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	<title>Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit (aks Freiburg) &#8211; FAU Freiburg</title>
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	<title>Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit (aks Freiburg) &#8211; FAU Freiburg</title>
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		<title>Zurück zur vollen Tarifweitergabe! &#8211; Stellungnahme des Freiburger Solidaritätsbündnis SuE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[faufreiburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Dec 2022 11:43:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Folgend die Stellungsnahme des Freiburger Solidaritätsbündnis Sozial- und Erziehungsdienst zum Antwortwortschreiben von Bürgermeisterin Buchheit auf unseren Offenen Brief. Presse: BZ Für Tarifweitergabe (23.12.22) Stellungnahme des Freiburger Solidaritaetsbuendnis Sozial- und Erziehungsdienst Wie bereits in unserem Offenen Brief formuliert, begrüßen wir generell, dass die Zuschüsse zukünftig nicht weiter eingefroren werden. Wir gehen... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2022/12/23/zurueck-zur-vollen-tarifweitergabe-stellungnahme-des-freiburger-solidaritaetsbuendnis-sue/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2022/12/cropped-buendnislogo_sue_web.geaendert.webp"><img decoding="async" class=" wp-image-2695 alignright" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2022/12/cropped-buendnislogo_sue_web.geaendert-300x123.webp" alt="" width="320" height="131" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2022/12/cropped-buendnislogo_sue_web.geaendert-300x123.webp 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2022/12/cropped-buendnislogo_sue_web.geaendert-1024x421.webp 1024w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2022/12/cropped-buendnislogo_sue_web.geaendert-768x316.webp 768w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2022/12/cropped-buendnislogo_sue_web.geaendert-852x350.webp 852w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2022/12/cropped-buendnislogo_sue_web.geaendert-150x62.webp 150w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2022/12/cropped-buendnislogo_sue_web.geaendert.webp 1280w" sizes="(max-width: 320px) 100vw, 320px" /></a>Folgend die Stellungsnahme des <a href="https://solibuendnissuefreiburg.wordpress.com/">Freiburger Solidaritätsbündnis Sozial- und Erziehungsdienst</a> zum Antwortwortschreiben von Bürgermeisterin Buchheit auf unseren Offenen Brief.</p>
<p>Presse:</p>
<ul>
<li>BZ <a href="https://www.badische-zeitung.de/fuer-tarifweitergabe">Für Tarifweitergabe</a> (23.12.22)</li>
</ul>
<hr />
<p><strong>Stellungnahme des Freiburger Solidaritaetsbuendnis Sozial- und Erziehungsdienst<br />
</strong></p>
<p>Wie bereits in unserem <a href="https://solibuendnissuefreiburg.wordpress.com/2022/07/15/offener-brief-zur-ruckkehr-der-tarifweitergabe/">Offenen Brief</a> formuliert, begrüßen wir generell, dass die Zuschüsse zukünftig nicht weiter eingefroren werden. Wir gehen davon aus, dass der vielfältige Protest zu dieser Entscheidung beigetragen hat. Allerdings halten wir es für erforderlich, dass die zukünftige Erhöhung der Zuschüsse die Tarifsteigerungen vollumfänglich abbilden müssen und die vorgenommenen Kürzungen für 2021/2022 rückwirkend erstattet werden.<span id="more-2694"></span></p>
<p><a href="https://solibuendnissuefreiburg.files.wordpress.com/2022/12/2022-10-05_ae_solibuendnis-sue_tarifweitergabe-002.pdf">Sie schreiben selbst</a>, dass zwar die Tarifsteigerung von 1,8 % aus 2022 ab 2023 an die Träger:innen weitergegeben werden, jedoch die Tarifsteigerung aus 2021 weiterhin nicht berücksichtigt werden. Damit müssen Träger:innen auch zukünftig mit einem dauerhaften Defizit wirtschaften, was sehr wohl bei zukünftigen Steigerungen einen negativen Zinseszinseffekt mit sich bringt. Auch müssen die Träger:innen die ab Juli 2022 vereinbarte SuE-Zulage sowie die Höhergruppierungen in einzelnen Bereichen in 2022 aus eigenen Mitteln stemmen. Darüber hinaus soll die Anpassung der Stufenlaufzeiten, die im Oktober 2024 wirksam werden, laut Ihrem Schreiben erst im darauf folgenden Doppelhaushalt 2025/26 debattiert werden. Das heißt im Klartext, dass auch in 2024 entstehende Kosten bei den Trägern:innen hängen bleiben.</p>
<p>Daß zudem der zu erwartende Tarifabschluss für 2023 mit 2,5 % angesetzt wird, ist angesichts der aktuellen Inflation von 10 % entweder ein Wunschtraum aus einem kommunalen Arbeitgebermärchen oder soll bereits jetzt deutlich machen, dass mit sehr harten Tarifauseinandersetzungen zu rechnen ist. Diesen Ball nehmen wir als Soli-Bündnis gerne auf.</p>
<p>In den Kitas bleiben die Verfügungszeiten weiterhin gekürzt, was zu dauerhafter Arbeitszeitverdichtung und Überlastung der Fachkräfte führt. Dabei braucht es mehr Personal und kleinere Gruppen, um den Beruf wieder attraktiv zu machen. Wir befürchten, dass mit dieser Politik immer mehr Fachkräfte das Arbeitsfeld verlassen.<br />
Bereits jetzt zeigt sich, dass in den Kitas Eltern und Fachkräfte gegeneinander ausgespielt werden. Wir plädieren dafür, Vermögende und Krisengewinner:innen höher zu besteuern, um eine ausreichende Ausstattung der Kitas und andere Soziale Dienste finanzieren zu können.</p>
<p>Wir wehren uns dagegen, dass unsere Arbeitsbedingungen sowie die Qualität der Arbeit durch die Beibehaltung der Kürzungen weiter verschlechtert werden. Deshalb müssen sich die vollständige Weitergabe der Tariferhöhungen sowie die Rücknahme der Kürzung der Verfügungszeit in der aktuellen Doppelhaushaltsdebatte wieder finden.</p>
<p>Denn inzwischen sprudelt der Freiburger Haushalt wieder. Damit hat sich die damalige Argumentation der Gemeinderatsmehrheit zur Kürzungspolitik im Sozialbereich erübrigt.<br />
Diese Argumentation war aus unserer Sicht damals schon falsch und ist es jetzt um so mehr. Deshalb braucht es jetzt einen Ausbau der sozialen Infrastruktur.</p>
<p>Die Krise trifft unsere Zielgruppen am stärksten, die auf eine gute soziale Infrastruktur angewiesen sind. Die beibehaltenen Kürzungen verschärfen die Situation dieser Menschen und der Fachkräfte, die sie unterstützen. Mit ihrer aktuellen Politik macht die Stadt Freiburg deutlich, wer für die Krise zahlen soll – die Menschen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf, die Eltern von Kitakindern sowie die Fachkräfte im Sozial- und Erziehungsdienst.</p>
<p>Als Sozialarbeitende und Erzieher:innen verwehren uns weiterhin einer Logik, die Kürzungen im Sozial- und Erziehungsbereich als legitim ansieht, sobald die Haushaltslage angespannt ist. Wir und die Menschen, mit denen wir arbeiten (Kinder, Wohnungslose, von Armut Betroffene etc.) sind keine Verfügungsmasse für die Haushaltssanierung. Es bleibt dabei:</p>
<ul>
<li>Wir sagen nein zu einer Kürzungspolitik, die auf dem Rücken von uns Beschäftigten ausgetragen wird</li>
<li>Wir sagen nein zu einer Kürzungspolitik, die zum Nachteil aller Menschen ist, die auf eine gute soziale Infrastruktur angewiesen sind</li>
<li>Wir fordern: Ja, zur Tariftreue der Stadt Freiburg und der Träger:in</li>
<li>Wir fordern: Holt euch das Geld bei den reichsten zehn Prozent der Bevölkerung (sie besitzen zwei Drittel des Vermögens)</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kundgebung: Die Steuern fließen, die Kürzungen im Sozialbereich sollen aber bleiben? Nicht mit uns!</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2022/03/30/die-steuern-fliessen-die-kuerzungen-im-sozialbereich-sollen-aber-bleiben-nicht-mit-uns/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2022 08:28:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Aktualisierung: 05.04.2022 &#124; Im Gemeinderat wurden die Kürzungen im Sozial- und Kulturbereich durchgewunken. 15 Stimmen waren gegen die Kürzung. 27 Stimmen von den Grünen, SPD, CDU und FDP wollen weiter das die Verfügungszeit in den Kitas gekürzt bleiben und die Tarifsteigerungen im Sozial- und Kulturbereich nicht mehr weiter gegeben werden.... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2022/03/30/die-steuern-fliessen-die-kuerzungen-im-sozialbereich-sollen-aber-bleiben-nicht-mit-uns/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class=" wp-image-2148 alignleft" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/12/IMG_20210322_143444-300x225.jpeg" alt="" width="248" height="186" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/12/IMG_20210322_143444-300x225.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/12/IMG_20210322_143444.jpeg 533w" sizes="(max-width: 248px) 100vw, 248px" /></p>
<p>Aktualisierung: 05.04.2022 | Im Gemeinderat wurden die Kürzungen im Sozial- und Kulturbereich durchgewunken. 15 Stimmen waren gegen die Kürzung. 27 Stimmen von den Grünen, SPD, CDU und FDP wollen weiter das die <a href="https://solibuendnissuefreiburg.wordpress.com/2021/12/15/reden-und-presse-zur-kundgebung-weg-mit-den-kurzungen-im-sozialbereich/#3">Verfügungszeit</a> in den Kitas gekürzt bleiben und die Tarifsteigerungen im Sozial- und Kulturbereich nicht mehr weiter gegeben werden.<br />
Auch nach der Entscheidung freuen sich die Entscheider:innen bestimmt über <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/2021/04/09/email-aktion-an-gemeinderat-nicht-auf-unserem-rucken-gegen-die-einsparungen-im-sozial-und-erziehungsbereich/">Kommentare</a></p>
<p><strong>Kundgebung vor der Gemeinderatssitzung</strong><br />
<strong>05.04.2022 | 15:00 Uhr | Bürgerhaus Zähringen (Lameystraße 2)</strong></p>
<p>Als FAU Freiburg unterstützen wir den Aufruf des <a href="https://solibuendnissuefreiburg.wordpress.com/">Solibündnis Sozial- und Erziehungsdienst Freiburg</a>:</p>
<p>Im Frühjahr 2021 hat der Gemeinderat dem Drängen der Stadtverwaltung nachgegeben und beschlossen künftige Tariferhöhungen nicht mehr via <a href="https://solibuendnissuefreiburg.wordpress.com/tag/tarifweitergabe/">Zuschusserhöhung an die freien Träger im Sozial- und Erziehungsbereich weiterzugeben</a>. Zudem wurden die Gelder für die Tariferhöhung auch nicht an die Ämter der Stadt Freiburg und ihre Eigenbetriebe weitergegeben. Außerdem wurden in den Kindertageseinrichtungen die <a href="https://solibuendnissuefreiburg.wordpress.com/2021/12/15/reden-und-presse-zur-kundgebung-weg-mit-den-kurzungen-im-sozialbereich/#3">Verfügungszeiten</a> (Arbeit, die nicht am Kind stattfindet) gekürzt. Begründet wurden alle diese Kürzungen mit angeblich drohenden Steuereinnahmeverlusten aufgrund der Corona-Pandemie.</p>
<p><strong>Schon damals war es ein Skandal, dass ausgerechnet im, zu Anfang der Pandemie noch „beklatschten“, Sozial- und Erziehungsbereich gekürzt wird. </strong><br />
Nun aber verzeichnet die Stadt Freiburg Steuereinnahmen in Rekordhöhe! Für das Jahr 2021 sind es rund <a href="https://rdl.de/beitrag/oops-mal-wieder-sprudelten-54-mio-mehreinnahmen-2021-die-stadtkasse">54.000.000 € mehr als erwartet</a>! Auch 2022 wird mit Mehrerträgen gerechnet! Und trotzdem wird vom Gemeinderat an den Kürzungen im Sozialbereich festgehalten.<span id="more-2246"></span></p>
