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	<title>Recht auf Stadt &#8211; FAU Freiburg</title>
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	<description>Die antikapitalistische Basisgewerkschaft</description>
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	<title>Recht auf Stadt &#8211; FAU Freiburg</title>
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		<title>22.04. &#124; Online-Talk: Mieter:innen-Gewerkschaften. Ein zukunftsfähiges Organisationsmodell für die Mieter:innenbewegung?</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2021/04/06/online-talkrunde-mit-den-initiativen-fuer-eine-mieterinnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Apr 2021 17:20:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines Syndikat]]></category>
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					<description><![CDATA[Online-Talkrunde mit den Initiativen für eine Mieter:innen-Gewerkschaft in Berlin &#38; Frankfurt 22. April &#124; 19:00 Uhr &#124; Online Link zum Nachhören: https://www.youtube.com/watch?v=qQtWA52qntA Die Problemlagen für Mieter:innen sind in fast allen größeren deutschen Städten dieselben: Stetig steigende Mieten, Verdrängung armer Bewohner:innen aus ihren angestammten Quartieren, Luxussanierungen oder fehlende Instandhaltung bestehender Gebäude,... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2021/04/06/online-talkrunde-mit-den-initiativen-fuer-eine-mieterinnen/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Online-Talkrunde mit den Initiativen für eine Mieter:innen-Gewerkschaft in <a href="https://mg-berlin.org/">Berlin</a> &amp; <a href="https://www.mietergewerkschaft.de/">Frankfurt</a></strong></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-1903 alignright" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/04/EzBCakcXAAUg_-K-300x300.jpeg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/04/EzBCakcXAAUg_-K-300x300.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/04/EzBCakcXAAUg_-K-1024x1024.jpeg 1024w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/04/EzBCakcXAAUg_-K-150x150.jpeg 150w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/04/EzBCakcXAAUg_-K-768x768.jpeg 768w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/04/EzBCakcXAAUg_-K.jpeg 1342w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><strong><em>22. April | 19:00 Uhr | Online</em></strong></p>
<p><em><strong>Link zum Nachhören: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=qQtWA52qntA">https://www.youtube.com/watch?v=qQtWA52qntA</a></strong></em></p>
<p>Die Problemlagen für Mieter:innen sind in fast allen größeren deutschen Städten dieselben: Stetig steigende Mieten, Verdrängung armer Bewohner:innen aus ihren angestammten Quartieren, Luxussanierungen oder fehlende Instandhaltung bestehender Gebäude, usw.</p>
<p>In vielen Städten wehren sich Mieter:innen in Mietervereinen, selbstorganisierten Mieter-Initiativen oder Recht auf Stadt Gruppen gegen den sogenannten „Mietenwahnsinn“. Doch stoßen diese Initiativen immer wieder an ihre juristischen, politischen und personellen Grenzen.<br />
Ein Ausweg versprechen die Initiativen für eine Mieter:innen-Gewerkschaft. So schreibt die Berliner Initiative: <span id="more-1895"></span><span id="more-4683"></span></p>
<p><em>„Die Initiativenlandschaft ist derzeit ein Flickenteppich. Was ihr fehlt, ist eine schlagkräftige Gewerkschaft, durch die die Interessen der einzelnen Initiaven gebündelt werden und durch die die Mieter:innen mit einer vereinten, starken Stimme sprechen und gegen die Interessen der Vermieter:innen kämpfen können. Somit sollen die Kontinuität, die Wissensweitergabe und die Durchsetzung übergeordneter Forderungen erreicht werden.“</em></p>
<p>In der Online Veranstaltung werden wir mit Vertretern der Initiativen aus Berlin und Frankfurt über das Konzept „Mieter:innen-Gewerkschaft“ sprechen. Im Anschluss gibt es eine offene Frage-Runde.</p>
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			</item>
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		<title>Selbstorganisierung im Stadtteil &#8211; Basisinitiative oder Bündnispolitik</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2017/03/26/selbstorganisierung-im-stadtteil-basisinitiative-oder-buendnispolitik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Mar 2017 17:25:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines Syndikat]]></category>
		<category><![CDATA[Antikapitalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstorganisation]]></category>
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		<category><![CDATA[Recht auf Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Kämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Worker Center Freiburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Spätestens seit der globalen Krise 2008 sind »Arbeit und Wohnen« wieder  Thema in der Linken. Nicht nur weil selbst der »abgeschwächte« Kriseneinbruch hier in Deutschland viele ArbeiterInnen an beiden Punkten  in die Zange nimmt: Angriff auf die Löhne und höhere Renditen auf (Wohn-)Immobilien sollen Gewinne und Investitionen stützen. Auch die ... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2017/03/26/selbstorganisierung-im-stadtteil-basisinitiative-oder-buendnispolitik/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Spätestens seit der globalen Krise 2008 sind »Arbeit und Wohnen« wieder  Thema in der Linken. Nicht nur weil selbst der »abgeschwächte« Kriseneinbruch hier in Deutschland viele ArbeiterInnen an beiden Punkten  in die Zange nimmt: Angriff auf die Löhne und höhere Renditen auf (Wohn-)Immobilien sollen Gewinne und Investitionen stützen. Auch die  Linke selber kommt in die Zange – mehr Arbeit und steigende Mieten  erschweren kontinuierliche politische Organisierung. Deshalb versucht die Worker Center Initiative Freiburg Ausbeutungsbedingungen und globale  Klassenkämpfe zu thematisieren, und die Recht-auf-Stadt-Initiative nimmt  Mieten und Wohnen in den Focus. Aber ohne Ansätze von eigenständigen (Klassen-)Kämpfen und Selbstorganisierung bleibt es schwer, über eine  Agitation linker Kreise hinauszukommen.<br />
Seit 2014 gibt es in Hamburg die Gruppe »Wilhelmsburg Solidarisch«, die  einen Anlaufpunkt bietet für alle, die mit Chefs, Vermieter*innen oder  Behörden Probleme haben und sich gegenseitig beraten und unterstützen  wollen. Eine »Alltagsorganisierung« die sie explicit als Alternative zur  »pseudo-politischen« Kampagnen- und Bündnisspolitik« durchbuchstabieren.<br />
