, wurde er mit dem Tode bedroht und eine halbe Stunde lang durch die Stadt gejagt, beleidigt und geschlagen. Im Nachgang stellte sich heraus, dass der „Ausländer raus!“ schreiende Haupttäter Polizeihauptkommissar in Freiburg ist. Zudem befand sich in der Gruppe noch mindestens ein weiterer Polizeihauptkommissar, welcher nicht eingriff.</p>
<p><span id="more-2016"></span></p>
<p>Diese Vorfälle zeigen welche gefährlichen Folgen rassistische &amp; faschistische Einstellungen haben und sie reihen sich ein in eine erschreckend hohe Zahl ähnlicher Gewalttaten – viele von ihnen tödlich: Wir erinnern nur an den NSU, die Anschläge von Hanau &amp; Halle, den Mord an Walter Lübcke, sowie ungezählte Angriffe und Brandanschläge auf Geflüchtete, Migrant:innen, Rom:nja, Homosexuelle, Trans*Menschen oder Menschen mit jüdischem Glauben.</p>
<p>Faschistisch und rassistisch motivierte Gewalttaten entstehen nicht aus dem Nichts: Durch die Wahlerfolge der AfD fühlen sich Faschisten wie Robert Hagerman ermutigt auch mit brachialer Gewalt gegen Linke vorzugehen. Von der Polizei und der Justiz scheinen sie sich dabei nicht zu fürchten. Es ist zudem bekannt, dass es in der Polizei, dem Inlandsgeheimdienst (der sogenannte „Verfassungsschutz“) und dem Militär zahlreiche Beamt:innen mit rassistischen und antisemitischen Einstellungen, sowie Sympathien für die AfD oder andere rechte Organisationen gibt. Auch behördlicher Rassismus wie das systematische &#8222;Racial Profiling&#8220; der Freiburger Polizei, z.B. am Stühlinger Kirchplatz und eine unkritische Berichterstattung in der Presse tragen ihren Teil zu solch einer Stimmung bei.</p>
<p>Rassismus ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig: Die Farbe unserer Haut, unser Pass oder unser Name bestimmen maßgeblich, ob wir in prekären Arbeitsverhältnissen arbeiten bzw. überhaupt legal arbeiten dürfen, ob wir im beengten Plattenbau oder im sanierten Altbau wohnen, ob wir von der Polizei ohne Anlass im Park kontrolliert werden, ob wir auf der Straße angepöbelt oder freundlich gegrüßt werden oder ob uns Menschen bei einem Angriff helfen oder nicht.</p>
<p>Rassistische Ideen helfen den kleinen und großen Profiteuren unseres Wirtschaftssystems und verteidigen gesellschaftliche Herrschafts- und Machtverhältnisse, in dem sie diese als quasi „natürlich“ darstellen. Rassistische Alltagserfahrungen, Angriffe und Gesetze tragen ihren Teil dazu bei, dass die &#8211; häufig von Rassismus betroffenen &#8211; Menschen am unteren Ende der kapitalistischen Gesellschaft nicht aufstehen und sich wehren.</p>
<p>Faschistische Parteien wie die AfD profitieren von rassistischen Einstellungen in der Gesellschaft, schüren sie und bieten einfache Sündenböcke und Lösungen für komplexe Probleme. Die AfD stellt sich dabei gerne als Anwalt der „kleinen Leute“ dar. Aber ein Blick in ihr Programm zeigt, dass sie keine Politik für uns Arbeiter:innen macht, sondern für die Chefs und Groß-Vermieter. Sie bekämpft die Gewerkschafts- und Mieterbewegung und versucht mit faschistischen Pseudo-Gewerkschaften in den Betrieben auf Stimmenfang zu gehen.</p>
<p>Für uns als Gewerkschafter:innen und Aktive der Mieter:innenbewegung muss es deshalb ein Anliegen sein, Rassismus wo immer wir auf ihn treffen zu bekämpfen! Auch faschistischen Parteien und Gruppierungen dürfen wir keinen Raum für ihre Propaganda lassen.</p>
<p>Ob im Stadtteil oder im Betrieb: Zeigen wir, dass es für Rassismus und Faschismus keinen Platz geben darf!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Stellungnahme zum aktuellen Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Stadt Freiburg</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2019/03/02/stellungnahme-zum-aktuellen-umgang-mit-sexualisierter-gewalt-in-der-stadt-freiburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Mar 2019 09:28:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines Syndikat]]></category>
		<category><![CDATA[Antirassismus]]></category>