<p><strong>Für uns Beschäftigte ist das mehr als unverständlich!</strong><br />
Kolleg:innen haben die Folgen dieser Politik ja schon eindrücklich beschrieben: Keine Lohnerhöhungen bei den freien Trägern – bei steigenden Lebenshaltungskosten – und Arbeitsverdichtung bei mehr Aufgaben. Gewisse Bereiche der Sozialarbeit und des Erziehungswesens werden auch durch den Ukraine-Krieg und die vielen Geflüchteten stärker benötigt als je zuvor.</p>
<p>Anstatt wie in den letzten Jahrzehnten immer wieder bei jeder Krise den Sozial- und Kulturbereich zu kürzen, muss die soziale Infrastruktur besser finanziert und an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet werden.<br />
<strong>– Wir sagen nein zu einer Kürzungspolitik, die auf dem Rücken von uns Beschäftigten ausgetragen wird!<br />
– Wir sagen nein zu einer Kürzungspolitik, die zum Nachteil aller Menschen ist, die auf eine gute soziale Infrastruktur angewiesen sind!<br />
– Wir fordern: Ja, zur Tariftreue der Stadt Freiburg und der Träger!<br />
– Wir fordern: Holt euch das Geld bei den reichsten zehn Prozent der Bevölkerung (sie besitzen zwei Drittel des Vermögens)!</strong></p>
<p>Daher kommt zur Kundgebung!</p>
<p>Auch unsere <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/2021/04/09/email-aktion-an-gemeinderat-nicht-auf-unserem-rucken-gegen-die-einsparungen-im-sozial-und-erziehungsbereich/">Email/Leser:innen-Brief-Aktion</a> hat weiterhin Gültigkeit. Nutzt auch sonst alle weitere Kanäle, die ihr habt.</p>
<p>Zudem erneuern wir unsere <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/2020/12/10/offener-brief-fur-die-weitergabe-der-tariferhohung-an-die-beschaftigten-im-sozial-und-erziehungsdienst/">Forderungen aus dem offenen Brief</a> gegen die Kürzungen</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Streik und Protest am 8. März!</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2022/03/02/streik-und-protest-am-8-maerz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufreiburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2022 09:50:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der 8. März ist der internationale Frauen*kampftag. Auf der ganzen Welt gehen feministische und queere Gruppen auf die Straße um für ihre Rechte einzustehen und gegen patriarchale Herrschaft zu demonstrieren. In diesem Jahr wird es neben der jährlichen großen feministischen Demonstration, eine kämpferische Mittagspause und einen Streik im Sozial- und... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2022/03/02/streik-und-protest-am-8-maerz/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/02/8mbannerklein-300x292-1.png"><img decoding="async" class="wp-image-1869 alignleft" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/02/8mbannerklein-300x292-1.png" alt="" width="206" height="201" /></a>Der 8. März ist der internationale Frauen*kampftag. Auf der ganzen Welt gehen feministische und queere Gruppen auf die Straße um für ihre Rechte einzustehen und gegen patriarchale Herrschaft zu demonstrieren.</p>
<p>In diesem Jahr wird es neben der jährlichen großen feministischen Demonstration, eine kämpferische Mittagspause und einen Streik im Sozial- und Erziehungsdienst geben. Die FAU Freiburg ruft ihre Mitglieder zur aktiven Teilnahme an diesen Aktionen auf!</p>
<p>Bitte tragt eine FFP2 Maske und achtet auf ausreichende Abstände.</p>
<p>Als FAU Freiburg sind wir zudem Teil des <a href="https://solibuendnissuefreiburg.wordpress.com/">„Solidaritätsbündnis Sozial- und Erziehungsdienst Freiburg – Care Arbeit in Bewegung“</a>.<span id="more-2216"></span></p>
<hr />
<p><strong>Termine am 8. März in Freiburg</strong></p>
<p>11:55 Uhr | <a href="https://fstreikfreiburg.files.wordpress.com/2022/02/flyer-kaempferische-mittagspause.pdf">Kämpferische Mittagspause</a> | Platz der alten Synagoge bzw. Arbeitsplatz</p>
<p>12:00 &#8211; 14:00 Uhr | Kundgebung und Musik &#8222;Überlastet &#8211; Ungesehen &#8211; Un(ter)bezahlt &#8211; wir streiken! Bezahlte und unbezahlte Sorgearbeit sichtbar machen!&#8220; | Platz der alten Synagoge</p>
<p>14:00 Uhr | Sozial- und Erziehungsdienst Streik-Demonstration | Platz der alten Synagoge</p>
<p>15:00 Uhr | Sozial- und Erziehungsdienst Streik-Kundgebung | Platz der alten Synagoge</p>
<p>16:00 Uhr | <a href="https://tacker.fr/node/9587">Demonstration zum internationalen feministischen Kampftag</a> | Platz der alten Synagoge</p>
<hr />
<p><strong>Materialien zum 8. März</strong></p>
<p>Streiken ist unser gutes Recht! – <a href="https://www.fau.org/materialien/uploads/streikrechtmerkblatt_a6_druck-pdf_neu.pdf">Streikrechtsbroschüre der FAU</a></p>
<p><a href="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2022/03/Freie-Traeger-Sozial-Flyer.pdf">Flugblatt</a> für Beschäftigte der freien Träger (Soziale Arbeit)</p>
<p><a href="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2022/03/Freie-Traeger-Erziehung-Flyer.pdf">Flugblatt</a> für Beschäftigte der freien Träger (Erzieher:innen)</p>
<p><a href="https://freiburg.fau.org/2022/02/01/seit-februar-finden-die-tarifauseinandersetzungen-im-sozial-und-erziehungsdienst-statt/">Flugblatt</a> der FAU Region Süd zur SuE Tarifauseinandersetzung 2022</p>
<p class="moz-quote-pre"><a href="https://frauenstreik.org/wp-content/uploads/2019/02/8m-broschuere-streikaktionsformen.pdf">Broschüre</a> zu Streik und Aktionsformen des Frauen*streik Netzwerkes</p>
<p class="moz-quote-pre"><a href="https://frauenstreik.org/wp-content/uploads/2018/12/unbezahlte-Arbeit.pdf">Ideen</a> zum bestreiken von unbezahlter Arbeit (Hausarbeit, Pflege, Kinderbetreuung)</p>
<p class="moz-quote-pre">Ideensammlung der <a href="https://dd.fau.org/2021/02/06/aufruf-streik-am-8-maerz-2021-nicht-zurueck-zum-normalzustand/">FAU Dresden</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kundgebung: Weg mit den Kürzungen im Sozialbereich!</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2021/12/10/weg-mit-den-kuerzungen-im-sozialbereich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Dec 2021 12:58:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als FAU Freiburg unterstützen wir den Aufruf des Solibündnis Sozial- und Erziehungsdienst Freiburg: Wir rufen alle Beschäftigte des Sozial- und Erziehungswesens und alle Nutzer:innen der vielfältigen sozialen Infrastruktur auf, vor der Gemeinderatssitzung am 14. Dezember um 15:30 Uhr ihren Protest mit uns auf die Straße zu tragen! Kundgebung vor der... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2021/12/10/weg-mit-den-kuerzungen-im-sozialbereich/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/12/IMG_1548pix.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2161 alignleft" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/12/IMG_1548pix-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/12/IMG_1548pix-300x225.jpg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/12/IMG_1548pix-1024x768.jpg 1024w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/12/IMG_1548pix-768x576.jpg 768w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/12/IMG_1548pix-1536x1152.jpg 1536w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/12/IMG_1548pix.jpg 2016w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Als FAU Freiburg unterstützen wir den Aufruf des <a href="https://solibuendnissuefreiburg.wordpress.com/">Solibündnis Sozial- und Erziehungsdienst Freiburg</a>:</p>
<p><strong>Wir rufen alle Beschäftigte des Sozial- und Erziehungswesens und alle Nutzer:innen der vielfältigen sozialen Infrastruktur auf, vor der Gemeinderatssitzung am 14. Dezember um 15:30 Uhr ihren Protest mit uns auf die Straße zu tragen!</strong></p>
<p><strong><em>Kundgebung vor der Gemeinderatssitzung | 14. Dezember | 15:30 Uhr | Bürgerhaus Zähringen (Lameystraße 2)</em></strong></p>
<p>Presseübersicht: rdl.de (15.12.23021) | <a href="https://rdl.de/beitrag/schlag-ins-gesicht-stadt-wertet-soziale-und-erziehungsarbeit-weiterhin-ab">Kundgebung vor der Gemeinderatssitzung &#8222;Schlag ins Gesicht&#8220; &#8211; Stadt wertet Soziale- und Erziehungsarbeit weiterhin ab</a></p>
<p>Im April 2021 hat eine Mehrheit des Freiburger Gemeinderates beschlossen die Tariferhöhungen nicht – wie sonst üblich – via Zuschusserhöhung an die freien Träger im Sozial- und Erziehungsbereich weiterzugeben. Zudem wurden auch die Gelder für die Tariferhöhung nicht an die Ämter der Stadt Freiburg und ihre Eigenbetriebe weitergegeben. Die Tariferhöhung selbst wurde den kommunalen Beschäftigten aber gewährt.</p>
<p>[siehe hier: <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/2020/12/10/offener-brief-fur-die-weitergabe-der-tariferhohung-an-die-beschaftigten-im-sozial-und-erziehungsdienst/">1</a> | <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/2021/03/07/kundgebung-nicht-auf-unserem-rucken-keine-einsparungen-im-sozial-und-erziehungsbereich/">2</a> | <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/2021/03/17/pm-beschaftigte-wehren-sich-nicht-auf-unserem-rucken-kundgebung-gegen-die-geplanten-einsparungen-im-sozial-und-erziehungsbereich/">3</a> | <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/2021/04/09/email-aktion-an-gemeinderat-nicht-auf-unserem-rucken-gegen-die-einsparungen-im-sozial-und-erziehungsbereich/">4</a>] <span id="more-2151"></span></p>
<p>Für Beschäftigte bei den freien Trägern bedeutete dies keine Lohnerhöhungen oder – wenn der Träger die Erhöhung aus eigener Tasche finanzierte – oft eine Arbeitsverdichtung durch Nicht-Besetzung von Stellen oder weniger Zeit für mehr Aufgaben.</p>
<p>Für die kommunal Beschäftigten war die Folge oft eine Arbeitsverdichtung – eben weil die Kürzungen kompensiert werden mussten.</p>
<p>Auch wurden die Verfügungszeiten (Arbeit, die nicht am Kind stattfindet) in den Kindertageseinrichtungen gekürzt.</p>
<p>Begründet wurde die damalige Kürzung mit zwingend notwendigen Einsparungen aufgrund den Folgen der Corona-Pandemie.</p>
<p>Laut einem Artikel der Badischen Zeitung vom 6.12.2021 hat die Stadt Freiburg aber aktuell „unerwartete“ Einnahmen: Sowohl höhere Einnahmen aus der Gewerbesteuer, als auch höhere Zuweisungen aus Einkommens- und Umsatzsteuer, sowie insgesamt weniger  Ausgaben im Investitionshaushalt.</p>
<p>Die ursprüngliche Argumentation, dass in jedem Fall gespart werden müsse, ist kaum mehr zu halten. Und auch damals war es schon ein Skandal, dass ausgerechnet im, zu Anfang der Pandemie noch „beklatschten“, Sozial- und Erziehungsbereich gekürzt wird.</p>
<p>Wir fordern deshalb:</p>
<p><strong>Rücknahme des Gemeinderatsbeschlusses und Rücknahme aller Kürzungen!</strong></p>
<p>Zudem erneuern wir unsere Forderungen aus dem <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/2020/12/10/offener-brief-fur-die-weitergabe-der-tariferhohung-an-die-beschaftigten-im-sozial-und-erziehungsdienst/">offenen Brief gegen die Kürzungen</a>:</p>