Die Themen sind vielfältig und reichen von Lohnklau, Jobcenterschikane,  Zwangsräumungen und Aufenthaltsproblemen bis zu Beitragsrückforderungen  von Krankenkassen. Wo es möglich und sinnvoll ist, setzt die Initiative  dabei auf öffentliche und direkte Aktionen. Gleichzeitig versuchen sie, die Ursachen nicht in individuellem Fehlverhalten zu suchen, sondern die zu Grunde liegenden gesellschaftlichen Verhältnisse zu thematisieren und  zu bekämpfen.</p>
<p>Mit zwei Vertreter*innen der Gruppe wollen wir über ihre politischen Ziele und bisherigen Erfahrungen diskutieren, aber auch welche Probleme und Grenzen es dabei gibt, eine solidarische Selbstorganisierung im  Stadtteil auf die Beine zu stellen und am Laufen zu halten.</p>
<p>Zeit: Donnerstag, 06.04.2017, 20 Uhr</p>
<p>Ort: Susi-Bewohner*innentreff, Vaubanallee 2</p>
<p>Veranstalter*innen: <a href="http://www.liu.indymedia.org/WCI-FR">Worker Center Initiative Freiburg</a> / <a href="https://rechtaufstadt-freiburg.de/">Recht auf Stadt</a>  &#8211; Freiburg</p>
<p>Flyer <a href="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2017/03/20170406_Selbstorganisierung-im-Stadtteil.pdf">Selbstorganisierung im Stadtteil</a></p>
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		<title>Heraus zum 1. Mai!</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2014/01/20/heraus-zum-1-mai/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jan 2014 10:41:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines Syndikat]]></category>
		<category><![CDATA[FAU Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Kämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[1.Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Recht auf Stadt]]></category>
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					<description><![CDATA[Der 1. Mai in Freiburg Seit nunmehr über einem Dutzend Jahren veranstalten BewohnerInnen und SympathisantInnen des Stadtteils ‚Im Grün‘ wie gewohnt um den 1. Mai ein unangemeldetes nicht kommerzielles Fest in den Straßen des Quartiers, das sich zu einer festen Institution als Verquickung von politischem 1. Mai und Stadtteilfest entwickelt... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2014/01/20/heraus-zum-1-mai/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Der 1. Mai in Freiburg</h4>
<p>Seit nunmehr über einem Dutzend Jahren veranstalten BewohnerInnen und SympathisantInnen des Stadtteils ‚Im Grün‘ wie gewohnt um den 1. Mai ein unangemeldetes nicht kommerzielles Fest in den Straßen des Quartiers, das sich zu einer festen Institution als Verquickung von politischem 1. Mai und Stadtteilfest entwickelt hat. Auch wenn der Stadtteil ‘Im Grün’ in den vergangenen Jahren durch <a href="http://www.rechtaufstadt-freiburg.de/2013/04/allgemaiverfugung-strasenfest-im-grun-findet-statt/">Allgemeinverfügungen</a> zum Gefahrengebiet erklärt und das dortige Stadtteilfest mittels martialischer Polizeipräsenz stark eingeschränkt bis verhindert wurde, werden wir uns auch am 1. Mai 2014 auf unseren Straßen ‘Im Grün’ versammeln, demonstrieren und feiern.</p>
<p><span id="more-582"></span>Wir wünschen uns ein offenes und freies Fest, an dem jede_r teilnehmen kann. Wir haben nicht vor, uns dem Trend zu beugen, dass der öffentliche Raum direktiv in seiner Nutzung und seinem Zugang beschränkt und kontrolliert wird.<br />
Daher rufen wir alle Initiativen und Einzelpersonen, denen ein selbstorganisiertes Fest am Herzen liegt, auf, sich an den Aktivitäten und Feierlichkeiten zu beteiligen. Um das Straßenfest durchsetzen zu können, wird einiges an Eigeninitiative notwendig sein.</p>
<p>In den letzten zwei Jahren hat die Dezernentenrunde der Stadt Freiburg sich einer Bewertung dieses gesellschaftlichen Bedürfnisses entzogen bzw. selbiges negiert. Entweder sie will den Charakter des selbstorganisierten Straßenfestes schlicht nicht oder sie versteht ihn nicht. Falls auch dieses Jahr wieder ‚das Ganze‘ einfach an die Bürokratie delegiert wird mit dem Versuch, diese Nutzung des öffentlichen Raums aufwendig zu unterbinden, wird es zusätzlich zum 1.Mai/Stadtteilfest Versammlungen, Herumlungerungen und weitere spontane Alternativkonzepte gegen die Einschüchterungspolitik geben. Eventuelle Gängelungsversuche werden wir kreativ und auf vielfältige Weise unterlaufen.<br />
Trotzdem wollen wir uns auch beim diesjährigen Stadtteilfest an dem hart erarbeiteten Konsens des Runden Tisches zum ersten Mai des Jahres 2013 orientieren und Basisnotwendigkeiten (Rettungswege) berücksichtigen. Kleine unterstützende Maßnahmen der öffentlichen Hand (z.B. Straßenumleitung) würden wir begrüßen. Wir rufen Alle zu einem verantwortungsvollen und entschlossenen Handeln auf. Spaltungsversuche werden wir belächeln.</p>
<p>Auf einen gelungenen selbstorganisierten 1. Mai ‚Im Grün‘ ohne Einschränkung der Versammlungs-, Fest- und Meinungsfreiheit.</p>
<p>UnterstützerInnen (<a href="http://www.rechtaufstadt-freiburg.de/2014/01/heraus-zum-1-mai/">aktuelle Liste und Recht auf Stadt</a>):<br />
FREIeBÜRGER | SUSI e.V. | mark20 | Zündstoff | Anarchistische Gruppe Freiburg | Linksjugend[&#8217;solid] Freiburg | Grethergelände | Sand im Getriebe | Gartenstrasse 19 | Plätze.Häuser.Alles | Freie ArbeiterInnen Union (FAU) Freiburg | Antifaschistische Linke Freiburg | Partei DIE LINKE Freiburg | Hedonistische Antinationale Sektion Freiburg | Der Kosmische Käfer | Die Maigrünchen | Radio Dreyeckland Betriebsgruppe | Grüne Alternative Freiburg (GAF) | Strandcafe | SLOW CLUB | Radio Dreyeckland Aktuelle Redaktion | EA Freiburg | Kommunita Lotta | Der Studierendenrat (StuRa) der Uni Freiburg | Recht auf Stadt -Netzwerktreffen vom 14.2. | Antispe Freiburg | kyoskpunktorg | KTS | Arbeitskreis kritischer Juristinnen und Juristen (akj) Freiburg | und Einzelpersonen</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bewaffneter Wachschutz im Treppenhaus</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2013/11/05/bewaffneter-wachschutz-im-treppenhaus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2013 10:05:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines Syndikat]]></category>