		<category><![CDATA[FAU Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis Antirassistischer Feminismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Für ein solidarisches &#38; gewaltfreies Freiburg – für alle! Stellungnahme von mehr als 30 Freiburger Gruppen und Einrichtungen Stellungnahme &#124; Im Oktober 2018 wurde in Freiburg eine Frau* durch mehrere Täter vergewaltigt. Erst neun Tage später gelangte der Vorfall bundesweit in die Schlagzeilen. Vorschnell wurden Forderungen nach Ausgangssperren für Geflüchtete... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2019/03/02/stellungnahme-zum-aktuellen-umgang-mit-sexualisierter-gewalt-in-der-stadt-freiburg/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für ein solidarisches &amp; gewaltfreies Freiburg – für alle!</p>
<p>Stellungnahme von mehr als 30 Freiburger Gruppen und Einrichtungen</p>
<p><a href="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2019/03/2019-02-26_Stellungnahme-Solidarisches-Gewaltfreies-Freiburg.pdf">Stellungnahme</a> | Im Oktober 2018 wurde in Freiburg eine Frau* durch mehrere Täter vergewaltigt. Erst neun Tage später gelangte der Vorfall bundesweit in die Schlagzeilen. Vorschnell wurden Forderungen nach Ausgangssperren für Geflüchtete oder Sicherheitsmaßnahmen zum “Schutz der deutschen Frau” laut: Die rassistisch aufgeladene Debatte nahm ihren Lauf. Die Tat und sexualisierte Gewalt an sich gerieten einmal mehr in den Hintergrund.<br />
Zur gleichen Zeit wurden in Freiburg die ersten Austauschtreffen unter dem Titel “Antirassistischer Feminismus” organisiert. Unterschiedliche Gruppen und Einzelpersonen wollten den Vereinnahmungen und symbolpolitischen Maßnahmen widersprechen und andere, solidarische Ansätze sichtbar machen. Es war der Versuch der verschärften Sicherheitsdebatte einen Diskussionsraum entgegenzustellen, in dem eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex sexualisierte Gewalt möglich ist. Aus diesem Zusammenhang ist eine Stellungnahme entstanden – 33 Freiburger Gruppen haben sie unterschrieben.<br />
Heute soll im Freiburger Gemeinderat eine Aufstockung des kommunalen Vollzugsdienst beschlossen werden. Zudem soll der Gemeinderat die bisherigen und geplanten Maßnahmen der “Sicherheitspartnerschaft Sicherer Alltag” mit dem Land “zustimmend zur Kenntnis nehmen”. Darin ist unter anderem die Ausweitung der Videoüberwachung (Einrichtung ab Mitte des Jahres), weitere Großrazzien (sog. Schwerpunktaktionen an speziellen Fahndungstagen) oder der Betrieb eines regionalen “Sonderstabs gefährliche Ausländer” im Regierungsbezirk Freiburg geregelt.<br />
Damit ist diese Stellungnahme kein Nachruf auf ein einmaliges Problem. Es ist ein Aufruf, sich einer autoritärer werdenden Politik entgegenzustellen.<br />
Für ein solidarisches und gewaltfreies Freiburg – für alle!</p>
<p>“Bündnis Antirassistischer Feminismus”</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zum Kuckuck! Offenes anarchistisches Treffen zum Thema &#8222;Frauen*Streik&#8220;</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2019/02/16/zum-kuckuck-offenes-anarchistisches-treffen-zum-thema-frauenstreik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Feb 2019 17:51:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines Syndikat]]></category>
		<category><![CDATA[Antirassismus]]></category>
		<category><![CDATA[FAU Freiburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Frauen*streik]]></category>
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					<description><![CDATA[28.02. 19 Uhr &#124; kyosk Adlerstraße 2 Beim offenen anarchistische Treffen im Februar wird es um den geplanten Frauen*streik am 8. März gehen. Zuerst werden wir eine kurze Dokumentation (~30min) zum Frauen*streik 2018 in Spanien ansehen. Im Anschluss wird es einen Input zum diesjährigen Streik geben. Unter anderem wollen wir... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2019/02/16/zum-kuckuck-offenes-anarchistisches-treffen-zum-thema-frauenstreik/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-1497 alignleft" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2019/02/femstreik3-300x211.jpg" alt="" width="300" height="211" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2019/02/femstreik3-300x211.jpg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2019/02/femstreik3-768x539.jpg 768w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2019/02/femstreik3.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>28.02. 19 Uhr | kyosk Adlerstraße 2</p>