<p><strong>– <em>Wir sagen NEIN zu einer Kürzungspolitik, die auf dem Rücken von uns Beschäftigten ausgetragen wird</em></strong><br />
<strong><em>– Wir sagen NEIN zu einer Kürzungspolitik, die zum Nachteil aller Menschen ist, die auf eine gute soziale Infrastruktur angewiesen sind</em></strong><br />
<strong><em>– Wir fordern: JA, zur Tariftreue der Stadt Freiburg und der Träger</em></strong><br />
<strong><em>– Wir fordern: Holt euch das Geld bei den reichsten zehn Prozent der Bevölkerung, sie besitzen zwei Drittel des Vermögens</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>PM: FAU Freiburg wendet sich mit Kundgebung gegen geplante Einsparungen im Sozial- und Erziehungsbereich</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2021/03/19/pm-fau-freiburg-wendet-sich-mit-kundgebung-gegen-geplante-einsparungen-im-sozial-und-erziehungsbereich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2021 21:08:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Basisgewerkschaft FAU Freiburg kritisiert die Pläne der Stadtverwaltung mitsamt erstem Bürgermeister Ulrich von Kirchbach die Lohnerhöhungen durch den letzten Tarifabschluss im öffentlichen Dienst nicht an die freien Träger weiterzugeben. Zusammen mit anderen Gruppierungen und Gewerkschaften ruft sie am 22. März unter dem Motto „Nicht auf unserem Rücken! Keine Einsparungen... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2021/03/19/pm-fau-freiburg-wendet-sich-mit-kundgebung-gegen-geplante-einsparungen-im-sozial-und-erziehungsbereich/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1880 alignleft" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/03/Aktion-Zaehringen-22_3-300x150.jpeg" alt="" width="300" height="150" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/03/Aktion-Zaehringen-22_3-300x150.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/03/Aktion-Zaehringen-22_3-1024x512.jpeg 1024w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/03/Aktion-Zaehringen-22_3-768x384.jpeg 768w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/03/Aktion-Zaehringen-22_3-1536x768.jpeg 1536w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/03/Aktion-Zaehringen-22_3-2048x1024.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die Basisgewerkschaft FAU Freiburg kritisiert die Pläne der Stadtverwaltung mitsamt erstem Bürgermeister Ulrich von Kirchbach die Lohnerhöhungen durch den letzten Tarifabschluss im öffentlichen Dienst nicht an die freien Träger weiterzugeben. Zusammen mit anderen Gruppierungen und Gewerkschaften ruft sie am <a href="https://freiburg.fau.org/2021/03/09/kundgebung-nicht-auf-unserem-ruecken-keine-einsparungen-im-sozial-und-erziehungsbereich/">22. März unter dem Motto „Nicht auf unserem Rücken! Keine Einsparungen im Sozial- und Erziehungsbereich“ um 14.15 Uhr zu einer Kundgebung</a> vor dem Bürgerhaus in Zähringen aus. Dort tagt der städtische Haupt- und Finanzausschuss.</p>
<p><em>„Viele soziale Einrichtungen finanzieren sich voll oder überwiegend durch die Zuschüsse der Stadt Freiburg. Wenn die Erhöhungen durch die Stadt ausbleiben kommt das einer Aufforderung an die freien Träger gleich die Lohnerhöhungen nicht an uns Beschäftigte weiterzugeben oder Stellen zu streichen, um etwaige Lohnerhöhungen zu »kompensieren«“</em>, so Paul Kraut Mitglied der Arbeitsgruppe Soziale Berufe der FAU Freiburg und selbst als Sozialpädagoge bei einem freien Träger tätig. Stella Meier, Mitglied der FAU Freiburg ergänzt: <em>„Die Weitergabe von Lohnerhöhungen war bisher fest etablierte Praxis in Freiburg. Durch diesen Vorstoß animiert die Stadtverwaltung die freien Träger dazu, nicht mehr den Tariflohn zu zahlen und schwächt somit die ohnehin nicht stark ausgeprägte Tarifbindung in der ganzen Branche.“<br />
</em><span id="more-1884"></span></p>
<p>Begründet werden die Kürzungen mit den Kosten der Corona Pandemie. <em>„Währen den ersten Monaten der Pandemie mangelte es nicht an symbolischer Anerkennung für die Beschäftigte im Care Sektor – aber Applaus kostet bekanntlich nichts, Lohnerhöhungen schon. Nicht nur, dass die Klient:innen, seien es Wohnungslose, Geflüchtete, Kinder mit besonderem Bedarf oder Familien in prekären Verhältnissen besonders stark von den Folgen der Pandemie betroffen sind – nein, nun sollen auch noch die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsbereich die Kosten der Pandemie tragen“</em>, so Bernd Bratch, aus dem Sekretariat Öffentlichkeitsarbeit der FAU Freiburg. Weiter führt es aus: <em>„Und dies sind nicht die einzigen Einsparungen: In den Kindertageseinrichtungen sollen die Verfügungszeiten reduziert werden und Elternbeiträge erhöht, die Sanierung von Schulen soll ausgesetzt werden, ebenso der Ausbau der Schulkinderbetreuung &amp; der Schulsozialarbeit und auch im Kulturbereich werden Zuschüsse nicht wie geplant erhöht.“</em></p>
<p>Die FAU Freiburg lehnt das Sozial- und Kulturkürzungsprogramm ab und fordert das die Corona- Krisenkosten von den reichsten zehn Prozent der Bevölkerung (sie besitzen zwei Drittel des Vermögens) und den Profiteuren der Krise bezahlt wird.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kundgebung: Nicht auf unserem Rücken! Keine Einsparungen im Sozial- und Erziehungsbereich!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2021 17:18:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[22. März 2021 &#124; 14:15 Uhr &#124; Bürgerhaus Zähringen Die Freiburger Stadtverwaltung mitsamt erstem Bürgermeister Ulrich von Kirchbach plant aktuell, die Lohnerhöhungen durch den letzten Tarifabschluss im öffentlichen Dienst nicht an die freien Träger weiterzugeben. Da viele soziale Einrichtungen sich voll oder überwiegend durch die Zuschüsse der Stadt finanzieren, kommt... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2021/03/09/kundgebung-nicht-auf-unserem-ruecken-keine-einsparungen-im-sozial-und-erziehungsbereich/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1880 alignleft" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/03/Aktion-Zaehringen-22_3-300x150.jpeg" alt="" width="300" height="150" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/03/Aktion-Zaehringen-22_3-300x150.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/03/Aktion-Zaehringen-22_3-1024x512.jpeg 1024w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/03/Aktion-Zaehringen-22_3-768x384.jpeg 768w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/03/Aktion-Zaehringen-22_3-1536x768.jpeg 1536w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/03/Aktion-Zaehringen-22_3-2048x1024.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />22. März 2021 | 14:15 Uhr | Bürgerhaus Zähringen</strong></p>
<p>Die Freiburger Stadtverwaltung mitsamt erstem Bürgermeister Ulrich von Kirchbach plant aktuell, die Lohnerhöhungen durch den letzten Tarifabschluss im öffentlichen Dienst nicht an die freien Träger weiterzugeben. Da viele soziale Einrichtungen sich voll oder überwiegend durch die Zuschüsse der Stadt finanzieren, kommt dies einer Aufforderung gleich, die aktuelle moderate Lohnerhöhung nicht an uns Beschäftigte weiterzugeben. Entweder bekommen wir also keine Lohnerhöhung oder die Lohnerhöhung wird durch Stelleneinsparungen kompensiert – was für uns zu Arbeitsverdichtung und mehr Stress führen wird. Im Kita Bereich könnten die Mehrkosten auch von den Eltern eingefordert werden. <span id="more-1879"></span></p>
<p>Die Weitergabe von Lohnerhöhungen war bisher fest etablierte Praxis. Durch diesen Vorstoß animiert die Stadtverwaltung Freiburg die freien Träger dazu, nicht mehr den Tariflohn zu zahlen und schwächt somit die ohnehin nicht stark ausgeprägte Tarifbindung in der ganzen Branche.</p>
<p>Begründet wird die faktische Kürzung im Sozial- und Erziehungsbereich mit den Kosten der Corona Pandemie. Es ist der pure Hohn: Mangelte es (bis heute nicht) an symbolischer Anerkennung und Applaus für unsere Sorgearbeit in Zeiten der Krise – soll uns nun selbst die kleinste materielle Anerkennung vorenthalten werden. Nicht nur, dass unsere Klient:innen, seien es Wohnungslose, Geflüchtete, Kinder mit besonderem Bedarf oder Familien in prekären Verhältnissen besonders stark von den Folge der Pandemie betroffen sind – nein, nun soll auch noch im Sozial- und Kulturbereich gekürzt werden.</p>
<p>Aber wir sagen nein,<br />
… zu einer Kürzungspolitik, die auf dem Rücken von uns Beschäftigten ausgetragen wird!<br />
… zu einer Kürzungspolitik, die zum Nachteil aller Menschen ist, die auf eine gute soziale Infrastruktur angewiesen sind!</p>
<p>Stattdessen fordern wir,<br />
… Tariftreue der Stadt Freiburg und (aller) Träger!<br />
… Holt euch das Geld bei den reichsten zehn Prozent der Bevölkerung (sie besitzen zwei Drittel des Vermögens)</p>
<p>Wir rufen zu einer Kundgebung am <strong>22. März um 14.15 Uhr vor dem Bürgerhaus in Zähringen</strong> auf. Dort tagt um 15.00 Uhr der Haupt- und Finanzausschuss. Wir wollen die Gemeinderäte mit unserer Kritik konfrontieren und unser Anliegen in die Öffentlichkeit tragen. <em>Achtet auf das Tragen einer medizinischen/FFP2 Maske sowie genügend Abstand!</em></p>
<p>Aber alleiniger symbolischer Protest reicht nicht: Wollen wir unsere Arbeits- und Lebensbedingungen dauerhaft verbessern, müssen wir uns organisieren! Redet mit euren Kolleg:innen, werdet Mitglied in einer Gewerkschaft, gründet Betriebsgruppen! It‘s time to organize!</p>
<p>Erstunterzeichner:innen des Offener Brief <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/2020/12/10/offener-brief-fur-die-weitergabe-der-tariferhohung-an-die-beschaftigten-im-sozial-und-erziehungsdienst/">„Für die Weitergabe der Tariferhöhung an die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst“ </a></p>
<p>Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Freiburg<br />
Care Revolution Freiburg<br />
Die Belegschaft der „Kita Glacisweg e.V. – Kita auf dem Grethergelände“<br />
FAU Freiburg – Arbeitsgruppe Soziale Berufe<br />
Solibündnis zum Sozial und Erzieher:innen-Streik</p>
<p>Der <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/2020/12/10/offener-brief-fur-die-weitergabe-der-tariferhohung-an-die-beschaftigten-im-sozial-und-erziehungsdienst/">Offenen Brief</a> kann weiter unterstützt werden und wer die Kundgebung mit unterstützen will, meldet euch <strong>bis 12.3. </strong>unter der Email aks-freiburg@gmx.de!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Offener Brief für die Weitergabe der Tariferhöhung an die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2020/12/10/offener-brief-fuer-die-weitergabe-der-tariferhoehung-an-die-beschaeftigten-im-sozial-und-erziehungsdienst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2020 22:29:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AG Soziale Berufe]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe Kolleg:innen, wir (Solibündnis zum Sozial und Erzieher:innen-Streik, Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (aks Freiburg), Care Revolution, die Belegschaft der „Kita Glacisweg e.V. – Kita auf dem Grethergelände“ und die FAU Freiburg) rufen mit diesem Offenen Brief (pdf) unsere Kolleg:innen im Sozialbereich dazu auf, die Stimme zu erheben und sich gemeinsam... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2020/12/10/offener-brief-fuer-die-weitergabe-der-tariferhoehung-an-die-beschaeftigten-im-sozial-und-erziehungsdienst/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Kolleg:innen,</p>
