FAU-Veranstaltungen


Wir haben unsere GASTRO-Kampagne gestartet! Ich hätte gern eine Pizza… und eine Bedienung, die anständig bezahlt wird…


 

JANUAR
– 19.01. 20 Uhr | Konzert: Geigerzähler | KTS

OKTOBER
– 22.10. 2019 | Soli-Konzert mit Früchte des Zorns |

REGELMÄSSIGE TREFFEN:
Gewerkschaftliche Beratung/Gastro-Kampagne-Treffen: am 1. Donnerstag im Monat 20-21 Uhr im „Büro für GRENZENLOSe Solidarität“ in der Adlerstr. 12 (Grether-Gelände) (aktuell findet das Treffen für Organisierung in der GASTRO statt)
Offenes FAU-Treffen | Jeden 3. Freitag im Monat um 20 Uhr. | GRENZENLOS

Musik und Lesung mit Paul Geigerzähler mit Sahara B: 19.01. 20 Uhr | Lesebühne KOPFSTAND

Kaum hat das neue Jahr begonnen, haben wir von der FAU Freiburg gleich einen Soli-Auftakt im Programm: Paul Geigerzähler mit Sahara B. am 19. Januar 2019 in der KTS
Nach der beeindruckenden und spannenden Lesebühne mit Musik vor eineinhalb Jahren freut es uns, daß die beiden auf ihrer Tour von Zürich bis Bautzen wieder in der KTS Freiburg Station machen. Ihre Konzerte/Lesungen finden regelmäßig im Einzugsgebiet der Hausbesetzter*innenbewegung ihren Platz und sind oftmals Soli für linke, anarchistische und gewerkschaftliche Gruppen. Das passt ja hervorragend, denn wir von der FAU sind alles drei!
Mit unplugged Punk Rock-Violine, Waschbrett und bissig satirischen Texten, auch über die eigenen Strukturen, dringen sie in eure Ohren und bringen statt den Beinmuskeln die Gehirnzellen in Schwung. Besonders wenn Paul rotzig-frech auch die Befindlichkeiten der linksradikalen Szene auf die Violinensaiten spannt, wie z.B. in dem Stück „Revolutionsmusik“.
Das Programm KOPFSTAND ist eine Lesebühne mit Musik und zugleich eine Seifenoper – monalich erstellt und vorgetragen von Sahara B., Geigerzähler und dem Papst persönlich. Alle Texte und Songs werden eigens für den KOPFSTAND geschrieben und danach in der Lügenfresse entsorgt. Es sei denn, sie landen im EXPORT: und Export ist, wenn mindestens zwei Drittel des Kopfstands irgendwo hinfahren und eine Auswahl lesen und spielen – meist mit etwas höherem Musikanteil.

Wann: Samstag, 19. Januar 2019, 20 Uhr
Wo: KTS, Freiburg

Entlassung eines FAU-Gewerkschafters bei Foodora in Freiburg

Mitte November erhielt eines unserer Mitglieder von seinem Arbeitgeber, der digitalen Essenslieferplattform Foodora, eine Kündigung zum Monatsende. Zuvor hatte der Fahrradkurier zur Gründung eines Betriebsrats bei Foodora Freiburg aufgerufen und hatte in der Presse mangelhafte Arbeitsbedingungen kritisiert. Kritikpunkte der Foodora-Kuriere sind unter anderem, dass sie ihre Arbeitsmittel (Fahrrad und Smartphone) selbst stellen und für deren Wartung aufkommen müssen.
„Zieht man die Kosten, die den Kurieren dadurch entstehen von den neun Euro Stundenlohn ab, so landet man deutlich unter dem derzeitigen Mindestlohn von 8,84“ erklärt Peter Dreyer, Pressesprecher der FAU Freiburg. Außerdem beklagen die Fahrradkuriere eine intransparente Schichtplanung, die ihrer Kontrolle weitgehend entzogen ist. Sie berichten auch, dass im Krankheitsfall immer wieder bereits eingetragene Schichten, die der Arbeitgeber bezahlen müsste, aus der Planung verschwinden. Zusätzlich sei es in den letzten Monaten immer wieder zu Verspätungen in der Lohnauszahlung gekommen. „Die FAU Freiburg fordert Foodora auf, die Entlassung unseres Mitglieds zurückzunehmen und seine Beschäftigten fair zu behandeln,“ erklärt Dreyer. Dabei schließt sie sich den konkreten Forderungen an, die die FAU Berlin in gescheiterten Verhandlungen mit dem Arbeitgeber stellte. Diese sind: Übernahme aller Materialkosten, Erhöhung des Stundenlohns um mindestens einen Euro; Transparente Schichtplanung, mindestens eine bezahlte Stunde pro Woche für Schichtplanung und Wartung der Ausrüstung.

GASTRO-Kampagne der FAU Freiburg:
Ich hätte gern eine Pizza… und eine Bedienung, die anständig bezahlt wird…
https://freiburg.fau.org/lohnspiegel-gastro/

FAU-Einblicke in die Freiburger Gastronomie: Gastronaut*innen aller Tresen vereinigt euch!