<p>Beim offenen anarchistische Treffen im Februar wird es um den geplanten Frauen*streik am 8. März gehen. Zuerst werden wir eine kurze Dokumentation (~30min) zum Frauen*streik 2018 in Spanien ansehen. Im Anschluss wird es einen Input zum diesjährigen Streik geben. Unter anderem wollen wir über folgendes sprechen: Welche Forderungen werden erhoben? Warum ein Streik? Wie kann sich Frau* beteiligen? Wie umgehen mit Repressalien? Wie sich dauerhaft organisieren? etc.</p>
<p><a href="https://www.ag-freiburg.org/termin/zum-kuckuck-offenes-anarchistisches-treffen-zum-thema-frauenstreik">&#8222;Zum Kuckuck!”</a> und FAU Freiburg</p>
<ul>
<li><a href="https://www.fstreikfreiburg.wordpress.com/">Freiburger Frauen*streik-Bündnis</a></li>
<li>FAU Unterstützt tatkräftig feministische Streikbewegung<br />
<a href="https://www.fau.org/artikel/art_190215-113840">Streikrechtsbroschüre</a> und anderes praktisches für den 8. März</li>
<li>Um vom 15. bis 17. März wird es unter dem Titel<br />
&#8222;Geschlechter-Verhältnisse&#8220; eine feministische Tagung auf dem Grether<br />
Gelände geben. Ort, Zeiten und Programm findet ihr unter:<br />
<a href="https://geschlechter-verhaeltnisse.jimdofree.com/">geschlechter-verhaeltnisse.jimdofree.com</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>1. Mai 2017: Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen!</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2017/03/18/1-mai-2017-der-arbeitskampf-kennt-keine-grenzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Mar 2017 12:05:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines Syndikat]]></category>
		<category><![CDATA[Antikapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antirassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[FAU Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Kämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Termin]]></category>
		<category><![CDATA[1.Mai]]></category>
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					<description><![CDATA[[DE] [EN] [PL] [IT] [ES] [FR]  Das Internationale Komitee der FAU ruft auf, zum 1. Mai 2017 die Solidarität mit Migrant*innen in den Mittelpunkt zu stellen, die wie wir Arbeiter*innen sind, aber als migrantische Arbeiter*innen in besonderer Weise unter den gegenwärtigen politischen Verhältnissen leiden und kapitalistischer Ausbeutung ausgesetzt sind. Aufruf... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2017/03/18/1-mai-2017-der-arbeitskampf-kennt-keine-grenzen/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>[<a href="http://www.fau.org/soli/mai2017/mai2017de.pdf">DE</a>] [<a href="http://www.fau.org/soli/mai2017/mai2017en.pdf">EN</a>] [<a href="http://www.fau.org/soli/mai2017/mai2017pl.pdf">PL</a>] [<a href="http://www.fau.org/soli/mai2017/mai2017it.pdf">IT</a>] [<a href="http://www.fau.org/soli/mai2017/mai2017es.pdf">ES</a>] [<a href="http://www.fau.org/soli/mai2017/mai2017fr.pdf">FR</a>]  Das Internationale Komitee der FAU ruft auf, zum 1. Mai 2017 die Solidarität mit Migrant*innen in den Mittelpunkt zu stellen, die wie wir Arbeiter*innen sind, aber als migrantische Arbeiter*innen in besonderer Weise unter den gegenwärtigen politischen Verhältnissen leiden und kapitalistischer Ausbeutung ausgesetzt sind.</p>
<p><i>Aufruf zur Beteiligung am Aktionstag &#8211; 1. Mai 2017</i></p>
<p><b>Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen!<br />
</b><span id="more-1037"></span></p>
<p>Wenn die Zeichen der Zeit nicht trügen, stehen wir am Beginn einer Etappe eines Populismus, wie wir ihn in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt haben. Die Ausbeutung der ArbeterInnen und Ausgeschlossenen wird unter nationalistischen und rassistischen Vorzeihen vorangetrieben, die Menschen gegeneinander aufgehetzt. Gegen das Projekt einer Welt voll von neuen Mauern an den Grenzen und in den Köpfen brauchen wir ein Projekt, das in der Lage ist, alle Mauern einzureißen und an ihrer Stelle Verbindungen unter uns ArbeiterInnen zu knüpfen, Solidarität und gegenseitige Hilfe zu organisieren. Wir haben keine Zeit mehr, das Trennende zu kultivieren – wir wollen stattdessen das Verbindende unter uns im Kampf um bessere Lebensbedingungen suchen und im Sinne des Anarchosyndikalismus für eine Welt ohne Ausbeutung und Herrschaft kämpfen.</p>
