FAU-Einblicke in die Freiburger Gastronomie: Gastronaut*innen aller Tresen vereinigt euch!

Lohnklau in malerischer Kulisse

Freiburg und die Region ist bekannt für den Schwarzwald und den damit zusammenhängenden Tourismus. In malerischen Berglandschaften gibt es aber viele schlechte Arbeitsbedingungen, gerade in der Tourismusbranche. So auch am Fuße des Feldbergs.
In einem Hotel wurde auf die Unwissenheit über das Arbeitsrecht einer migrantischen Arbeitskraft spekuliert, ihre Sprachbarrieren und die Abgeschiedenheit des Arbeitsplatzes. Hier konnte die FAU Freiburg die ausstehenden Löhne eintreiben.

Das ist eine von vielen Auseinandersetzungen, die wir in den letzten Jahren in der Freiburger Gastronomie geführt haben. Mit diesem Text wollen wir in fünf Beispielen zeigen, was wir dabei gemacht haben und auf welche Grenzen wir gestoßen sind. Weiter lesen „FAU-Einblicke in die Freiburger Gastronomie: Gastronaut*innen aller Tresen vereinigt euch!“

Sa 20.10. 20 Uhr | Vortrag und Diskussion | Räumlichkeiten des Chaos Computer Club: Deliverunion – die Lieferdienst-Kampagne in alle Städte tragen

«Foodora, Deliveroo, shame on you!» rufen rund 80 Fahrradkurriere mit pinken und türkisen Rucksäcken auf ihrem Weg durch die Berliner Innenstadt. Sie fordern bessere Bezahlung, die Übernahme der Kosten für Arbeitsmittel und ein Schichtsystem, dass ihnen erlaubt, genug zu arbeiten, um über die Runden zu kommen. Weiter lesen „Sa 20.10. 20 Uhr | Vortrag und Diskussion | Räumlichkeiten des Chaos Computer Club: Deliverunion – die Lieferdienst-Kampagne in alle Städte tragen“

Ein Zwischenbericht: Ich hätte gern eine Pizza… und eine Bedienung, die anständig bezahlt wird

„Wenn bei uns nicht genügend Gäste in der Bar sind, werden unsere Arbeitsstunden nicht gezählt“, berichtet die Barkeeperin Karin S.* aus Freiburg. Sie ist nicht die Einzige …“

*Name von der Redaktion geändert.

In der Gastronomie haben wir oft mit erheblichen Missständen zu kämpfen: niedrige Löhne, unbezahlte Arbeits- und Überstunden, miserable Arbeitsbedingungen, Arbeitsrechtsverstöße, wie keinen bezahlten Urlaub und fehlende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Einbehaltung von Trinkgeldern, Personalknappheit, geringe Wertschätzung, Diskriminierungen – insbesondere sexistische und rassistische. Weiter lesen „Ein Zwischenbericht: Ich hätte gern eine Pizza… und eine Bedienung, die anständig bezahlt wird“

Lohn oder Hohn: Über Arbeit in der Gastro reden…

In der Gastronomie haben wir oft mit erheblichen Missständen zu kämpfen: niedrige Löhne, unbezahlte Arbeits- und Überstunden, miserable Arbeitsbedienungen, Arbeitsrechtsverstöße wie nicht bezahltem Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Einbehaltung von Trinkgeldern, …, Personalknappheit, geringe Wertschätzung, Diskriminierungen insbesondere sexistische, rassistische.
Die Chef*innen haben dabei meist frei Hand, da sich niemand wehrt. Dies liegt einerseits an der unzureichende Kenntnis bezüglich des Arbeitsrechts und der Kampfmöglichkeiten, anderseits an der Angst vor Jobverlust oder mangelnder Konfliktbereitschaft, da der jeweilige Job nur als temporäre Zwischenstationen geplant ist. Weiter lesen „Lohn oder Hohn: Über Arbeit in der Gastro reden…“

Solidarität mit den kämpfenden Kolleginnen in Frankreich!