		<category><![CDATA[FAU Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Kämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Recht auf Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Wohnungsgenossenschaft krempelt ein Quartier um – und ihr Verständnis von „sozialverträglichem Wohnraum“ Gentrifizierung, die Aufwertung, durch die noch bezahlbarer Wohnraum, zugunsten (luxus)sanierter Objekte weichen muss und in deren Folge nicht zahlungskräftige Menschen an die Außenränder der Städte gedrängt werden, ist ein selbst in der bürgerlichen Medienlandschaft nicht mehr zu... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2013/11/05/bewaffneter-wachschutz-im-treppenhaus/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Eine Wohnungsgenossenschaft krempelt ein Quartier um – und ihr Verständnis von „sozialverträglichem Wohnraum“</h4>
<p><b>Gentrifizierung</b>, die Aufwertung, durch die noch bezahlbarer Wohnraum, zugunsten (luxus)sanierter Objekte weichen muss und in deren Folge nicht zahlungskräftige Menschen an die Außenränder der Städte gedrängt werden, ist ein selbst in der bürgerlichen Medienlandschaft nicht mehr zu verleugnendes Problem.<br />
Ein Genosse aus Freiburg ist jetzt mit dieser Tatsache und ihren Folgen konfrontiert. Herbert, 63, verwitweter Rentner und Mitglied der ca. 17.000 Mitglieder zählenden Freiburger Baugenossenschaft „Bauverein Breisgau eG“ (BVB), lebt seit sieben Jahren in seiner Wohnung und hat einen Dauermietnutzungsvertrag.<br />
<i>Den bisherigen Mietpreis kann er noch gut aufbringen. Jetzt sollen er und viele andere MitbewohnerInnen und NachbarInnen raus. Wir sprachen mit Herbert.</i></p>
<p><span id="more-569"></span><b>Du lebst in einem Quartier direkt an der Uni-Klinik, wo Wohnraum bisher relativ günstig war, da die Eigentümerin BVB laut Satzung sozialverträglichen Wohnraum für ihre Mitglieder geschaffen hat. Das ändert sich nun.</b><br />
Mit Entsetzen haben wir BewohnerInnen durch einen Artikel in der lokalen Presse vom 8. Mai 2012 erfahren, dass unser Wohnquartier im Zuge der Neugestaltung des Uni-Klinikum-Geländes neu bebaut werden soll. Die Wohnungen sollen, auf Behauptung, sie seien in einem schlechten Zustand, der sich nicht mehr zu renovieren lohne, in drei Bauphasen abgerissen und das Gelände neu bebaut werden. Erst zwei Tage nach Veröffentlichung des Presseartikels wurden wir von der BVB mit einer lächerlichen Entschuldigung über deren Vorhaben informiert. Die ganze Farce wurde uns dann auf einer rasch einberufenen MieterInnenversammlung etwa einen Monat später offen gelegt. Für uns BewohnerInnen ganz klar ein abgekartetes Spiel. Das ist eigentlich eine Form der Transparenz, die ich so von einer Genossenschaft nicht erwartet hätte. Wir wurden also über die lokale Presse über unsere Zukunft aufgeklärt.</p>
<p><b>Um wie viele Wohnungen, sprich Wohnblöcke, die nun den abgerissen werden sollen, handelt es sich und wem boten diese bisher Wohn- und Lebensraum?</b><br />
Es handelt sich um 170 Wohnungen, auf fünf Blöcke verteilt, die in den ersten beiden Bauabschnitten abgerissen werden. Der dritte würde dann in 10-15 Jahren erfolgen, also sind es insgesamt 230 Wohnungen. Hier wohnten viele ältere und alte Menschen, zum Teil schon seit über 40 Jahren. Aber auch einkommensschwächere junge Menschen, Studenten, Paare und Einzelpersonen, sowie einige Kleinfamilien, für die günstiger Wohnraum existenziell ist.</p>
<p><b>Wurde euch von der Genossenschaft vermittelt, was denn hier zukünftig geschaffen werden soll? Und was denkst Du, für wen die Neubauten angedacht sind?</b><br />
Die BVB denkt an kliniknahe Dienstleistungen, aber vor allem an Wohnungen in unterschiedlicher Größe für Angestellte der Uni-Klinik. Da die Wohnungen nach dem neusten Stand der Technik gebaut werden sollen, steigt der Quadratmeterpreis, wohl mindestens um das Doppelte. Somit kann man davon ausgehen, dass die Wohnungen hauptsächlich für gutverdienende Klientel attraktiv sein sollen und solche, für die die Nähe zum Klinikum wichtig ist und die deshalb eine hohe Miete in Kauf nehmen (müssen). Kurios ist hierbei, dass so ein Vorhaben, also überteuerten Wohnraum ihren Mitgliedern anzubieten, sicherlich nicht im Sinne von Genossenschaftssatzungen sein kann. Die BVB hat ihre Satzung in den letzten Jahren ehedem immer wieder den neoliberalen Umstrukturierungen angepasst.</p>
<p><b>Was hat man den BewohnerInnen als Ersatz angeboten?</b><br />
Man hat uns angeboten, Wohnungen aus dem Genossenschaftsbestand zu vermitteln, die in etwa auf dem gleichen Preis-Leistungs-Niveau liegen sollen. Ebenfalls Umzugshilfe und Mietpreisbindung zum jetzigen Quadratmeterpreis auf 3 Jahre, erst danach können Mieten erhöht werden.</p>
<p><b>Nun könnte man auf den Gedanken kommen, dass sich das auf den ersten Blick ganz gut anhört.</b><br />
Hier sehe ich aber den sozialen Aspekt als entscheidenden Faktor. Die BewohnerInnen werden aus ihrer gewohnten und vertrauten sozialen wie infrastrukturellen Umgebung gerissen. Viele der älteren Menschen empfanden die unmittelbare Nähe zur Uni-Klinik als Gefühl der Sicherheit. Es herrschte ein gutes und nachbarschaftliches Verhältnis, ein über einen langen Zeitraum gewachsener, gut funktionierender Sozialraum.</p>
<p><b>Aktuell bist Du einer der letzten Bewohner des ersten Bauabschnittes. Warum haben viele die Angebote letztlich doch angenommen?</b><br />
Eine Wohnung zu bekommen, die in einem besseren und renovierten Zustand ist, war sicher für viele verlockend. Dann auch die zugesicherte temporäre Mietpreisbindung. Ich denke, dass dies zwar zunächst eine Verbesserung für den/die Einzelnen bedeuten kann; hier fehlt vielen aber ein individueller, wie vor allem auch politischer Weitblick. Individuell, weil die tatsächlichen Wohnkosten der neuen Wohnungen sie in einigen Jahren knallhart einholen werden, und eine zukünftige Verminderung der sonstigen Lebenskosten und ein Anstieg der Löhne im Kapitalismus sicherlich nicht vorgesehen sind. Politisch, weil ein intakter Lebensraum mit preiswerten Wohnungen und guter, auch sozialer, Infrastruktur somit zugunsten eines Quartiers für Besserverdienende weichen muss. Längerfristig gesehen werden die anderen Wohnungen der BVB auch saniert werden müssen, was sich aus Sicht neoliberaler Verwertungslogik aber nicht lohnt, ergo werden auch sie sicherlich abgerissen und somit irgendwann der ganze Genossenschaftsbesitzstand an günstigem Wohnraum vernichtet werden.</p>