<p>wir (Solibündnis zum Sozial und Erzieher:innen-Streik, Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (aks Freiburg), Care Revolution, die Belegschaft der „Kita Glacisweg e.V. – Kita auf dem Grethergelände“ und die FAU Freiburg) rufen mit diesem Offenen Brief (<a href="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2020/12/Offener-Brief_-Weitergabe-der-Tariferhoehung_aks.pdf">pdf</a>) unsere Kolleg:innen im Sozialbereich dazu auf, die Stimme zu erheben und sich gemeinsam dagegen zu wehren, dass die Corona-Krisenkosten auf uns und den Menschen mit denen wir arbeiten abgeladen werden.</p>
<p>Wir rufen euch alle auf, sprecht mit euren Kolleg:innen und unterstützt den Offenen Brief. Wir sammeln Unterschriften erstmals bis zum 10.01.21 um ihn dann zu veröffentlichen.<br />
Sendet eure Unterstützung an aks-freiburg@gmx.de, oder an aks Freiburg, Adlerstr. 12, 79098 Freiburg.</p>
<p>Der Brief soll dann erstmal mit den bis dahin gesammelten Unterschriften vor der ersten Doppelhaushaltslesung an die Presse, Gemeinderat, Verwaltung versendet werden. Und vielleicht machen wir dann auch noch eine kleine Aktion (dazu gerne auch Ideen an uns senden)</p>
<p>Zum Hintergrund noch BZ Artikel, einen aus der <a href="https://www.zeit.de/arbeit/2020-12/caritas-corona-bonus-bezahlung-sozialarbeiter-pflegekraefte">Zeit</a> und eine Meldung des <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/meldung-51608.html">SWR</a> wie die Ergebnisse der Tarifverhandlung schon zum Spielball gemacht werden.</p>
<p>Rückmeldungen an: aks-freiburg@gmx.de<br />
Ihr könnt als Einzelperson oder als Gruppe den Brief unterstützen. zum Beispiel:<br />
Einzelne Beschäftigte des [Träger] Freiburg im Bereich [XXX]<br />
Team X der [Träger]<br />
Personen mit ihren Namen</p>
<p><strong>Offener Brief für die Weitergabe der Tariferhöhung an die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst<br />
</strong><span id="more-1813"></span></p>
<p><span id="more-542"></span>Mit Erschrecken haben wir festgestellt, dass die Stadt Freiburg ihre langjährige Praxis der Weitergabe von Tariferhöhungen, im Rahmen der Corona Kürzungen nicht mehr fortführt. Da viele soziale Einrichtungen sich voll oder überwiegend durch die Zuschüsse der Stadt finanzieren, kommt das einer Aufforderung gleich, die aktuelle niedrige Tariferhöhung, <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/2019/12/03/arbeitsbedingungen-in-der-sozialen-arbeit-langfassung/">soweit wir überhaupt tariflich entlohnt werden</a>, nicht an uns Beschäftigte weiter zu geben. Dadurch wird die Tariferhöhung entweder nicht bei uns ankommen oder durch das Einsparen von Stellen zu mehr Arbeitsverdichtung und noch mehr Stress führen. Zudem könnten zum Beispiel im Kita-Bereich die Mehrkosten von den Eltern eingefordert werden.</p>
<p>Der Widerspruch zwischen der viel besprochenen „<a href="https://akshamburg.wordpress.com/2020/06/13/ein-zwischenruf/">Systemrelevanz</a>“ einer überwiegend von Frauen ausgeübten Care-Arbeit scheinbar höhere, gerade auch finanzielle Anerkennung der Tätigkeiten und sich verschlechternden Arbeitsbedingungen wirkt auf uns wie Hohn. Klatschen allein hilft da nicht!<br />
Nicht erst die Corona-Krise zeigt, dass eine ausgeprägte gesellschaftliche Infrastruktur, kollektive und öffentliche Güter als Grundlage für ein „gutes Leben“ für Alle benötigt werden.</p>
<p>Anstatt wie in den letzten Jahrzehnten immer wieder bei jeder Krise den Sozial- und Kulturbereich zu kürzen, muss die soziale Infrastruktur besser finanziert und an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet werden.</p>
<p><strong>– Wir sagen nein zu einer Kürzungspolitik, die auf dem Rücken von uns Beschäftigten ausgetragen wird</strong><br />
<strong>– Wir sagen nein zu einer Kürzungspolitik, die zum Nachteil aller Menschen ist, die auf eine gute soziale Infrastruktur angewiesen sind</strong><br />
<strong>– Wir fordern: Ja, zur Tariftreue der Stadt Freiburg und der Träger</strong><br />
<strong>– Wir fordern: Holt euch das Geld bei den reichsten zehn Prozent der Bevölkerung (sie besitzen zwei Drittel des Vermögens)</strong></p>
<p>Wir rufen die Beschäftigten auf, sich gegen eine Kürzungspolitik zu stellen, mit Kolleg:innen zu diskutieren und diesen Offenen Brief zu unterschreiben.<br />
Zusammenhalten! Statt Ungerechtigkeit verwalten! Die Kosten der Krise nicht auf unserem Rücken!</p>
<p>Erstunterzeichner:innen:<br />
Solibündnis zum Sozial und Erzieher:innen-Streik<br />
<a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/">Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (aks Freiburg)</a><br />
<a href="https://care-revolution.org/tag/netzwerk-freiburg/">Care Revolution Freiburg</a><br />
Die Belegschaft der <a href="https://kita-auja.org/">„Kita Glacisweg e.V. – Kita auf dem Grethergelände“</a><br />
<a href="https://freiburg.fau.org/">FAU Freiburg</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Keine Einsparungen im Sozialbereich! &#8211; Stoppt die Befristungs-Praxis in der sozialen Arbeit!</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2020/05/25/keine-einsparungen-im-sozialbereich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2020 07:38:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AG Soziale Berufe]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Corona-Pandemie und ihre Folgen treffen im besonderen Maße die soziale Arbeit und ihre Klient*innen, seien es Wohnungslose, Geflüchtete, Kinder mit besonderem Bedarf, Familien in prekären Verhältnissen und viele Andere. Sozialarbeiter*innen bemühen sich nach Kräften diesen Menschen eine Hilfestellung zu geben und arbeiten dabei selbst oft in prekären Bedingungen. In... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2020/05/25/keine-einsparungen-im-sozialbereich/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Corona-Pandemie und ihre Folgen treffen im besonderen Maße die soziale Arbeit und ihre Klient*innen, seien es Wohnungslose, Geflüchtete, Kinder mit besonderem Bedarf, Familien in prekären Verhältnissen und viele Andere.<br />
Sozialarbeiter*innen bemühen sich nach Kräften diesen Menschen eine Hilfestellung zu geben und arbeiten dabei selbst oft in prekären Bedingungen.</p>
<p>In einer <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/projekte/arbeitsbedingungen/">Umfrage des aks</a> (Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit) und der FAU Freiburg haben rund 35% der Befragten angegeben nur befristet angestellt zu sein. Manche Rückmeldungen deuteten darauf hin, dass insbesondere die Befristungen mit Sachgrund von Trägern missbraucht werden &#8211; mit den entsprechenden Konsequenzen für die Beschäftigten: Sie werden angestellt, wenn es viele Aufträge gibt, bleiben die Zuwendungen von Stadt- und Landkreis (z. B. aufgrund von möglichen Einsparungen aufgrund der Corona Pandemie) aus, fällt oft auch der vertraglich festgelegte Sachgrund weg und man wird gekündigt. Das gesamte unternehmerische Risiko tragen somit die Beschäftigten.</p>
<h2>Zwei aktuelle Beispiele unserer Mitglieder verdeutlichen dies:<span id="more-1693"></span></h2>
<p>Ein Mitglied arbeitet aktuell als Schulbegleitung für Menschen mit spezifischem Unterstützungsbedarf bei einem mittelgroßen Träger in der Region Freiburg. Das Jugendamt der Stadt Freiburg, wie auch des Landkreises Breisgau Hochschwarzwald, machen mit diesem Träger nur noch &#8222;Punktabrechnung&#8220;, d.h. es werden dem Träger nur noch die Stunden bezahlt, welche die Beschäftigten aktuell an den Klienten leisten können (da die meisten Kinder gerade nicht in die Schule gehen, also Zuhause in den Familien sind). Aus unterschiedlichen Gründen ist es vielen Kolleg*innen aktuell nicht möglich, alle ihre Stunden in den Familien abzuleisten. Alle Beschäftigten bei diesem Träger haben sachgrundbefristete Verträge, die so lange laufen, wie das entsprechende Amt dem Träger Geld für die erbrachte Leistung zahlt. Nun haben einige Beschäftigten neue Verträge (mit einer reduzierten Stundenanzahl) erhalten, was für viele Lohneinbußen und im schlimmsten Fall eine möglichen Kündigung bedeutet.</p>
<p>Eine ähnliche Situation wird von einem anderen Mitglied berichtet, das in der Sozialpädagogischen Familienhilfe im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald arbeitet. Ende März wurde den Beschäftigten im Anschluss an einen zeitbefristeten Vertrag eine Entfristung angekündigt. Die Verträge, die dann jedoch angeboten wurden, sind an die einzelnen Maßnahmen gekoppelt. Das bedeutet, dass der entsprechende Einkommensanteil bei Beendigung der einzelnen Hilfen wegfällt und das Einkommen dementsprechend ständigen Schwankungen unterliegen kann. Das Risiko, dass Einnahmen für den Träger wegfallen, tragen damit die Beschäftigten. Das bedeutet auch, dass die Fachkräfte am Besten generell mehr arbeiten um das notwendige Gehaltsniveau möglichst halten zu können. In einem Bereich, der bereits eine hohe Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung von den Beschäftigten erfordert wird diese zu deren Lasten noch verstärkt.</p>
<blockquote><p>Der Widerspruch zwischen der viel besprochenen &#8222;Systemrelevanz&#8220; einer überwiegend von Frauen ausgeübten Care-Arbeit (scheinbar höhere Anerkennung der Tätigkeiten) und sich verschlechternden Arbeitsbedingungen, zeigt sich hier beispielhaft.</p></blockquote>
<p>Im Zuge des Rückganges an Steuereinnahmen durch die Folgen der Corona-Pandemie versuchen viele Kommunen ihre Ausgaben zu verringern. Wo also kürzen? Wie so oft der Soziale Bereich, hier erwartet man von dem oft sowieso schon in prekären Lagen leben Klientel der sozialen Arbeit kaum Widerstand und auch die Sozialarbeiter*innen sind oft gewerkschaftlich schwach organisiert. Die Kosten der Krise den Schwächsten der Gesellschaft aufzubürden und gleichzeitig Millionen an die Großkonzerne auszuschütten ist jedoch zutiefst ungerecht. Dagegen können wir uns als Sozialarbeiter*innen nur wehren in dem wir uns (basisgewerkschaftlich) organisieren!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kollektive Fortbildung zum Thema „Organizing“ zusammen Organisieren lernen</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2019/12/29/kollektive-fortbildung-zum-thema-organizing-zusammen-organisieren-lernen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Dec 2019 18:48:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AG Soziale Berufe]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines Syndikat]]></category>
