Buchtipp

Der Buchtipp für Mai aus deiner FAU-Bibliothek: 

Generalstreik – Acht-Stunden-Tag und 1. Mai

Ein Kapitel aus der radikalen Arbeiterbewegung

(2009: Halfbrodt, Michael; Syndikat A)

In dieser kleinen Broschüre (32 Seiten) wird die Geschichte um die Entstehung des 1. Mai`s als Kampftag der Arbeiter:innen beleuchtet. Es wird deutlich gezeigt, wie eng dieser mit dem Kampf um den Acht-Stunden- Tag zusammenhängt, welche Opfer die Arbeiter:innen auf sich genommen haben und welch opportunistisches Verhalten die deutsche Sozialdemokratie gezeigt hat. Nicht zu vergessen ist zudem, dass Anarchist:innen eine treibende Kraft bei der Durchsetzung des 8-Stunden-Tags und damit auch bei der Einführung des 1. Mai`s waren. Aktuell werden von Staat und Kapital ständig neue Forderungen nach einer Erhöhung der Lebensarbeitszeit erhoben, zum Beispiel die Erhöhung des Renteneintrittalters, die Senkung der Sozialleistungen, Erhöhung der Wochenarbeitszeit oder die Verkürzung der Bildungswege.

Es wird Zeit, dass wir den Kampf um eine Arbeitszeitverkürzung wieder aufnehmen.
Denn der arbeitenden Klasse ist nichts geschenkt worden- daran erinnert uns der Autor in dieser Broschüre.

Auch erhältlich (2,50 €) an unserem Stand am 1. Mai ;) oder unter Link


Der Buchtipp aus deiner FAU Bibliothek

* Der Buchtipp von März 2026 *

Anarcho-Syndikalistinnen

Deutschsprachige Frauen im historischen Anarcho-Syndikalismus
(2025, Edition AV, Döhring, Helge)

 

Der historische Anarcho-Syndikalismus wird heute vor allem durch Männer repräsentiert. Über aktive Frauen ist kaum etwas bekannt. Es wurden in den letzten Jahren zwar einige Biographien herausgearbeitet, aber das sind Einzelfälle. Häufig wird zudem auf die spanischen „Mujeres Libres“ verwiesen, zu denen zahlreiche Veröffentlichungen vorliegen.

Helge Döhring beginnt nun diese Lücke zu füllen indem er 28 Akteurinnen des deutschsprachigen Anarcho-Syndikalismus vorstellt. Diese wirkten von 1898 bis in die 1950er Jahre.

Jedes biographisch konzipierte Kapitel stellt gleichzeitig ein anarcho-syndikalistisches Betätigungsfeld vor. Damit zeigt das Buch wie breit verankert und vielfältig die Beteiligung der Frauen war und wie wenig repräsentiert in der Geschichtsschreibung der Bewegung. Aber gleichzeitig auch welche Herausforderungen die Frauen zu bewältigen hatten und mit welchen Widerständen sie nicht zuletzt auch bei ihren eigenen Genossen zu kämpfen hatten.

Jedes Betätigungsfeld wird in die jeweilige Zeit und die entsprechenden gesellschaftlichen Bedingungen eingeordnet, sowie in den Kontext der anarcho-syndikalistischen Bewegung gestellt. Dadurch eignet sich dieses Buch auch durchaus für eine Einführung in die Geschichte des Anarcho-Syndikalismus.

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