<p><b>Gab es irgendwelche Formen von Widerstand seitens der BewohnerInnen?</b><br />
Es wurde recht bald eine MieterInnen-Initiative gegründet und sich auch regelmäßig getroffen, ausgetauscht und besprochen. Die Empörung und Beteiligung waren anfangs recht groß, haben aber nach den Angeboten seitens der BVB letztendlich stark nachgelassen. Auch die bürgerliche Presse hat uns nicht unterstützt und Artikel z.B. erst einmal dem BVB vorgelegt. Das ist aus journalistischer Sicht zum Faktenabgleich natürlich richtig, jedoch wurde die Darstellung der BVB einfach kritiklos geschluckt. Generell war aber das Interesse von Presse als auch Stadtverwaltung sehr gering. So haben fast alle irgendwann resigniert.</p>
<p><b>Wie sieht es derzeit bei dir aus und wie wird es für dich weitergehen?</b><br />
Bei Erscheinen dieser <a href="https://www.direkteaktion.org/">DA-Ausgabe</a> bin ich wahrscheinlich der letzte verbliebene Mieter der betroffenen Wohnungen der ersten Bauphase. Bisher habe ich noch keine für mich akzeptable Wohnung angeboten bekommen. Ich hoffe mal, die Baugenossenschaft findet hierfür noch vor Abriss eine Lösung für mich [lacht]. Die neueste Entwicklung ist ein bewaffneter Sicherheitsdienst, der hier nachts herumgeistert und patrouilliert. Diese repressive Methode soll wohl Verbliebene wie mich einerseits einschüchtern und abschrecken. Andererseits scheinen BVB, Stadt und Polizei noch Widerstand aus einer anderen Richtung zu befürchten: Nämlich der sehr regen Freiburger HausbesetzerInnen-Szene.</p>
<p><b>Herbert, danke für deine klaren Worte und viel Glück für deine weitere Wohn- und Lebenssituation!</b></p>
<p>Gotthilf Vierer (FAU Freiburg)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Die Stadt gehört Allen – Keine Profite mit der Miete“ am 28.09. 2013</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2013/08/14/die-stadt-gehoert-allen-keine-profite-mit-der-miete-am-28-09-2013/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2013 08:24:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines Syndikat]]></category>
		<category><![CDATA[FAU Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Kämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Demo]]></category>
		<category><![CDATA[Recht auf Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Demo gegen Mieterhöhungen, Gentrifizierung und Verdrängung! Wir rufen dazu auf, sich an der Demo „Die Stadt gehört Allen – Keine Profite mit der Miete“ am 28. September 2013 um 13 Uhr auf dem Stühlingerplatz zu beteiligen! Mehr Infos beim &#8222;Recht auf Stadt&#8220;- Netzwerk Freiburg MieterInnen müssen ihre Stimme erheben –... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2013/08/14/die-stadt-gehoert-allen-keine-profite-mit-der-miete-am-28-09-2013/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Demo gegen Mieterhöhungen, Gentrifizierung und Verdrängung!</h4>
<p><a href="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2016/03/Die_Stadt_gehoert_Allen.jpg" rel="attachment wp-att-558"><img decoding="async" class="size-full wp-image-558 alignleft" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2016/03/Die_Stadt_gehoert_Allen.jpg" alt="Die_Stadt_gehoert_Allen" width="220" height="167" /></a>Wir rufen dazu auf, sich an der Demo <a href="http://www.rechtaufstadt-freiburg.de/2013/07/aufruf-zur-bundesweiten-demonstration-die-stadt-gehort-allen-keine-profite-mit-der-miete-am-28-september-2013/"> <b>„Die Stadt gehört Allen – Keine Profite mit der Miete“</b></a> am <b>28. September 2013 um 13 Uhr</b> auf dem Stühlingerplatz zu beteiligen!</p>
<p>Mehr Infos beim <a href="http://www.rechtaufstadt-freiburg.de/">&#8222;Recht auf Stadt&#8220;- Netzwerk Freiburg</a></p>
<p><b>MieterInnen müssen ihre Stimme erheben – statt abgeben!</b></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>18. Juli &#124; Szene &#8211; Klasse &#8211; Klassenkampf!?</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2013/05/07/18-juli-szene-klasse-klassenkampf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 May 2013 08:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines Syndikat]]></category>
		<category><![CDATA[FAU Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Kämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Recht auf Stadt]]></category>
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					<description><![CDATA[Worker Center Initiative Freiburg lädt ein Am 1.Mai 2013 ist es nicht gelungen, den Plänen der Stadt Paroli zu bieten, die weitere &#8222;Innenstadterweiterung&#8220; vorzubereiten, indem die letzten Reste von &#8222;selbständiger Straßenkultur&#8220; beseitigt werden. Stattdessen war das Viertel von Bullen besetzt&#8230;.. Im Vorfeld war ein Plenum zur Vorbereitung einer &#8222;revolutionären 1.Mai-Demo&#8220;... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2013/05/07/18-juli-szene-klasse-klassenkampf/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Worker Center Initiative Freiburg lädt ein</h4>
<p>Am 1.Mai 2013 ist es <a href="http://www.rechtaufstadt-freiburg.de/2013/04/allgemaiverfugung-strasenfest-im-grun-findet-statt/">nicht gelungen, den Plänen der Stadt Paroli zu bieten</a>, die weitere &#8222;Innenstadterweiterung&#8220; vorzubereiten, indem die letzten Reste von &#8222;selbständiger Straßenkultur&#8220; beseitigt werden. Stattdessen war das Viertel von Bullen besetzt&#8230;..<br />
Im Vorfeld war ein Plenum zur Vorbereitung einer &#8222;revolutionären 1.Mai-Demo&#8220; gescheitert. Die Antifaschistische Linke Freiburg (ALFR) hatte eine &#8222;bürgerliche Szenepolitik&#8220; kritisiert &#8211; und erntete dafür den Vorwurf einer <a href="https://linksunten.indymedia.org/de/node/84334">&#8222;rückwärtsgewandten Klassenkampfrhetorik&#8220;</a>.<br />
Die ALFR marschierte in der DGB-Demo &#8211; andere unter dem Motto <a href="https://linksunten.indymedia.org/de/node/85203">&#8222;Nieder mit der Arbeit&#8220;</a>.</p>
<p><b>18.7. 2013, 20 Uhr, Susi BewohnerInnentreff, Vaubanallee 2.</b></p>
<p>Im Rahmen unserer Worker Center Initiative wollen wir die inhaltlichen Fragen nochmal diskutieren.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bezahlbarer Wohnraum ist die halbe Miete</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2012/10/26/bezahlbarer-wohnraum-ist-die-halbe-miete/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Oct 2012 10:44:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines Syndikat]]></category>