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		<category><![CDATA[FAU Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Termin]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit (aks Freiburg)]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Kämpfe]]></category>
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					<description><![CDATA[Organizing meint die systematische Organisationsarbeit und den Aufbau von sozialer Gegenmacht in Betrieb oder Stadtteil. Wir – einige Aktive des Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit und der Basisgewerkschaft FAU – wollen uns zum Thema „Organizing“ fortbilden und gemeinsam das Buch „Geheimnisse einer erfolgreichen Organizerin“ durcharbeiten und laden alle Interessierten dazu ein... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2019/12/29/kollektive-fortbildung-zum-thema-organizing-zusammen-organisieren-lernen/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1620 alignleft" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2019/12/3-89657-155-9-210x300.jpg" alt="" width="210" height="300" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2019/12/3-89657-155-9-210x300.jpg 210w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2019/12/3-89657-155-9.jpg 453w" sizes="auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px" />Organizing meint die systematische Organisationsarbeit und den Aufbau von sozialer Gegenmacht in Betrieb oder Stadtteil. Wir – einige Aktive des <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com">Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit</a> und der Basisgewerkschaft FAU – wollen uns zum Thema „Organizing“ fortbilden und gemeinsam das Buch „Geheimnisse einer erfolgreichen Organizerin“ durcharbeiten und laden alle Interessierten dazu ein mitzumachen. Hierfür wollen wir uns in regelmäßigen Abständen treffen und die einzelnen Kapitel des Buches durchgehen.</p>
<p>Das Thema ist vor allem für aktive Gewerkschafter*innen interessant, kann aber auch für Aktive in anderen sozialen Bewegungen ein nützliches Set an Werkzeugen für die alltägliche politische Arbeit bereitstellen. Das<strong> erste Treffen findet am 22. Januar 2020</strong> <strong>19-21 Uhr</strong> im <strong>Büro für grenzenlose Solidarität</strong> (Adlerstr. 12, Grether Gelände) statt. Weitere Termine findet ihr auf „<a href="https://freiburg.fau.org">freiburg.fau.org</a>“. Für die aktive Teilnahme empfiehlt sich die Anschaffung des Buches (ISBN: 3-89657-155-9).</p>
<p>Wir freuen uns auf euch!</p>
<p>Handouts zum Buch <a class="internal-link" title="Opens internal link in current window" href="http://www.organisieren-gewinnen.de/index.php?id=75" target="_blank" rel="noopener noreferrer">findet ihr hier</a>  <span id="more-1619"></span><span id="more-434"></span></p>
<p>Aus dem Klapptext des Buches:</p>
<p>„Hast Du Probleme am Arbeitsplatz? Bekommst Du zu wenig Geld? Sind die Arbeitsbedingungen unsicher oder hat es die Geschäftsführung auf eine Kollegin oder einen Kollegen abgesehen?</p>
<p>Dieses Buch zeigt Dir, wie Du mit Methoden des Organizing dagegen kämpfen und gewinnen kannst. Es verrät 47 Geheimnisse des Organizing, die auf Erfahrungen und Erkenntnissen von Generationen von aktiven GewerkschaftlerInnen beruhen – veranschaulicht in Hunderten von wahren Geschichten und ergänzt durch zahlreiche praktische Hinweise.</p>
<p>Mit diesem Buch lernst Du, die Probleme auf Deiner Arbeit zu erkennen, Kampagnen aufzubauen und erfolgreich zu führen sowie Dich auf die Tricks und Fallen des Managements einzustellen. Und nicht zuletzt Deine Kolleginnen und Kollegen dazu zu bringen – allen Ängsten und Einschüchterungen zum Trotz – zusammenzuhalten. Kurzum: Dies ist ein Leitfaden um Schritt für Schritt Macht auf der Arbeit aufzubauen.“</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit &#8211; Umfrage des aks Freiburg mit Unterstützung der FAU Freiburg</title>
		<link>https://freiburg.fau.org/2019/12/09/arbeitsbedingungen-in-der-sozialen-arbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[faufr3]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Dec 2019 12:53:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AG Soziale Berufe]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeines Syndikat]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskämpfe]]></category>
		<category><![CDATA[FAU Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit (aks Freiburg)]]></category>
		<category><![CDATA[Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Langfassung der Ergebnisse einer Umfrage unter Beschäftigten in der sozialen Arbeit in Freiburg &#38; Umgebung Infos zur Umfrage – Auswertung Langfassung (.pdf) – Schlagwort Arbeitsbedingungen – RDL-Interview „Für fachliche Debatten ist in der sozialen Arbeit keine Zeit“ Wer ist der AKS? Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (aks) Freiburg ist Teil... <a class="continue-reading-link" href="https://freiburg.fau.org/2019/12/09/arbeitsbedingungen-in-der-sozialen-arbeit/">Weiter Lesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1>Langfassung der Ergebnisse einer Umfrage unter Beschäftigten in der sozialen Arbeit in Freiburg &amp; Umgebung</h1>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1395 alignleft" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2018/11/Umfrage-Anzeige-300x216.jpg" alt="" width="300" height="216" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2018/11/Umfrage-Anzeige-300x216.jpg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2018/11/Umfrage-Anzeige.jpg 606w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/projekte/arbeitsbedingungen/">Infos zur Umfrage</a> – <a href="https://aksfreiburg.files.wordpress.com/2019/12/finale-langfassung-aks-umfrage.pdf">Auswertung Langfassung (.pdf)</a> – <a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/tag/arbeitsbedinungen/">Schlagwort Arbeitsbedingungen</a> – <a href="https://rdl.de/beitrag/f-r-fachliche-debatten-ist-der-sozialen-arbeit-keine-zeit">RDL-Interview „Für fachliche Debatten ist in der sozialen Arbeit keine Zeit“</a></p>
<h2 class="western">Wer ist der AKS?</h2>
<p>Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (aks) Freiburg ist Teil des <a href="http://www.kritischesozialearbeit.de/">bundesweiten aks-Netzwerks</a>. Wir sind Praktiker*innen, Lehrende und Studierende der Sozialen Arbeit, die sich kritisch mit Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit auseinandersetzen. Wir positionieren uns zu aktuellen Themen und intervenieren mit eigenen fachlichen Stellungnahmen in Debatten. Zudem wollen wir mit Veranstaltungen Orte der kritischen Sozialen Arbeit schaffen. So stehen wir für die Etablierung einer alternativen Praxis sowie für politische Aktivitäten Sozialer Arbeit. <span id="more-1834"></span></p>
<h2 class="western">Warum diese Umfrage?</h2>
<p>In Kooperation mit der <a href="https://freiburg.fau.org/">Basisgewerkschaft Freie Arbeiter*Innen Union (FAU)</a> Freiburg wollten wir mehr über die Lage der Sozialen Arbeit in Freiburg erfahren. Es ging dabei zum einen um die aktuellen Arbeitsbedingungen (Lohn, Arbeitszeit, Arbeitsverdichtung, etc.) und zum anderen um die Rahmenbedingungen, die ein professionelles Arbeiten ermöglichen oder verhindern. Unser Ziel ist es, mit den Ergebnissen eine öffentliche Debatte anzustoßen und neue Handlungsspielräume zu erkämpfen. <span id="more-394"></span></p>
<h2 class="western">Wichtige Vorbemerkung</h2>
<p>Als Erstes vorweg: Diese Umfrage kann nicht den Anspruch erheben, im sozialwissenschaftlichen Sinne repräsentativ zu sein. Dies liegt unter anderem an der relativ geringen Reichweite der Umfrage mit nur rund 160 Befragten. Dennoch meinen wir, dass die Ergebnisse in der Tendenz ein zutreffendes Bild der Sozialen Arbeit in Freiburg zeichnen. Darüber hinaus sollte die Umfrage im Sinne einer aktivierenden Befragung auch ein Anstoß für Beschäftigte sein, über ihre aktuellen Arbeitsbedingungen nachzudenken und sich mit Kolleg*innen auszutauschen.</p>
<h2>1. Betrieb</h2>
<h3>Du arbeitest in…</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-1851" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/01du-arbeitest-in-300x168.jpeg" alt="" width="382" height="214" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/01du-arbeitest-in-300x168.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/01du-arbeitest-in.jpeg 456w" sizes="auto, (max-width: 382px) 100vw, 382px" /><br />
An der Umfrage haben rund 160 Personen teilgenommen. Davon arbeiten rund 67% in Freiburg, rund 6% im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und rund 27% im Landkreis Emmendingen.</p>
<h3>Du arbeitest in der…</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-1850" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/02du-arbeitest-in-der-300x169.jpeg" alt="" width="403" height="227" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/02du-arbeitest-in-der-300x169.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/02du-arbeitest-in-der.jpeg 470w" sizes="auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px" /></p>
<p>Die Antworten auf diese Frage teilen sich wie folgt auf (Bereich unter 5% sind unter Sonstiges zusammengefasst):</p>
<p>Hier zeigt sich die volle Breite der Tätigkeiten im Feld der sozialen Arbeit, bei gleichzeitigem starkem Übergewicht der Kinder- und Jugendhilfe.</p>
<h3>Anzahl der Beschäftigten in deiner Arbeitsstelle?</h3>
<p>Zu dieser Frage lässt sich leider nicht viel sagen, da viele Befragte unterschiedliche Dinge angegeben haben (Teamgröße / Gesamtgröße der Schule, Behörde, etc. / alle Mitarbeiter*innen / nur Sozialarbeiter*innen).</p>
<h3>Schätzung zum Geschlechterverhältnis</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-1849" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/03schc3a4tzung-zum-geschlechterverhc3a4ltnis-300x180.jpeg" alt="" width="365" height="219" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/03schc3a4tzung-zum-geschlechterverhc3a4ltnis-300x180.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/03schc3a4tzung-zum-geschlechterverhc3a4ltnis.jpeg 433w" sizes="auto, (max-width: 365px) 100vw, 365px" />Bei der Schätzung des Männeranteils im Betrieb zeigte sich vor allem auf der Führungsebene eine Differenz. Hier dominieren immer noch die Männer, während Frauen öfter Angestellte sind.</p>
<h3>Wie hoch schätzt Du den Anteil an Teilzeitbeschäftigten in Deiner Arbeitsstelle?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-1848" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/04teilzeitbeschc3a4ftigten-300x169.jpeg" alt="" width="398" height="224" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/04teilzeitbeschc3a4ftigten-300x169.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/04teilzeitbeschc3a4ftigten.jpeg 462w" sizes="auto, (max-width: 398px) 100vw, 398px" /><br />
Hier wird deutlich, dass es einen hohen Prozentsatz an Teilzeitbeschäftigung in der sozialen Arbeit gibt. Hierfür geben die Befragten mehrere Gründe an:</p>