Lohnklau in malerischer Kulisse

Freiburg und die Region ist bekannt für den Schwarzwald und den damit zusammenhängenden Tourismus. In malerischen Berglandschaften gibt es aber viele schlechte Arbeitsbedingungen, gerade in der Tourismusbranche. So auch am Fuße des Feldbergs.
In einem Hotel wurde auf die Unwissenheit über das Arbeitsrecht einer migrantischen Arbeitskraft spekuliert, ihre Sprachbarrieren und die Abgeschiedenheit des Arbeitsplatzes. Hier konnte die FAU Freiburg die ausstehenden Löhne eintreiben.

Das ist eine von vielen Auseinandersetzungen, die wir in den letzten Jahren in der Freiburger Gastronomie geführt haben. Mit diesem Text wollen wir in fünf Beispielen zeigen, was wir dabei gemacht haben und auf welche Grenzen wir gestoßen sind. Weiter lesen „FAU-Einblicke in die Freiburger Gastronomie: Gastronaut*innen aller Tresen vereinigt euch!“

23.10. | Ein Tagebuch der bayerischen Revolution: Der kurze Frühling der Räterepublik

23.10. 18:30 Uhr | Buchvorstellung: Der kurze Frühling der Räterepublik mit RLC zusammen | Strandcafe (Adlerstr.12)

Vor hundert Jahren gelang einem behäbigen Völkchen am Rande der Alpen eine der wenigen erfolgreichen Revolutionen Deutschlands. Das Tagebuch der Bayerischen Räterepublik rekonstruiert das Geschehen anhand der Erlebnisse dreier revolutionärer Persönlichkeiten: Dem Anarchisten Erich Mühsam (Revolutionärer Arbeiterrat), der Kommunistin Hilde Kramer (KPD) und dem radikalen Sozialisten Ernst Toller (USPD). Weiter lesen „23.10. | Ein Tagebuch der bayerischen Revolution: Der kurze Frühling der Räterepublik“

Der Textfundus der 68er-Fundamentalopposition: Lektüre und Revolte

Fr. 23.11. 20 Uhr JosFritz Cafe (Wilhelmstr. 15) Eintritt 5€/3€

Die wichtigsten Schriften der „Neuen Linken“ transportierten eine radikale Unversöhnlichkeit mit dem Bestehenden und entwarfen Utopien einer anderen, herrschaftsfreien Gesellschaft. Als „Lesebewegung“ verschlangen die 68er die Befreiungstheorien von Herbert Marcuse, Marx und Mao, Alexandra Kollontai, Wilhelm Reich und Frantz Fanon. Als Teil eines „oppositionellen Theoriemilieus“ rangen sie um den richtigen begrifflichen Zugang zu Geschichte und Gegenwart der Gesellschaft, um sie radikal zu verändern. Weiter lesen „Der Textfundus der 68er-Fundamentalopposition: Lektüre und Revolte“

Sa 20.10. 20 Uhr | Vortrag und Diskussion | Räumlichkeiten des Chaos Computer Club: Deliverunion – die Lieferdienst-Kampagne in alle Städte tragen

«Foodora, Deliveroo, shame on you!» rufen rund 80 Fahrradkurriere mit pinken und türkisen Rucksäcken auf ihrem Weg durch die Berliner Innenstadt. Sie fordern bessere Bezahlung, die Übernahme der Kosten für Arbeitsmittel und ein Schichtsystem, dass ihnen erlaubt, genug zu arbeiten, um über die Runden zu kommen. Weiter lesen „Sa 20.10. 20 Uhr | Vortrag und Diskussion | Räumlichkeiten des Chaos Computer Club: Deliverunion – die Lieferdienst-Kampagne in alle Städte tragen“

Ein Zwischenbericht: Ich hätte gern eine Pizza… und eine Bedienung, die anständig bezahlt wird

„Wenn bei uns nicht genügend Gäste in der Bar sind, werden unsere Arbeitsstunden nicht gezählt“, berichtet die Barkeeperin Karin S.* aus Freiburg. Sie ist nicht die Einzige …“

*Name von der Redaktion geändert.

In der Gastronomie haben wir oft mit erheblichen Missständen zu kämpfen: niedrige Löhne, unbezahlte Arbeits- und Überstunden, miserable Arbeitsbedingungen, Arbeitsrechtsverstöße, wie keinen bezahlten Urlaub und fehlende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Einbehaltung von Trinkgeldern, Personalknappheit, geringe Wertschätzung, Diskriminierungen – insbesondere sexistische und rassistische. Weiter lesen „Ein Zwischenbericht: Ich hätte gern eine Pizza… und eine Bedienung, die anständig bezahlt wird“

Schritte gegen zu wenig Lohn für zu viel Lebenszeit: Heute fange ich an weniger zu arbeiten