		<category><![CDATA[FAU Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Kämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Demo]]></category>
		<category><![CDATA[Recht auf Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Mieten müssen runter! Eine Stadt für Alle braucht bezahlbaren Wohnraum für alle. Ein erster wichtiger Schritt – die halbe Miete. Bezahlbarer Wohnraum ist die halbe Miete… In Freiburg wird im Durchschnitt 44% des Einkommens für die Miete ausgegeben (2008). Viele Menschen zahlen sogar weit mehr als die Hälfte ihres... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2012/10/26/bezahlbarer-wohnraum-ist-die-halbe-miete/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2016/03/BezahlbarerWohnraum.jpg" rel="attachment wp-att-435"><img decoding="async" class="size-full wp-image-435 alignleft" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2016/03/BezahlbarerWohnraum.jpg" alt="BezahlbarerWohnraum" width="197" height="278" /></a>Die Mieten müssen runter! Eine Stadt für Alle braucht bezahlbaren Wohnraum für alle. Ein erster wichtiger Schritt – die halbe Miete.</p>
<p>Bezahlbarer Wohnraum ist die halbe Miete…<br />
In Freiburg wird im Durchschnitt 44% des Einkommens für die Miete ausgegeben (2008). Viele Menschen zahlen sogar weit mehr als die Hälfte ihres Einkommen für ihr Recht auf Wohnen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 25%. In Freiburg sind die Mieten überdurchschnittlich hoch und andererseits die Löhne niedrig. Das Halbieren der Mieten ist eine sozialpolitisch notwendige Maßnahme, um die Mietbelastung zu senken.<br />
<b>Daher: Mieten runter – Löhne hoch! Aber: Das ist nur die halbe Miete!</b></p>
<p><span id="more-434"></span><b>…die halbe Miete, weil Wohnung keine Ware sein darf</b><br />
Man kann nicht Nicht-Wohnen. Wohnen ist ein unabdingbares Grundbedürfnis. Deshalb darf die Stadt nicht von wirtschaftlichen Interessen und Vermögen abhängen. Leerstand ist ein Beispiel für die Absurdität der “Ware Wohnung”, deren Wert nur steigt, wenn das Angebot künstlich knapp gehalten wird. Die ehemals besetzte Ecke-Goethestraße steht immer noch leer. Bedürfnisse nicht durch Kaufen und Verkaufen zu stillen, erfordert ein grundsätzliches Umdenken. Die Stadtentwicklung muss sich dabei an den Bedürfnissen aller Bewohner_innen orientieren. Es ist nicht nur die Frage, ob alle ihre Wohnungen bezahlen können, sondern, ob sie sie überhaupt bezahlen müssen. Auch wenn die Green City Freiburg einen grünen Deckmantel hat, heißt das noch lange nicht, dass eine “ökologische” Stadt auch eine soziale ist. Der Wegfall der (wenigen) Sozialbindungen für Wohnungen im Vauban ist ein Beispiel dafür. Grüner Kapitalismus bleibt Kapitalismus. Häuser denen, die sie brauchen.</p>
<p><b>…die halbe Miete, weil Menschen in der Stadt ausgegrenzt werden </b><br />
Zwei Beispiele zeigen, wie einzelnen Gruppen in Freiburg das Recht auf Stadt verwehrt wird. Wohnungslose werden in Sondereinrichtungen untergebracht, anstatt Wohnungen mit Mietvertrag zu bekommen. Mit Zimmerzuteilungen für mehrere Einzelpersonen pro Raum ist Privatsphäre und Ruhe ausgeschlossen. Das Leben auf der Straße wird ihnen auch erschwert. Die Umgestaltung des Platzes der Alten Synagoge ist ein Beispiel dafür, wie Aufenthaltsorte wohnungsloser Menschen im Innenstadtbereich gezielt “unbewohnbar” gemacht werden.</p>
<p>Flüchtlinge werden immer noch in (Container-)Lagern untergebracht, mit einem Flächenanspruch von 4,5m² pro Person. Und wenn sie endlich die Erlaubnis erhalten, aus dem Lager auszuziehen, legt die Stadt Freiburg ihnen Steine in den Weg. Gegen ein Gerichtsurteil, wonach Flüchtlinge einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben und somit Zugang zum sozialen Wohnungsmarkt hätten, ging die Stadt in Berufung. Flüchtlinge sind vom Recht auf Stadt auch durch weitere Diskriminierungen ausgeschlossen. Z.B. dürfen sie nicht einkaufen, wo sie wollen, sondern sind per Chipkartensystem an wenige Supermärkte gebunden.</p>
<p><b>…die halbe Miete, weil die ganze Miete nur Profitinteressen dient</b><br />
In Zeiten der Wirtschaftskrise wird viel Geld in sogenanntes “Betongold” (Häuser) investiert. Um Gewinn zu erwirtschaften, muss der Wert der Häuser gesteigert werden, was den Prozess der Verdrängung verstärkt. Als größte Mietwohnungseigentümerin maximiert die Freiburger Stadtbau (FSB), nicht anders als private Immobilienmakler_innen und Grundstücksbesitzer_innen, ihre Profite. Sozialauftrag? Wurde wohl verdrängt. Im Durchschnitt stiegen die Stadtbaumieten in den letzten Jahren deutlich stärker als der Mietspiegeldurchschnitt. Mit ihrem großen Wohnungsbestand treibt die Stadtbau den Mietspiegel, an den sich die Preise für Vermietungen anpassen und der oft als Grund für Mieterhöhungen angegeben wird, massiv in die Höhe.</p>
<p>Es ist absurd, für Wohnungen, die im Schnitt nach 30 Jahren abbezahlt sind, immer höhere Mieten zu bezahlen. Mit den Gewinnen der Stadtbau werden Hotels, Kunstdepots und andere Projekte bezahlt. Und das, obwohl es die Kernaufgabe der Stadtbau ist, bezahlbaren Wohnraum zu gewähren. Statt mit den FSB-Wohnungen noch Gewinn zu erwirtschaften, sollte in den bestehenden Wohnraum investiert werden, um die Mieten niedrig zu halten, die Häuser instand zu setzen und wirklich “warmmietenneutral” zu sanieren. Die vielen Studierenden in Freiburg sind ein wichtiger Faktor in der Stadtentwicklung: Durch häufigen Wohnungswechsel und als Träger_innen der kulturellen Aufwertung von Wohngegenden sind die Studierenden einerseits für die Verdrängung mitverantwortlich, andererseits sind die weniger Zahlungskräftigen unter ihnen auch Opfer von Profitinteressen. In der Tullastraße wird ein Wohnheim mit Warmmieten von 20Euro pro Quadratmeter gebaut – Wohnen darf, wer es sich leisten kann.</p>
<p><b>…die halbe Miete, weil Freiburg eine geteilte Stadt ist.</b><br />
Die Bevölkerung im Westen der Stadt ist im Durchschnitt erheblich ärmer als die Bevölkerung in den östlichen Stadtteilen. Diese Ungleichheit spiegelt sich auch in der Infrastruktur wider: Der Osten Freiburgs ist mit Uni, Theater etc. privilegiert. Dem Westen, wo die Stadt weiter wächst, bleibt dagegen die belastende Infrastruktur wie Industriegebiete und Müllhalde. Es reicht aber nicht, Arme gleichmäßiger auf die Stadt zu verteilen. Eine Stadt für Alle erfordert es, die gesellschaftlichen Ursachen von Armut zu bekämpfen.</p>