<p>1. Unterfinanzierung u.a. durch zu geringe Regelförderung, Drittmittel oder Projektstellen; bei der SPFH vergibt das Jugendamt ein Stundendeputat pro Fall und das unternehmerische Risiko wird auf die Mitarbeitenden abgewälzt.</p>
<p>2. Arbeitsorganisation: flexiblere Urlaubs- oder Krankheitsvertretung („3 Teilzeitstellen können sich besser vertreten als 2 Vollzeitstellen“), geteilte Arbeitszeit (Schichtdienste, geteilte Dienste, hohe zeitliche Flexibilität z.B. bei der SPFH, Bildungsarbeit (Einzeltermine über den Tag verteilt mit vielen Lücken) oder Sockelarbeit (die bedarfsorientiert vom Arbeitgeber aufgestockt wird).</p>
<p>Zitate aus der Umfrage:</p>
<blockquote><p>„Sehr schwierig durch Konzept der Arbeitsstelle die Stunden einer Vollzeitstelle zu erfüllen.“</p>
<p>„Im Bereich werden keine Vollzeitstellen mehr vergeben, weil die Arbeitsanforderung der Flexibilität in der Sozialpädagogischer Familienhilfe bei 100% nicht erfüllt werden kann.“</p></blockquote>
<p>aber auch:</p>
<blockquote><p>„Es gibt rein konzeptionell fast nur Vollzeitstellen.“</p>
<p>„Arbeitgeber wünscht mehr Vollzeit“</p></blockquote>
<p>3. Arbeitsbelastung: Häufig wird angemerkt, dass der Job bei 100 % nicht aushaltbar sei.</p>
<p>Zitate aus der Umfrage:</p>
<blockquote><p>„nur wenige wollen Vollzeitstelle (Selbstschutz)“</p>
<p>„Mütter oder ältere Mitarbeiterinnen, denen die Belastung bei Vollzeit zu hoch wäre. Bei einer Vollzeitstelle müsste man aufgrund des Schichtdienstes fast durchgehend arbeiten und hätte so gut wie keine freien Tage mehr“</p>
<p>„Die meisten Stellen sind keine Vollzeitstellen, auch wenn durch den Arbeitsumfang und – Belastung mehr Prozente erforderlich sind“</p>
<p>„Wer will denn schon Vollzeit arbeiten?“</p>
<p>„Es werden in der Regel keine Vollzeit Stellen vergeben aufgrund der hohen psychischen Belastung in diesem Arbeitsfeld und der erwarteten Flexibilität in der Arbeit“</p></blockquote>
<p>Teilzeit wird überwiegend (ca. 80% der Auszusagen) mit der Arbeitsbelastung im Zusammenhang gebracht und als eine Form der Unterbeschäftigung, der Familienarbeit oder des Selbstschutz angesehen. Teilzeitarbeit kommt auch durch Nebenjob(s), Studium, parallele Weiterbildung und Familie zustande.</p>
<p>4. Familienzeiten: Ein weiterer Grund, der oft genannt wurde, ist, dass viele Frauen (fast ausschließlich Frauen wurden genannt) in Teilzeit arbeiten, um Zeit für die Familienaufgaben zu haben.</p>
<h3>Verweildauer im Betrieb</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-1847" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/05verweildauer-im-betrieb-300x171.jpeg" alt="" width="454" height="259" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/05verweildauer-im-betrieb-300x171.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/05verweildauer-im-betrieb.jpeg 550w" sizes="auto, (max-width: 454px) 100vw, 454px" />Bei den Arbeitsbedingungen scheint es eine zeitliche und eine finanzielle Dimension zu geben. Viele Ältere, die in den Betrieben bleiben (gute Arbeitsbedingungen, Verbundenheit mit dem Arbeitgeber, sind in den „sicheren“ Projekten/Bereichen, Gefahr von Gehaltsabstufung bei Arbeitgeberwechsel), bei gleichzeitiger großer Fluktuation durch Befristung, schlechte Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen.</p>
<p>Zitate aus der Umfrage:</p>
<blockquote><p>„viele unbefristete Verträge und hoher Anteil der Finanzierung über den städtischen Haushalt“</p>
<p>„Hohe Zufriedenheit, gute Bedingungen, relativ flexible Gestaltung der Arbeitszeit, familienfreundliche Arbeitszeiten, unbefristete Verträge…“,</p>
<p>„Wenige Ältere sind sehr lange da. Die Jungen haben Teilzeit und unsichere Verträge und/oder wollen sich weiter qualifizieren“</p>
<p>„Auf der einen Seite sehr lange Dauer, wegen unbefristeter Beträge, auf der anderen Seite sehr kurze Dauer wegen Befristungen“</p></blockquote>
<h4>Befristungen und Arbeitsbelastung:</h4>
<blockquote><p>„Weil es ein sehr kollegiales Miteinander gibt, wurden manche Befristungen und schlechtere Bezahlung erduldet, da alle gerne hier arbeiten. Zudem gibt es noch alte Mitarbeiter/-innen, welche erheblich besser verdienen und die von einem Stellenwechsel aufgrund einhergehenden finanziellen Einbußen wahrscheinlich absehen.“</p>
<p>„Neue Mitarbeiter gehen schneller, sehr schlechte Bezahlung, schwierige Arbeitsbedingungen (…) Schulsozialarbeit „ältere“ MA haben engere Bindung zum Träger und Altverträge/BAT. Projekte, befristete Verträge, geringe Bezahlung, wenig strukturelle und fachliche Unterstützung, Verbundenheit der Mitarbeitenden mit dem [Träger]“</p>
<p>„Befristete Verträge, mangelnde Wertschätzung, schlechte Rahmen- und Arbeitsbedingungen Wochenend- und Feiertagsarbeit, geringe Bezahlung für diese fordernde Arbeit, keine Bestrebungen Mitarbeiter zu halten, stattdessen häufiger Wechsel, Unzufriedenheit, zu viel Arbeit auf zu wenige Schultern verteilt „</p>
<p>„Zeitverträge und zu wenig Geld für diese verantwortungsvolle Tätigkeit“</p></blockquote>
<h4>Im (Teil-)Stationären gibt es auch viel Unzufriedenheit:</h4>
<blockquote><p>„Kurze Verweildauer insbesondere im Schichtdienst, der hohe emotionale Involvierung erfordert, Krankheitsvertretungen erfordert. Schichtdienst ist immer ein Kompromiss zw. der Arbeitsorganisation, den Interessen der Mitarbeitenden und dem Arbeitszeitschutzgesetz. Durch den hohen Personalwechsel wird zudem die Arbeit verdichtet.“</p></blockquote>
<p>„Flexible Arbeitszeiten“ werden einerseits – wenn selbst wählbar – als etwas Positives genannt, aber andererseits – wenn die Flexibilität erzwungen ist – als Belastung beschrieben. Auffallend ist die Nicht-Nennung des Einflusses von flexiblen Arbeitszeiten auf die Qualität der Arbeit (positiv wie negativ).</p>
<p>Als gute Arbeitsbedingungen wurden genannt: guter Lohn, unbefristet Arbeitsverhältnisse, Kollegialität im Team/Träger/Vorgesetzte (Betriebsklima), flexible Arbeitszeiten, interessantes Arbeitsfeld, gute Unterstützung durch Vorgesetzte (fachlich fundiert, Wertschätzung), Weiterbildungsmöglichkeiten, flache Hierarchien, dauerhafte Finanzierung.</p>
<p>Aus gewerkschaftlicher Sicht ist interessant, dass der Bestandsschutz im TVöD bei Wechsel ein Thema zu sein scheint. Ebenso einen Einfluss haben die verlängerten Stufenzeiten im SuE zu den allgemeinen Regeln im TvöD, die Neueinsteiger*innen und Wechselende abverlangen, sich lange „hoch zu arbeiten“. Loyalität wird zudem über Sonderzahlung gesteuert, die nur die Person bekommt, die am 1.12. beschäftigt ist. Aber auch die Themen Arbeitsbelastung Fallzahlen und Befristung spielen eine Rolle.</p>
<h2>2. Lohn</h2>
<h3>Durchschnittlicher Stundenlohn</h3>
<p>Der durchschnittliche Stundenlohn aller Befragten beträgt 22,90€.</p>
<h3>Tarifbindung</h3>
<p>77 Prozent der Befragten werden nach Tariflohn bezahlt. Folgend eine Übersicht der geltenden Tarife:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-1846" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/06tarifvertrag-verteilung-300x169.jpeg" alt="" width="453" height="255" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/06tarifvertrag-verteilung-300x169.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/06tarifvertrag-verteilung.jpeg 506w" sizes="auto, (max-width: 453px) 100vw, 453px" /></p>
<h3>Flexibler Lohnanteil</h3>
<p>Es kamen kaum Rückmeldungen, ob Zuschläge (Nacht-, Wochenarbeits- Feiertags-, Bereitschafts-, Überstundenzuschläge, Wegezeiten, Jahressonderzahlung, Prämien) bezahlt werden. Entweder sind diese nicht bekannt oder werden nicht gewährt. Allerdings sind die Tarifverträge so flexibel gestaltet, dass viele Arbeitszeiten als „normal“ definiert werden und somit nicht gesondert vergütet werden müssen.</p>
<blockquote><p>„Zuschläge für Nachtarbeit, jedoch reizen die Arbeitszeiten den TVöD aus. Fast alle Stunden sind ohne Zuschläge. Nicht jedoch für die ständige Flexibilität die mit Mehrarbeit nicht geldlich sondern lediglich in Freizeit ausgeglichen werden. Stelle müsste von Haus aus min. 20% mehr Stellenumfang haben, damit Arbeit auch in verfügbaren Zeit gut geleistet werden kann.“</p>
<p>„Ich weiss von mindestens 4 Mitarbeiter, die keine Sonn- und Feiertagszuschläge ausbezahlt bekommen hatten“</p></blockquote>
<p>Generell ist festzuhalten, dass es eine Unzufriedenheit mit der Höhe des Lohnes gibt, die den verantwortungsvollen Aufgaben nicht gerecht wird. Die Eingruppierung der verschiedenen Tätigkeiten wirft Fragen auf, ab wann eine Tätigkeit als S 11, S 12 oder S 14 gewertet wird. Zudem werden die Stufenregelung allein nach Betriebszugehörigkeit und die Nicht-Anerkennung der vollen Berufserfahrung kritisiert. Auch ist festzustellen: Über Lohn wird unter Kolleg*innen nicht gesprochen.</p>
<blockquote><p>„Der Lohn ist ein kleines Tabu-Thema in unserem Team, da niemand weiß, ob er*sie besser oder schlechter als die anderen bezahlt wird und niemandem auf den Schlips treten möchte.“</p></blockquote>
<p>In den nicht tarifgebundenen Betrieben muss für mehr Geld gestritten werden, da es dort keine automatische Anpassung gibt (nicht mal an die Inflation).</p>
<blockquote><p>„Eine 50% Stelle ist für eine Leben in Freiburg viel zu gering bzw. die Löhne zu gering. Lohnerhöhung (gemäß Stufenaufstieg TvöD) erst nach mehrmaligem Antrag, man musste „dranbleiben“. Wer das nicht tut, bekommt auch nicht mehr“</p>
<p>„dennoch für die Arbeit die man leistet zu wenig, liegt aber mehr am sozialen System als an der Einrichtung“</p></blockquote>
<h3>Willkürliche Lohndifferenz bei gleicher Tätigkeit</h3>
<p>Bei keiner der Befragten gab es eine willkürliche Differenz in der Entlohnung bei gleicher Tätigkeit.</p>
<h2>3. Sach- und Sozialleistungen</h2>
<p>In diesem Themenbereich liegen Antworten von 116 Kolleg*innen vor. Folgend eine Übersicht über alle Sach- und Sozialleistungen:</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-1845" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/07sach-und-sozialleistungen-300x169.jpeg" alt="" width="475" height="268" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/07sach-und-sozialleistungen-300x169.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/07sach-und-sozialleistungen.jpeg 605w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><br />
Urlaub</h3>
<p>Den Themenbereich Urlaub führen wir nicht aus, da die Antworten sehr uneinheitlich sind und damit nur eine eingeschränkte Aussagekraft haben.</p>
<h3>Lohnfortzahlung</h3>
<p>Zum Thema Lohnfortzahlung geben 65 Kolleg*innen (56 %) an, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu erhalten. Da es sich hierbei um eine gesetzliche Regelung handelt, die unabhängig von Tarifverträgen gilt, gibt es für diese Häufung folgende Interpretationen: Entweder wurde unter Lohnfortzahlung etwas anderes verstanden, oder die Fachkräfte kennen ihre rechtlichen Ansprüche nicht. Erfolgt keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kann diese eingeklagt werden!</p>
<h3>Einmalzahlungen</h3>