Lohnarbeit ist ein bestimmender Umstand dieser Gesellschaft. Wir verbringen sehr viel Zeit damit, diese können wir auch zur politischen Arbeit nutzen um das Verhältnis von Arbeit und menschlicher Emanzipation beackern.
An diesem Abend wollen wir gemeinsam mit euch einen bunten Strauß an Möglichkeiten der individuellen, kollektiven und politischen Intervention in die Lohnarbeitswelt vorstellen und mit euren Erfahrungen vielleicht auch Neues gegen prekäre Jobs, Arbeitsverdichtung und Lohnarbeit entwickeln.
Denn alleine ist es meist schwieriger, Forderungen zu stellen oder Verbesserungen zu bewirken. Deshalb ist es besser wenn du dich mit deinen Kolleg*innen zusammenschließt. Oft setzt es doch längere Prozesse voraus, bis Leute bereit sind Maßnahmen gegen ihre „Übergebenen“ (Vorgesetzten) zu ergreifen. Auch wenn ihr erst mal Angst vor einer Auseinandersetzung habt oder sich organisieren nach viel Arbeit klingt, denkt daran: Der Arbeitstag mag vorbeigehen, den Stress nehmt ihr aber mit in den Feierabend.
In diesem Sinne: „Das Recht auf Wohlstand ist die soziale Revolution, das Recht auf Arbeit ist günstigenfalls ein industrielles Zuchthaus.“ Peter Kropotkin

Do. 03. Mai 20-22 Uhr grenzenlos (Adlerstr. 12 – Grether-Gelände)

Der Kampf gegen die (Lohn)Arbeit macht Arbeit! (.pdf)

Sacco und Vanzetti

Mo. 18.06. 20 Uhr | Sacco und Vanzetti | aka Filmclub KG II Raum 2006

Peter Millers Dokumentarfilm, der seit letztem Jahr (2017) in deutscher Übersetzung vorliegt, erzählt die Geschichte der beiden italienischen Migranten und Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die 1920 in den USA wegen Raubmordes angeklagt und – nach einem fragwürdigen, von politischen und rassistischen Vorurteilen geprägten Prozess – am 23. August 1927 in Boston hingerichtet wurden. Im Film werden Sacco und Vanzettis Gefängnisschriften mit Interviews und historischem Filmmaterial verwoben.
Die Geschichte um Sacco und Vanzetti ist weltbekannt und dabei aus mehreren Gründen interessant: Nicht nur handelte es sich um zwei Arbeiteraktivisten, die Opfer der US-amerikanischen Klassenjustiz wurden und Parallelen zu Fällen wie jenem von Mumia Abu-Jamal und Leonard Peltier aufscheinen lassen, sondern der Fall gewinnt auch deswegen an Aktualität, weil es sich um Arbeitsmigranten handelte. So schreibt Bartolomeo Vanzetti in einem Brief aus dem Gefängnis: „Warum wurden alle meine Zeugen, einfache Leute, die nur die einfache Wahrheit sagen wollten, über die Achsel schief angesehen und ausgelacht? Ihren Worten wurde nicht geglaubt, denn sie waren ja auch nur Ausländer… die Zeugenaussagen von Menschen sind glaubhaft – aber von Ausländern… bah!“ Doch es gibt noch einen weiteren entscheidenden Punkt: Die für heutige Verhältnisse schier unglaubliche und strömungsübergreifende linke Solidarität: In der Weimarer Republik waren die Proteste für Sacco und Vanzetti eine der seltenen gemeinsamen Aktionen von Kommunist*innen, Anarchist*innen und Syndikalist*innen – gemeinsam konnten sie 100.000 Menschen in Berlin mobilisieren. Die größten Demonstrationen für Sacco und Vanzetti fanden in Frankreich und im bereits faschistischen Italien statt. 24-stündige Generalstreiks gab es u.a. in New York, in Montevideo und in zahlreichen Städten Süd- und Mittelamerikas. Die globalen Unruhen angesichts der empfundenen (und tatsächlichen) Ungerechtigkeit ließen selbst die Aktienkurse fallen.
Und so zeigt uns der Fall „Sacco und Vanzetti“ auch ein eindrückliches Beispiel von internationaler Solidarität.

Mi. 4. April 20 Uhr | KTS: Früchte des Zorns – Soli Konzert

Wer Früchte des Zorns noch nicht kennt, sollte sich nicht vom Namen in die Irre führen lassen. Denn obwohl der Bandname schwer nach Krachmusik klingt, erwartet eine_n genau das Gegenteil. Die drei Berliner_innen spielen ein Akustikset, das sich musikalisch irgendwo zwischen Antifolk und Kleinkunstpunk einordnen lässt.

Ihre Musik ist sehr emotional, persönlich und voller Sehnsucht nach einem besseren Leben. Sie berührt tief und schüttelt vergessene Träume wach – mal schmerzhaft, mal zärtlich und einfühlsam – auf der Suche nach Veränderung und einer radikalen Umwälzung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Musikalisch bestückt mit ausdrucksstarken Stimmen, getragen von Gitarre, Geige, Posaune, Glockenspiel und Schlagwerk.

Mi. 4. April 20 Uhr (doors) 20:30 Uhr (Konzertbeginn – pünktlich!) | KTS