<p><b>…weil eine Stadt für ALLE anders aussieht. </b><br />
Denn wir wollen nicht nur untergebracht werden, sondern von Grund auf mitbestimmen. Es müssen auch die Lebensentwürfe in der Stadt einen Platz haben, die weder vom Mainstream noch von der Stadtplanung und -verwaltung vorgesehen wurden &#8211; unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit. Wer z.B. in WGs oder in Bauwägen leben will, soll die Möglichkeit dazu haben.<br />
Für echte Teilhabe am städtischen Leben braucht es öffentliche Räume, in denen Menschen aus allen Teilen der Stadt sich treffen können. Öffentliche Plätze erlauben es, sich frei und ohne Konsumzwang im Zentrum aufzuhalten. In Freiburg aber müssen wir eine zunehmende Kommerzialisierung und Kontrolle des öffentlichen Raums feststellen. Überall verfolgen uns Überwachungskameras und Verbote; selbst das Grillen auf der Sternwaldwiese wird reglementiert.</p>
<p><b>Es geht um mehr als die eigenen vier Wände.</b><br />
Alle müssen gleichberechtigt mitbestimmen können, wenn es darum geht, wie unsere Stadt aussehen soll – das heißt für uns Recht auf Stadt. Um der ständigen Ausgrenzung von der Teilhabe am städtischen Leben entgegenzutreten, müssen wir uns organisieren. Hierzu muss es Mieter_innenzusammenschlüsse, Nachbarschaftstreffen, soziale Zentren, basisdemokratische Stadtteilversammlungen geben. Wir wollen mitbestimmen, wenn es darum geht, was mit dem Viertel rund um die bald leerstehende Polizeiakademie geschehen soll. Mit den Gutleutmatten, der Gartenstadt, der ECA-Siedlung, dem Götz&amp;Moritz-Gelände. Bei der Frage, ob aus dem Platz der alten Synagoge wirklich eine Betonwüste werden soll, um Freiburgs Großstadtphantasien zu befriedigen.</p>
<p><b>Wir wollen eine Stadt für Alle,<br />
…in der Wohnraum keine Ware ist. Die nicht durch Profitinteressen geformt ist, sondern eine Stadt, in der Alle nach ihren Bedürfnissen wohnen können. Eine Stadt, in der soziale Gerechtigkeit die Basis dafür bietet, dass alle die Möglichkeit haben, ihre Stadt gemeinsam zu gestalten.</p>
<p>Bezahlbarer Wohnraum ist die halbe Miete. Zu Ausgrenzung, Bevormundung und Verdrängung werden wir nicht schweigen!</b></p>
<p><b>Demo: Bezahlbarer Wohnraum ist die halbe Miete<br />
10.11.12 13 Uhr Stühlinger Kirchplatz</b></p>
<p><a href="http://www.rechtaufstadt-freiburg.de/">Recht auf Stadt &#8211; Freiburg</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8218;Recht auf Stadt&#8216; Film-Abend &#124; 31.10. &#124; 20 Uhr &#124; Strandcafe</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2011/10/14/recht-auf-stadt-film-abend-31-10-20-uhr-strandcafe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 11:25:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FAU Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Kämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Recht auf Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Rahmen der &#8218;NOvember-Party&#8216; im Strandi WANN &#124; Montag, 31. Oktober, 20Uhr WO &#124; im Strandcafe (FR, Adlerstr. 12) Im ersten Teil wollen wir kurze Filme zur aktuellen Miet- und Wohnraumauseinandersetzungen in verschiedenen Städten zeigen. Im zweiten Teil wird es praktischer! Wir wollen eine kurze Darstellung geben über selbstorganisierten Widerstand... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2011/10/14/recht-auf-stadt-film-abend-31-10-20-uhr-strandcafe/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Im Rahmen der &#8218;NOvember-Party&#8216; im Strandi</h4>
<p>WANN | <b>Montag, 31. Oktober, 20Uhr </b><br />
WO | im <a href="http://www.syndikat.org/">Strandcafe</a> <i>(FR, Adlerstr. 12)</i></p>
<p>Im <i>ersten Teil</i> wollen wir kurze Filme zur aktuellen <b>Miet- und Wohnraumauseinandersetzungen</b> in verschiedenen Städten zeigen.</p>
<p>Im <i>zweiten Teil</i> wird es praktischer!<br />
Wir wollen eine kurze Darstellung geben über <b>selbstorganisierten Widerstand</b> von Wohnungssuchenden und MieterInnen. Handeln wird es von MieterInnenstreiks, solidarischen Initiativen gegen Zwangsräumungen, „Fette Mieten“ Partys, um z. B. die Selbstherrlichkeit von WohnungseigentümerInnen ins Absurde zu spiegeln.</p>
<p><a href="http://www.fau.org/ortsgruppen/freiburg/art_110516-125715">Und in Freiburg?</a></p>
<p><span id="more-370"></span></p>
<table width="100%" cellspacing="3" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="1">
<tbody>
<tr bgcolor="black">
<td align="left">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="2">
<tbody>
<tr bgcolor="black">
<td colspan="3" align="center" nowrap="nowrap"><span style="color: white"><b>FAU: MIETERHÖHUNG und GENTRIFIZIERUNG?</b></span></td>
</tr>
<tr bgcolor="white">
<td></td>
<td colspan="1">
<table cellspacing="7" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top"><img decoding="async" src="http://www.fau.org/ortsgruppen/freiburg/art_111023-125653/grafik/bc_art.gif" alt="" /></td>
<td><a href="https://freiburg.fau.org/2011/05/16/mieterhoehung-und-gentrifizierung-fuck-that-shit-kommunales-eigentumanti-privatisierung-allein-schuetzt-vor-mietsteigerungen-nicht/">MIETERHÖHUNG und GENTRIFIZIERUNG? Kommunales Eigentum/Anti-Privatisierung allein, schützt vor Mietsteigerungen nicht! Flugblatt als .pdf</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
<td></td>
</tr>
<tr bgcolor="white">
<td colspan="3" height="2"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Demo: Wem gehört die Stadt? &#124; 29.10.11 &#124; 14 Uhr &#124; Bertoldsbrunnen</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2011/10/12/demo-wem-gehoert-die-stadt-29-10-11-14-uhr-bertoldsbrunnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 11:15:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemeines Syndikat]]></category>
		<category><![CDATA[FAU Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Kämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Demo]]></category>