<p>Mit 87 Kolleg*innen (75 %) bekommt die Mehrheit der Beschäftigten Einmalzahlungen; hierunter v.a. Weihnachtsgeld und Jahressonderzahlungen in unterschiedlichen Beträgen. Daneben gibt es vereinzelt Prämien, Gewinnausschüttungen oder Festbeträge.</p>
<h3>Sachleistungen</h3>
<p>Umgekehrt verhält es sich bei den Sachleistungen. Nur eine Minderheit von 16 % erhält Sachleistungen über den Lohn hinaus wie Tankgutscheine, Diensthandy oder Jobticket. Möglicherweise gibt es auch hier Informationslücken oder sind bestimmte Leistungen nicht präsent. Auch Betriebsrenten werden hier genannt, allerdings teilweise mit Einschränkungen.</p>
<h3>Besondere Programme</h3>
<p>Immerhin 52 Kolleg*innen (45 %) kommen in den Genuss von besonderen Programmen. In der Mehrzahl wird hier Hansefit genannt, aber auch andere Gesundheitsprogramme, Jobrad und interne Fortbildungen tauchen vereinzelt auf.</p>
<h3>Zusätzliche freie Tage</h3>
<p>62 Kolleg*innen (53 %) nennen zusätzliche freie Tage. Allerdings fallen hierunter auch Heilig Abend und Silvester, die in vielen Tarifverträgen als Feiertage gelten. Deshalb sind die Antworten hier auch mit Vorsicht zu genießen. Einige geben an, den Rosenmontag (teilweise halbtägig) frei zu bekommen, andere haben am Fasnachtsdienstag und am Gründonnerstag halbtags frei.</p>
<h3>Fortbildungen</h3>
<p>Auffallend ist, dass 45 Kolleg*innen (39 %) keine bezahlten Fortbildungen während der Arbeitszeit erhalten. Manchmal können die Beschäftigten die Arbeitszeit anrechnen, müssen aber die Fortbildung selbst bezahlten. Selten werden Fortbildungen problemlos genehmigt, immer wieder sind einrichtungsinterne Diskussionen notwendig. Somit sind Fortbildungen bei vielen Trägern ein umkämpftes Thema – bedenklich für eine Branche, die viel Wert auf Professionalität legt.</p>
<h2>4. Beschäftigungsverhältnis</h2>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-1844" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/08art-des-beschc3a4ftigungsverhc3a4ltnis-300x169.jpeg" alt="" width="494" height="278" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/08art-des-beschc3a4ftigungsverhc3a4ltnis-300x169.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/08art-des-beschc3a4ftigungsverhc3a4ltnis.jpeg 576w" sizes="auto, (max-width: 494px) 100vw, 494px" /></h3>
<h3>Art des Beschäftigungsverhältnisses</h3>
<p>Von 114 Kolleg*innen haben 68 Beschäftige (60 %) eine unbefristete Festanstellung; weitere 40 Kolleg*innen (35 %) haben einen befristeten Vertrag. Nur ein geringer Prozentsatz arbeitet auf Basis eines Minijobs oder eines Werkvertrags oder als Honorarkraft. Bei den Befristungen handelt es sich zum einen um sachgrundlose Befristungen zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses; entgegen dem Narrativ vom Fachkräftemangel scheuen sich Träger im Sozialbereich, neue Fachkräfte unbefristet einzustellen. Zum anderen werden jedoch einige Befristungen mit Sachgrund genannt (Elternzeitvertretung, Drittmittelfinanzierung in Projekten etc.), die teilweise darauf hindeuten, dass Befristungen mit Sachgrund von Trägern missbraucht werden – mit den entsprechenden Konsequenzen für die Beschäftigten.</p>
<blockquote><p>„Zunächst zwei mal befristet, trotz der anfänglichen Zusage einer Unbefristung nach einem Jahr Beschäftigung. Erst nach der Forderung der Unbefristung ein unbefristetes Verhältnis; erfolgt mit dem Kommentar, ich sei fordernd“</p>
<p>„Inzwischen bin ich 8,5 Jahre beim Träger XY. Eine Entfristung erhielt ich erst, nach dem ich Druck machte und dies an verschiedenen Stellen einforderte, nach etwa 5 Jahren. Befristungsgrund waren befristet Projektlaufzeiten. Ob dies nach zahlreichen Befristungen von zwischen 5-12 Monaten rechtens war weiß ich nicht, konnte es aber auch irgendwo nachvollziehen, da die Projektgelder halt nur zeitlich bewilligt wurden. Allerdings fehlte dadurch die Wertschätzung und ein Zeichen des Arbeitgebers die Mitarbeiterinnen halten zu wollen. Da die Gelder meist sehr kurzfristig bewilligt wurden, hätte man sich theoretisch arbeitslos melden müssen etc. pp. Das Risiko trug somit immer der Arbeitnehmer.“</p></blockquote>
<h3>Arbeitsvertrag</h3>
<p>Mit 113 Kolleg*innen haben fast alle Befragten (99 %) einen schriftlichen Arbeitsvertrag; nur eine Person arbeitet auf Basis einer Übungsleiterpauschale und hat keinen Arbeitsvertrag. In einigen Fällen ändern sich die Arbeitsverhältnisse (Arbeitszeit, Arbeitsinhalte etc.) immer wieder. Dann stimmen häufig die schriftlichen Arbeitsverträge nicht mit den tatsächlichen Arbeitsstunden oder Tätigkeiten überein.</p>
<h2>5. Arbeitszeit</h2>
<h3>Länge der vereinbarten Arbeitszeit</h3>
<p>Im Durchschnitt beträgt die Arbeitszeit 30,77 Stunden die Woche. Insgesamt haben ca. 68% der Befragten ihre vertragliche Arbeitszeit schlüssig angegeben.<br />
Die angegebene Arbeitszeit ergibt daraus:<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-1843" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/09arbeitszeit-1-300x86.png" alt="" width="519" height="149" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/09arbeitszeit-1-300x86.png 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/09arbeitszeit-1.png 589w" sizes="auto, (max-width: 519px) 100vw, 519px" /></p>
<h3>Stimmt die reale Arbeitszeit mit der vereinbarten überein?</h3>
<p>Auf diese Frage haben 70,7 % der Befragten geantwortet. Von diesen wiederum stimmte bei 44 % die reale mit der vereinbarten Arbeitszeit überein. Bei einer Mehrheit von 56 % ist das nicht der Fall.</p>
<h4>Begründungen</h4>
<p>Auf die Frage, ob sie zu freiwilligen Überstunden bereit wären, äußerten sich 72% der Befragten. Davon waren 32,4% zu freiwilligen Überstunden bereit. Beim Abrechnungsmodus von Überstunden fällt auf, dass nur bei sehr wenigen die Überstunden eindeutig ausbezahlt werden (2%). Bei den meisten Kolleg*innen werden Überstunden mit Ausgleichsstunden verrechnet (43%) oder es besteht keine klare Reglung (43%). Bei nur wenigen Kolleg*innen werden Überstunden eindeutig nicht ausbezahlt (5,6,%). Viele Kolleg*innen geben hier allerdings keine klare Antwort an (27%).</p>
<p>Unklare Verhältnisse zur Berechnung der Arbeitszeit sind oft Ursache für diese Unklarheit. So sind Regelungen zur Vorbereitung, Anfahrtsweg und Nachbereitung teilweise nicht klar oder sie werden vom Arbeitgeber zu Lasten der Beschäftigten interpretiert.</p>
<p>Auch fällt auf, dass bei gebunden Arbeitsverhältnissen (also z. B. im Heimbereich mit Schichtdienst) die Bereitschaft oder Notwendigkeit zu Überstunden höher ist. Verrechnungsmodi bleiben oft unklar.</p>
<p>Teilweise sind auch nur Aufträge klar benannt und die Umsetzung bleibt den Arbeitnehmer*innen überlassen. Auch wird in höher gestellten Positionen davon ausgegangen, dass auf dieser Ebene nicht abgerechnete Überstunden geleistet werden.</p>
<p>Eine teils hohe Bereitschaft zur Selbstausbeutung und wenig Kenntnis oder Interesse an gesetzlichen Regelungen und Mitbestimmungsrechten tun ein Übriges dazu, dass Unklarheiten nicht beseitigt werden.</p>
<h3>Wie ist die zeitliche Struktur des Arbeitstages?</h3>
<p>Was die zeitliche Struktur des Arbeitstages betrifft, arbeiten die meisten der Befragten flexibel, entweder nach eigener Festlegung (34 %) oder in Abhängigkeit von den Klienten (24 %). Weitere 22% der Befragten arbeiten durchgehend z.B. von 9 bis 17 Uhr.</p>
<h3>Werden Zeiten für Vorbereitung usw. bezahlt?</h3>
<p>Angaben zur Bezahlung von Vorbereitungszeiten machten nur die Hälfte der Befragten. Unter ihnen geben Zweidrittel an, dass ihre Vorbereitung bezahlt wird, bei weiteren 20 % wird die Vorbereitung teilweise bezahlt und nur etwa 12 % erhalten keine Vergütung für die Vorbereitungszeiten. Die für die Vorbereitung zur Verfügung stehende Zeit wird für eine qualitativ gute Arbeit als deutlich zu gering eingeschätzt. Manche müssen Vor- und Nachbereitung privat erledigen, während andere genau darauf achten, sich alle Arbeitszeiten aufzuschreiben, insofern das möglich ist.</p>
<blockquote><p>„Leider gibt es nur ein sehr geringes Zeitbudget für Vor- und Nachbereitung. Mir reicht das nicht, um meinen Ansprüchen dafür gerecht zu werden.“</p>
<p>„Ich schreibe mir die Vorbereitung einfach als Arbeitszeit auf […] was nicht bezahlt wird mach ich nicht“</p>
<p>„wurden Dinge in der Arbeitszeit nicht geschafft, mussten sie privat erledigt werden bzw. wurden nicht vergütet“</p></blockquote>
<h3>Aufreger beim Thema Arbeitszeit</h3>
<p>Einige Befragte berichten, dass oft keine Pausen gemacht werden und Erreichbarkeit auch außerhalb der eigentlichen Arbeitszeit erwartet wird. Die Entlohnung von Nachtbereitschaft (2,5 Stunden bezahlt bei 8 Stunden Anwesenheit) wird als ungerecht empfunden.</p>
<blockquote><p>„Die Arbeitszeit soll im Stundenkontingent bleiben, jedoch ist die Arbeit in dieser Zeit nicht oder nur unzufriedenstellend zu bewerkstelligen“</p></blockquote>
<p>Der Freizeitausgleich von Überstunden ist dann problematisch, wenn die Arbeitsbelastung stabil hoch bleibt. Andere Kolleg*innen empfinden die flexible Mehrarbeit bei schwankendem Arbeitsaufkommen als angemessen. Insgesamt verlangen die Arbeitszeiten im Feld der Sozialen Arbeit den Beschäftigten eine sehr hohe Flexibilität ab.</p>
<h2>6. Fachlichkeit</h2>
<p>Die Befragten wurden gebeten, mit der Vergabe einer Schulnote zu bewerten, ob fachliche Standards und Debatten in ihrer alltäglichen Arbeit eine Rolle spielen. Folgende Grafik zeigt die Verteilung. Der Notendurchschnitt lag bei 2,93.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-1842" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/10fachlichkeit-300x169.jpeg" alt="" width="506" height="285" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/10fachlichkeit-300x169.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/10fachlichkeit.jpeg 605w" sizes="auto, (max-width: 506px) 100vw, 506px" /></p>
<p>In den offenen Antworten wurde von den Befragten oft betont, dass es wenig Zeit für fachliche Debatten gebe und teilweise auch, dass diese von der Leitung nicht erwünscht seien, da diese zu zeitaufwendig wären. Andere Befragte gaben an, dass fachliche Debatten bei ihnen im Betrieb durchaus eine Rolle spielten. Als Platz für den fachlichen Austausch wurden oft Gespräche unter Kolleg*innen und Teamsitzungen genannt. Sowohl von den Ergebnissen der Benotung als auch von den offenen Antworten ist davon auszugehen, dass die Implementierung fachlicher Standards und Debatten sich je nach Träger stark unterscheiden.</p>
<h3>Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit für die Lösung sozialer Probleme</h3>
<p>Die Mehrheit der Befragten schätzte ihre Arbeit als sinnvoll für das Lösen von sozialen Problemen ein. Nur sehr wenige Befragte antworteten auf diese Frage mit einem klaren Nein. Ein nicht unerheblicher Anteil der Befragten schätzte ihre Position als ambivalent ein. Oft wurde zwar betont, dass in Einzellfällen eine konkrete Verbesserung der Situation der Klienten erzielt werden konnte, sich aber dadurch nichts an den generellen sozialen Problemlagen ändern würde, die immer wieder erneut „Klienten“ produzierten.</p>