<p>Die FAU ruft alle Einzelpersonen, Kollektive, Basisgewerkschaften und anderen sozialen Initiativen zur Beteiligung an dem internationalen Aktionstag zum Thema „Arbeit und Migration“ auf. Am 1. Mai möchten wir die Klassensolidarität mit MigrantInnen zum Ausdruck bringen, indem wir grenzüberschreitend mobilisieren gegen die herrschende Xenophobie, den Rassismus und Nationalismus, die die Waffen des Staates und Kapitals sind. Ein konsequenter Kampf gegen Rassismus bedeutet für uns auch einen Kampf gegen das kapitalistische System, das auf extremen Ungleichheiten basiert und zu deren Aufrechterhaltung auf soziale Spaltungen angewiesen ist.</p>
<p>In besonderem Maße von Ausbeutung und Entrechtung betroffene ArbeiterInnen sind in unserer Gesellschaft MigrantInnen, die in Folge der rassistischen Migrationspolitik, unter illegalisierten Arbeitsverhältnissen, Arbeitsverboten oder Arbeitszwang leiden. Vor allem tätig in der Gastro-, Reinigungs- und Baubranche, mit niedrigem Organisationsgrad oder ohne gewerkschaftliche Organisierung, haben sie kaum Möglichkeiten, gegen die zunehmende Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse zu kämpfen. Die etablierten sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaften wiederum zeigen nur begrenztes Interesse, (illegalisierte) MigrantInnen zu organisieren oder sie im Kampf um Bleiberecht und gegen rechtliche Hindernisse zu unterstützen. Vielmehr vertieft deren Fokus auf Stammbelegschaften und nationalökonomische Standortlogik die sozialen Spaltungen.</p>
<p>Es gilt, diesen Missständen Solidarität und Selbstorganisation entgegenzusetzen &#8211; wie im Fall unserer Kollegen aus Rumänien, die auf der Baustelle des Einkaufszentrums Mall of Berlin unter skandalösen Arbeits- und Lebensbedingungen ausgebeutet, um Lohn betrogen und bedroht wurden: Die Organisierung in der FAU und der gemeinsame Arbeitskampf führten dazu, dass das Berliner Einkaufszentrum „Mall of Shame“ getauft und zum Symbol der migrantischen Ausbeutung in Deutschland wurde. So konnten wir das gesellschaftliche Klima der Hetze insbesondere gegen ArbeitsmigrantInnen aus Südosteuropa mit einem Beispiel von erfolgreichem Widerstand beantworten. Auch in den gegenwärtigen Bestrebungen, geflüchtete Menschen für unterbezahlte Arbeit zu verpflichten, sehen wir ein Zusammengehen von Ausgrenzung und Absenkung arbeitsrechtlicher Standards, das in der Konsequenz alle ArbeiterInnen negativ betrifft. Wir sollten hier als ArbeiterInnenklasse solidarisch Widerstand leisten und nicht nur für Bewegungsfreiheit aller Menschen, sondern auch gegen rassistisch legitimierte Ausbeutung kämpfen. Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen!</p>
<p>In der Tradition des 1. Mai rufen wir zur Solidarität mit migrantischen ArbeiterInnen auf, um gemeinsam gegen die prekären Arbeitsbedingungen, gegen kapitalistische Ausbeutung, gegen das rassistische Grenzregime zu protestieren. Egal, welche Form diese Proteste annehmen – Streik, Kundgebung, Infoaktion, Veranstaltung, Performance; egal, ob lokal oder überregional; egal, ob ArbeiterIn, ArbeitsloseR, StudentIn, RentnerIn, MigrantIn oder GeflüchteteR, wichtig ist, dass es für alle die Möglichkeit der Organisierung gegen Ausbeutung gibt. Nur mit internationaler Solidarität und mit einer grenzüberschreitenden Gewerkschaftspraxis können wir uns gegen den Kapitalismus wehren. Schließt Euch uns an, um unter dem Slogan „Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen!“ einen gemeinsamen Aktionstag für den 1. Mai durchzuführen. Zusammen werden wir Brücken bauen, wo andere Mauern errichten möchten.</p>
<p>Das Internationale Komitee der FAU</p>
<p>P.S. Falls ihr Fragen habt, wendet Euch bitte an uns. Wir sind offen für alle Ideen, Anregungen und Anmerkungen oder Alternativen. Wir werden uns über jede Rückmeldung zur Beteiligung an dem Aktionstag freuen: <b>mai2017[a]fau.org</b></p>
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