		<category><![CDATA[Recht auf Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Gegen Verdrängung. Mieten stoppen. Eine Stadt für Alle. Demonstration am 29.10.2011 für eine sozial-gerechte und ökologische Perspektive &#124; 14 Uhr Bertoldsbrunnen „Freiburg ist so teuer, weil es attraktiv ist, sorry, das ist eben Marktwirtschaft“ (Badische Zeitung vom 18. April 2011). So sieht der grüne Oberbürgermeister Salomon „seine“ Stadt&#8230; Doch in... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2011/10/12/demo-wem-gehoert-die-stadt-29-10-11-14-uhr-bertoldsbrunnen/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2016/03/WemgehoertdieStadt.jpg" rel="attachment wp-att-367"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-367 alignleft" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2016/03/WemgehoertdieStadt-212x300.jpg" alt="WemgehoertdieStadt" width="212" height="300" /></a>Gegen Verdrängung. Mieten stoppen. Eine Stadt für Alle.</p>
<p><b>Demonstration am 29.10.2011 für eine sozial-gerechte und ökologische Perspektive | 14 Uhr Bertoldsbrunnen</b></p>
<p><i>„Freiburg ist so teuer, weil es attraktiv ist, sorry, das ist eben Marktwirtschaft“ (Badische Zeitung vom 18. April 2011).</i><br />
So sieht der grüne Oberbürgermeister Salomon „seine“ Stadt&#8230;</p>
<p>Doch in einer marktwirtschaftlich organisierten Stadt ist kein Platz für alle: Der öffentliche Raum wird kommerzialisiert und überwacht, der Nahverkehr wird teurer, Mieten steigen und Menschen mit geringem Einkommen werden an den Stadtrand oder ins Umland verbannt. So greift das Prinzip der Verdrängung, wissenschaftlich auch Gentrifizierung genannt, um sich: Studis, Azubis, Alleinerziehende, Renter_innen, Migrant_innen, Alternative und Hartz IV-Empfänger_innen müssen in Freiburg ebenso wie in anderen Städten den Besserverdienenden weichen.</p>
<p><span id="more-368"></span>Immobilienmakler_innen, Grundstücksbesitzer_innen, Vermieter_innen, Stadtverwaltung, Stadtbau und die schwarz-grüne Gemeinderatsmehrheit sorgen mit Bebauungsplänen, Verkauf und Luxussanierung für den reibungslosen Ablauf der „Aufwertung“ und für die daraus resultierende Verdrängung. Wo sich die Menschen dieser Entwicklung nicht fügen, folgt juristische und polizeiliche Gewalt. Ökologische Maßnahmen werden derweil gegen soziale Bedürfnisse ausgespielt, wenn Gebäude als Wohlfühlprodukte vermarktet werden, wie es sich in den zahlreichen neu gebauten oder voll sanierten Passiv-Häusern wiederspiegelt. Durch die ständigen Mieterhöhungen, die viel zu niedrigen Löhne und Hartz IV-Sätze entsteht eine ständige Angst vor dem Verlust der Wohnung. Die Lebensqualität in der „Wohlfühl-Green City“ hängt vom Geldbeutel ab.</p>
<p><b>Green City – ein Blendungsversuch</b><br />
„Green City“ hat sich als positiv besetztes Schlagwort innerhalb kurzer Zeit eingebürgert. Der Begriff ist Teil einer Marketing-Kampagne um Freiburg als vorbildlichen „Ökostandort“ in der Städtekonkurrenz zu positionieren. Alle, die es sich leisten können auf der neuen grünen Welle zu surfen, sollen angezogen werden: Akademiker_innen, Unternehmen, Investor_innen und Tourist_innen. Mit der „Green City“ ist letztendlich der Ansatz eines „grünen Kapitalismus“ gemeint, dessen Prinzip der Gewinnmaximierung dennoch im Gegensatz zu den Bedürfnissen der Menschen steht. Auch ein „grüner Kapitalismus“ basiert auf Wachstum und Verdrängung. Eine sozial-ökologische Perspektive muss dagegen ein Ende der Wachstumsideologie und einen freien Zugang zu allen gesellschaftlichen Ressourcen (wie z.B. Wohnraum, Nahverkehr, Bildung, Gesundheit, Lebensmittel, …) beinhalten.</p>
<p><b>Verdrängung aktuell</b><br />
Der Wohnungsmarkt orientiert sich an Verwertungsinteressen und nicht an den Bedürfnissen der Menschen. Eine zur Spekulation leerstehende Wohnung ist häufig lukrativer, als ihre günstige Vermietung. Während in Freiburg gegenwärtig hunderte Wohnungen leerstehen, sind etwa 700 Menschen wohnungslos. Doch auch diejenigen, die in einer Wohnung wohnen, sind Verdrängungsprozessen ausgesetzt. Aus der Vielzahl der aktuellen Ereignisse in Freiburg wollen wir drei Beispiele herausgreifen.</p>
<p>Im Quartier westlich der Merzhauser Straße, welches bis jetzt noch Bewohner_innen quer durch alle sozialen Schichten beherbergt, werden gegenwärtig Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt. Der Stadtteil liegt relativ nahe an der Innenstadt und wird inzwischen für ein finanzstarkes Klientel attraktiv. Während die hier beteiligten Immobilienfirmen aus den Häusern einen höheren Profit erwirtschaften wollen, müssen die heutigen Bewohner_innen weichen. Diese Verdrängung geht mit einer symbolträchtigen Geste einher: Balkone an den Gebäuden werden nur den finanzstarken Haushalten zur Verfügung gestellt, Zäune quer durch Grünflächen zeigen ganz sinnbildlich den Ausschluss aus zuvor öffentlichem Raum. Am Beispiel des Quartiers lassen sich auch die schleichenden Prozesse der Gentrifizierung beobachten: die aktuell dem Verdrängungsprozess ausgesetzten WGs, in denen mehrheitlich Studierende wohnen, waren ihrerseits die (ungewollten) „Gewinner“ der Verdrängung von Migrant_innen und Hartz IV-Empfänger_innen. Ein Mangel an günstigem Wohnraum führt dazu, dass finanzschwache Gruppen gegeneinander ausgespielt werden.</p>
<p>Die Auseinandersetzung um den Wagenplatz „Kommando Rhino“, die zuletzt in der lokalen Presse hohe Wogen geschlagen hat, zeigt eine weitere Seite städtischer Verdrängung. Der „umkämpfte“ Platz M1 stellt das Tor zum Vauban dar, ein Stadtteil, der in der „Green City“-Propaganda eine hervorgehobene Rolle spielt. Hier treffen ganz direkt grüne Verwertungsinteressen (Hotel-, Gewerbe- und Wohnraum im Sinne des „Green Business“) auf nicht-kommerzielle, alternative Wohnformen. Bauwagenleben als eine günstige, ökologische und mobile Alternative zum Wohnen in Häusern bekommt in Freiburg nicht den Raum, der allen anderen immobilen Wohnformen zugestanden wird. Frei nach dem Motto: Prekär Wohnen ja, aber dann bitte renditeträchtig zur Miete.</p>
<p>In der Johann-Sebastian-Bachstraße in Herdern und im Metzgergrün im Stühlinger spielen sich gerade – obwohl in zwei geradezu gegensätzlichen Stadtteilen gelegen – ähnliche Szenarien ab: Gebäude, die bislang der Stadtbau gehören und so formell dem Anspruch an soziales Wohnen genügen sollen, werden saniert und privatisiert, um höhere Gewinne zu garantieren. Hier tritt die Stadt direkt als Akteurin in Erscheinung und treibt die Verdrängung voran.</p>