<blockquote><p>„Gerade bei der Betreuung von minderjährigen Geflüchteten, die dann nach 3 Jahren abgeschoben werden, habe ich teilweise das Gefühl, dass sie umsonst ist. Bei anderen jungen Menschen bin ich eher ein Puffer zwischen den Klient_innen und den Akteur_innen bei den Ämtern. Deshalb bin ich eher eine Symtombekämpferin als eine Problemlöserin.“</p>
<p>„Hat viele sinnvolle Anteile die aber in der Praxis oft nicht zur Anwendung kommen. Soziale Probleme sind politisch, gesellschaftlich zu bearbeiten und vielleicht auch zu lösen. Dort könnte Soziale Arbeit ein Rolle spielen. Wenn sie es denn wollte und schafft sich zu organisieren. Sehr sinnvoll als individuelle Lösung für Probleme von Menschen, strukturell wenig wirkungsvoll.“</p></blockquote>
<h3>Womit wird die Arbeitszeit verbracht?</h3>
<p>Die Mehrzahl der Befragten verbringen von 10 bis 30% ihrer Arbeitszeit mit Bürokratie am Arbeitsplatz (Dokumentation, Eigenmittel einwerben, etc.). Noch einmal 10 bis 30% nimmt die Bewältigung der Bürokratie mit den Klienten in Anspruch. Der Anteil für die direkte sozialpädagogische Arbeit mit den Klienten verteilt sich relativ gleichmäßig auf die Kategorien 21-30%, 31-40%, 41-50% und 51% und mehr. Dies dürfte an den verschiedenen Arbeitsfeldern mit ihren verschiedenen Anforderungen liegen. Der Austausch mit Kolleg*innen, Teamsitzungen und der fachliche Austausch macht für die Mehrheit ca. 11-20 % ihrer Arbeitszeit aus.</p>
<h3>Unterschied eigene fachliche Haltung und die des Arbeitsgebers</h3>
<p>Sehr oft wurde genannt, dass die Beschäftigten sehr auf die Fachlichkeit ihrer Tätigkeit achten, während der Arbeitgeber viel mehr auf die Wirtschaftlichkeit des Handelns schaut. Dies scheint beim Thema „Fachlichkeit“ die größte Konfliktlinie zwischen Träger und Angestellten zu sein. Teilweise wurde auch noch die vom Träger nicht gewünschte politische Perspektive genannt. Es gab aber auch bei vielen Befragten eine hohe Übereinstimmung zwischen den fachlichen Haltungen.</p>
<blockquote><p>„Die prinzipielle Haltung unterscheidet sich nicht grundlegend. Allerdings unterscheidet sich vor allem der Blick von der Arbeit direkt mit den Klient*innen und der Notwendigkeit der Wirtschaftlichkeit der Maßnahme. Hierdurch werden fachliche Entscheidungen nicht möglich, da sonst weniger Geld vorhanden wäre.“</p>
<p>„Politische Perspektive (fach- und sozialpolitische) sollte nach Meinung des Arbeitgebers keinen Platz in unserer Arbeit haben. Bei der fachlichen Einschätzung konkreter Arbeitssituationen gibt es viel Übereinstimmung.“</p></blockquote>
<h3>Kommentare zu Fachlichkeit</h3>
<blockquote><p>„Fachliches Arbeiten ist oft dann nicht möglich, wenn zu viel Arbeit bei zu wenig Zeit ist – Mehr Stellenprozente/Personal würde mehr zu mehr Fachlichkeit führen.“</p></blockquote>
<h2>7. Aktiv werden</h2>
<h3>Was nervt Dich am meisten an Deiner Arbeit?</h3>
<p>Auf diese Frage kamen erwartungsgemäß sehr verschiedene Antworten. Am häufigsten beschwerten sich die Kolleg*innen über (zu) viel Bürokratie, eine generell hohe Arbeitsbelastung mit vielen zu erbringenden Überstunden, dadurch (zu) wenig Zeit für fachliches Arbeiten, einen zu geringen Lohn, wenig Mitbestimmung und fehlende innerbetriebliche Demokratie sowie über die mangelnde Wertschätzung der erbrachten Arbeit im Allgemeinen. Mehrfach genannt wurden Befristungen, Personalmangel, fehlende finanzielle Ausstattung der eigenen Arbeit und zu wenig Kontakt zu Kolleg*innen. Besonders die Punkte hohe Arbeitsbelastung, mangelnde Wertschätzung des Berufs und die fehlende Mitbestimmung könnten Themen für kommende politische Kampagnen rund um die Tarifauseinandersetzungen darstellen.</p>
<h3>Welche strukturellen Probleme erschweren Deine Arbeit?</h3>
<p>Auch auf diese Frage gab es einen bunten Strauß an Antworten. Mit Abstand am Häufigsten wurde die überbordende Bürokratie (z.B. der hohe Dokumentationsaufwand), rechtliche Unsicherheiten bei der eigenen Arbeit und starke Hierarchien im Betrieb genannt. Des weiteren erschweren ein auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtetes Handeln der Träger, Befristungen der Anstellung, sowie nicht vorgesehene, aber in der Arbeit mit den Klienten zwingend notwendige Tätigkeiten die alltägliche Arbeit der Befragten.</p>
<h3>Was gefällt Dir am besten an Deiner Arbeit?</h3>
<p>Mit weitem Abstand am häufigsten wurde auf diese Frage „die Arbeit mit den Klienten“ genannt. Auch die hohe Flexibilität und Autonomie der Ausgestaltung der Arbeit, die gute Arbeit mit Kolleg*innen, eine hohe Abwechslung, sowie das Gefühl eine sinnvolle Arbeit zu verrichten wurden von mehreren Befragten ausgeführt.</p>
<h3>Was sollte dringlichst geändert werden?</h3>
<p>Sehr häufig genannt wurden eine höhere Entlohnung, der Abbau von Hierarchien im Betrieb, eine höhere (gesellschaftliche) Wertschätzung der erbrachten Arbeit und die Einstellung von mehr Personal um die Arbeitsbelastung zu senken. Auch eine Entfristung von Verträgen, eine bessere Infrastruktur (Büros, IT) sowie der Abbau von Bürokratie wurden gewünscht.</p>
<h3>Wo bist Du auch bereit mitzumachen?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone  wp-image-1841" src="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/11bereitschaft-zur-beteiligung-300x169.jpeg" alt="" width="502" height="283" srcset="https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/11bereitschaft-zur-beteiligung-300x169.jpeg 300w, https://freiburg.fau.org/wp-content/uploads/2021/01/11bereitschaft-zur-beteiligung.jpeg 605w" sizes="auto, (max-width: 502px) 100vw, 502px" /><br />
Große Bereitschaft besteht bei den Befragten, einer Gewerkschaft beizutreten und Demonstrationen zu besuchen (beides immerhin 25% der Befragten). Auch kollektives Handeln im Betrieb können sich einige vorstellen, ohne jedoch in Gremien (wie dem Betriebsrat/Personalrat) oder in einer Betriebsgruppe mitzuarbeiten.</p>
<p>Aus unserer Perspektive ist der Aufbau von aktiven Betriebsgruppen in Kombination mit einem offensiv agierenden Betriebsrat jedoch unerlässlich, um eine reale Kampfkraft in den Betrieben zu entwickeln und Forderungen nicht nur zu stellen, sondern sie auch durchzusetzen. Für kommende Kampagnen wird es nötig sein, das Konzept der Betriebsgruppe unter den Kolleg*innen bekannter zu machen. Es sollte jedoch auch nicht unterschlagen werden, dass ca. 1/3 der Befragten keine Angaben machten.</p>
<blockquote><p>„Ich finde einen kollektiven Streik aller Sozialarbeiter*innen mit möglicher Solidarisierung der Klient*innen sinnvoll, zu deren Lasten ja auch und vor allem die schwierigen Bedingungen gehen.“</p></blockquote>
<h3>Wo bist Du schon aktiv?</h3>
<p>Die meisten der Aktiven hatten versucht, individuell auf Probleme zu reagieren. Darunter gibt es ein paar Gewerkschaftsmitglieder (v.a. Verdi), wenige sind im Betriebsrat/Personalrat oder einer Mitarbeitervertretung aktiv oder organisierten kollektive Aktionen in der Belegschaft. Insgesamt gab es im Vergleich zu den anderen Fragen hier aber weniger Rückmeldungen.</p>
<h3>Welche Forderungen in den kommenden Tarifverhandlungen sind Dir am wichtigsten?</h3>
<p>Der Mehrheit der Befragten waren prozentuale Lohnforderungen gegenüber den (solidarischeren) Sockelbetrag-Forderungen wichtiger. Eine leichte Mehrheit der befragten würde auch Forderungen nach Mindestbesetzungen und einem höheren Personalschlüssel begrüßen. Arbeitszeitverkürzung und mehr bezahlte Fortbildungen sind dagegen für die meisten Sozialarbeiter*innen aktuell kein Thema.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Aus den Ergebnissen der Umfrage haben wir einige Thesen und Forderungen abgeleitet.</p>
<h3>Thesen</h3>
<p>1) Sozialarbeiter*innen wollen stärker an Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen beteiligt werden .</p>
<p>2) Fachliche Argumente werden durch ökonomische Argumente in den Hintergrund gedrängt .</p>
<p>3) Viele Fachkräfte sind über ihre Rechte und Ansprüche nicht genügend informiert.</p>
<p>4) Befristung aus sachlichem Grund wird in der Sozialen Arbeit missbraucht.</p>
<p>5) Die Arbeitsbelastung ist in vielen Fällen zu hoch.</p>
<p>6) Viele Fachkräfte wollen oder können nicht Vollzeit arbeiten, weil es arbeitsorganisatorisch nicht möglich ist oder sie sich selbst vor zu großer Arbeitsbelastung schützen wollen.</p>
<p>7) Es fehlt an Wertschätzung und angemessener Bezahlung.</p>
<p>8) Die nur teilweise Bezahlung von Nachtbereitschaftsdiensten am Einsatzort selbst (z.B. im Heim) ist ein Skandal.</p>
<h3>Forderungen</h3>
<p><strong>Mit Blick auf die Profession:</strong> Soziale Arbeit muss sich besser organisieren – nur so kann geltendes Recht durchgesetzt und Fachlichkeit gegenüber ökonomischen Gesichtspunkten gestärkt werden! Werdet aktiv und schließt Euch zusammen!</p>
<p><strong>Auf der betrieblichen Ebene:</strong> Organisiert Euch auch im Betrieb oder in Eurer Einrichtung – sucht Gleichgesinnte, dann seid Ihr nicht mehr allein! Macht euch schlau und informiert Euch über Eure Rechte! Nutzt die Möglichkeiten der betrieblichen Mitbestimmung! Gründet Betriebsgruppen!</p>
<p><strong>In Richtung Gewerkschaften:</strong> In den Tarifauseinandersetzung sollten nicht nur monetäre Aspekte behandelt werden – wir sollten Wege finden, auch Arbeitsbelastung, Gesundheit oder Personalschlüssel tariffähig zu machen! Gute Arbeit braucht Kontinuität – deshalb muss die Befristungspraxis beendet werden! Volle Bezahlung für Nachtbereitschaftsdienste!</p>
<p><strong>Mit Blick auf die Kommune:</strong> Es bedarf des Drucks auf die Gemeinderatsfraktionen! Die Kommune soll nur solchen Trägern Zuschüsse gewähren, die mindestens nach Tarif bezahlen.</p>
<h3>Und nun?</h3>
<p>Die Ergebnisse sollen als Grundlage für eine Intervention in den kommenden Tarifauseinandersetzungen dienen. Außerdem sollen die Ergebnisse dazu anregen, in Euren Teams und Fachausschüssen zu diskutieren und Euch mit Gleichgesinnten am Arbeitsplatz zusammenzuschließen. Wie sind die Arbeitsbedingungen bei Euch vor Ort? Was wollt und was könnt Ihr verändern? Die Umfrage war als Auftakt für solche und ähnliche Fragen gedacht.<br />
Darüber hinaus wollen wir in der nächsten Zeit mit regelmäßigen Veranstaltungen Selbstorganisation fördern, insbesondere das Thema „Betriebsgruppe“ scheint unter Kolleg*innen wenig bekannt zu sein, ist aber unseres Erachtens ein wichtiger Ausgangspunkt für politisches und gewerkschaftliches Handeln im Betrieb.<br />
Schaut auf unsere Homepage, tragt euch in den Mail-Verteiler ein und kommt gerne bei unseren monatlichen Treffen vorbei – die Termine findet Ihr ebenfalls auf der Homepage. Und wenn Ihr vor Ort Unterstützung braucht, meldet euch!</p>
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<p>Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Freiburg<br />
<a href="https://aksfreiburg.wordpress.com/">aksfreiburg.wordpress.com</a><br />
aks-freiburg@gmx.de</p>
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