<p>Die Mittel der Verdrängung sind vielseitig: Nicht geöffnete Balkon-Zugänge, Zäune quer durch zuvor gemeinschaftlich genutzte Gärten, Kinderspielverbote in Grünanlagen, Luxussanierungen, Mieterhöhungen, Kündigungen, Abfindungszahlungen bis hin zu gewaltsamen polizeilichen Räumungen resistenter Bewohner_innen. Zwang besteht immer. Es hängt nur vom Widerstand der Bewohner_innen ab, ob die „unsichtbare Hand des Marktes“ im Stillen agieren kann oder ob Konflikte wie die spektakuläre Räumung einer Wagenburg oder ein Bürger_innen-Entscheid um den Verkauf Städtischer Wohnungen öffentlich ausgetragen werden.</p>
<p><b>Die Akteure der Verdrängung</b><br />
Die aktuelle Entwicklung in Freiburg kann eingeordnet werden in die Idee der „Unternehmerischen Stadt“. Städte mit ihren sozialen Funktionen werden der Marktwirtschaft unterworfen – und dieser Prozess mit Marketing-Kampagnen begleitet, um den Bewohner_innen trotz faktischem Ausschluss weiterhin eine Identifizierung mit „ihrer“ Stadt („Green City“) zu ermöglichen. In Zeiten der Wirtschaftskrise wird viel Geld in sogenanntes „Betongold“ (Häuser) investiert. Um Gewinn zu erwirtschaften muss der Wert der Häuser gesteigert werden, was den Prozess der Verdrängung verstärkt. Die Immobilienmakler_innen und Grundstücksbesitzer_innen versuchen ihre Profite zu maximieren. Stadtverwaltung, Gemeinderat und Polizei sorgen dafür, dass ihnen dabei keine Steine im Weg liegen. Denn in der Standortkonkurrenz um die investitionsfreundlichste Stadt möchte Freiburg ganz vorne liegen. Diesem Vorhaben fällt eine soziale Stadtpolitik zum Opfer. In der Analyse können wir uns also dem Oberbürgermeister nur anschließen: das ist eben Marktwirtschaft… Die Konfliktlinie verläuft an genau dieser Frage: wollen wir eine Stadt der Rendite oder eine Stadt entsprechend der Bedürfnisse ihrer Bewohner_innen? Beides zusammen gibt es nicht – auch wenn die Idee der „Green City“ es uns vormachen will. Der grüne Kapitalismus ist eine Lüge!</p>
<p><b>Wem gehört die Stadt?</b><br />
Was in Freiburg passiert, geht alle an. Die Umstrukturierung der Stadt darf nicht eine Sache von Kapitalinteressen sein, sondern muss sich an den Bedürfnissen aller Bewohner_innen orientieren. Dafür brauchen wir organisierte Mieter_innen-Zusammenschlüsse, Freiräume für unkommerzielles Wohnen und Leben, Soziale Zentren und basisdemokratische Stadtteilorganisation.<br />
Wir brauchen Platz und Gelegenheiten für gemeinsame Treffpunkte, Diskussionen, Feste und Kulturveranstaltungen. Orte an denen nicht schon im Vorhinein festgelegt ist, wie wir uns zu verhalten haben. Orte an denen kein ökonomischer Druck und keine autoritäre Aufsicht existiert. Orte für die in einer „Green City“ kein Platz ist: Räume für Nachbarschaftstreffen, offene Gärten, nicht-eingezäunte Spielgelegenheiten für Kinder, soziale Zentren, Wagenplätze…<br />
Das Recht auf Stadt wird nicht verschenkt – wir müssen es uns erkämpfen.</p>
<p><b>Wir lassen uns nicht verdrängen – Freiburg muss Risikokapital werden!</b></p>
<p><a href="http://linksunten.indymedia.org/node/46424">Kampagne “Deconstructing Green City”</a></p>
<table width="100%" cellspacing="3" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td>
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="1">
<tbody>
<tr bgcolor="black">
<td align="left">
<table border="0" width="100%" cellspacing="0" cellpadding="2">
<tbody>
<tr bgcolor="black">
<td colspan="3" align="center" nowrap="nowrap"><span style="color: white"><b>MIETERHÖHUNG und GENTRIFIZIERUNG?</b></span></td>
</tr>
<tr bgcolor="white">
<td></td>
<td colspan="1">
<table cellspacing="7" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top"><img decoding="async" src="http://www.fau.org/ortsgruppen/freiburg/art_111018-003229/grafik/bc_art.gif" alt="" /></td>
<td><a href="https://freiburg.fau.org/2011/05/16/mieterhoehung-und-gentrifizierung-fuck-that-shit-kommunales-eigentumanti-privatisierung-allein-schuetzt-vor-mietsteigerungen-nicht/">MIETERHÖHUNG und GENTRIFIZIERUNG? Kommunales Eigentum/Anti-Privatisierung allein, schützt vor Mietsteigerungen nicht! Flugblatt als .pdf</a> <a href="http://linksunten.indymedia.org/de/audio/download/49493/376660914e.mp3">FAU-Redebeitrag als mp3</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="http://linksunten.indymedia.org/de/audio/download/49493/376660914e.mp3" length="178" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Einladung zur Bürgerversammlung &#124; 17.09.2011 &#124; 16 Uhr</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2011/08/25/einladung-zur-buergerversammlung-17-09-2011-16-uhr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 10:24:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FAU Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Kämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Recht auf Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Aufgrund -von Verdrängungen von ärmeren Bevölkerungsteilen -der Aufhebung des Bürgerentscheids vom November 2006 durch den Gemeinderat im Mai 2011 -von hohen Mietpreisen auch in Stadtwohnungen und den vielfältigen Problemen, die dies für die Freiburger Bürger und Bürgerinnen mit sich bringt, lädt „Echte Demokratie Jetzt! Freiburg“ zur ersten Bürgerversammlung zum Thema... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2011/08/25/einladung-zur-buergerversammlung-17-09-2011-16-uhr/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2011/08/MietenStop.png" rel="attachment wp-att-348"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-348 alignleft" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2011/08/MietenStop.png" alt="MietenStop" width="150" height="150" /></a>Aufgrund<br />
-von Verdrängungen von ärmeren Bevölkerungsteilen<br />
-der Aufhebung des Bürgerentscheids vom November 2006 durch den Gemeinderat im Mai 2011<br />
-von hohen Mietpreisen auch in Stadtwohnungen</p>
<p>und den vielfältigen Problemen, die dies für die Freiburger Bürger und Bürgerinnen mit sich bringt, lädt „Echte Demokratie Jetzt! Freiburg“ zur ersten Bürgerversammlung zum Thema Wohnen und Mieten ein!</p>
<p>Erfahrungen und Probleme zum Thema Mietpreise, Segregation der Stadtteile nach Einkommen uvm. kann in einem für jede/n offen zugänglichen Forum ausgetauscht werden!<br />
Gemeinsam können wir Strategien und Ideen entwickeln, wie diese Probleme angegangen werden können.<br />
Unbürokratisch, unhierarchisch, direkt!</p>
<p>Sa, 17.09.2011 16 Uhr Augustinerplatz</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
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