Gegen starken gewerkschaftlichen und gesellschaftlichen Widerstand wurde im Sommer 2016 in Frankreich das neue Arbeitsgesetz verabschiedet.
Dies bedeutete für ArbeiterInnen vor allem eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit sowie die Aufweichung des Kündigungsschutzes. Der neue Staatspräsident Macron und seine Regierung möchte nun eine weitere „Reform“ der Arbeitsgesetzgebung durchsetzen. Auf die Beschäftigten/ ArbeiterInnen in Frankreich werden dadurch zusätzliche Nachteile zukommen: Weiter lesen „Solidarität mit den kämpfenden Kolleginnen in Frankreich!“

FAU-Veranstaltungen


Wir haben unsere GASTRO-Kampagne gestartet! Ich hätte gern eine Pizza… und eine Bedienung, die anständig bezahlt wird…


 

NOVEMBER
– 23.11. 20 Uhr | Lesung: Lektüre und Revolte (mit Grether, josfritz und FAU) im josFritz-Cafe Eintritt: 5€/3€

REGELMÄSSIGE TREFFEN:
Gewerkschaftliche Beratung/Gastro-Kampagne-Treffen: am 1. Donnerstag im Monat 20-21 Uhr im „Büro für GRENZENLOSe Solidarität“ in der Adlerstr. 12 (Grether-Gelände) (aktuell findet das Treffen für Organisierung in der GASTRO statt)
Offenes FAU-Treffen | Jeden 3. Freitag im Monat um 20 Uhr. | GRENZENLOS

Das Beispiel der Gewerkschaft Unite in Aotearoa (Neuseeland): 1. Juni | Arbeiten auf Abruf – Der Kampf gegen Null-Stunden-Verträge

Arbeiten auf Abruf, nicht wissen wie viele Stunden man von Woche zu Woche hat. Sich abschuften in hektischen und unterbesetzten Fast-Food-Läden. Und das für einen Stundenlohn von $ 6,52 (4,44 €), wenn man unter 18 ist. Das war die Realität für Fast-Food-Arbeiter_innen in Aotearoa zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Die Gewerkschaft Unite gründete sich 2003 mit dem Ziel, die prekarisierten Arbeiter_innen zu organisieren und ihre Arbeitsbedingungen radikal zu verbessern. Unite organisierte 2006 den weltweit ersten Starbucks-Streik und erstritt seit ihrem Bestehen die Anhebung des Mindestlohns auf $15,25 (10,38 €), die Abschaffung von sogenannten Null-Stunden-Verträgen, die den Arbeiter_innen keine Mindestarbeitszeit garantieren, sowie die Abschaffung von Jugendlöhnen (der Mindestlohn für Minderjährige liegt unter dem Erwachsener). Was können wir von den Kämpfen Unites lernen? Wie sieht es mit Null-Stunden Verträgen in Deutschland aus und wie können wir uns dagegen organisieren? Nach einer Vorstellung der Kämpfe Unites würden wir diese Fragen gerne mit euch diskutieren.

Wann: Do. 1. Juni 20 Uhr
Wo: Büro für grenzenlose Solidarität (Adlerstr. 12)

Die Veranstaltung findet auf deutsch und englisch statt.

RDL | Fastfood-Streik in Neuseeland macht Spaß! Arbeiter_innen machen Imbissläden dicht

RDL | Vortrag „Arbeiten auf Abruf – Der Kampf gegen Null-Stunden-Verträge“ heute Abend (01.06.2017)“Ein bisschen Optimismus – Man kann sich organisieren und man kann auch mal was gewinnen“

Kommentar: Aus Gründen für die Abschaffung der Leiharbeit!

Dass im Leiharbeitsgewerbe gesetzliche Mindeststandard durch Tarifverträge unterboten werden, ist ein altbekanntes Problem und wird von der FAU seit nunmehr 9 Jahren kritisiert.
Nun willigt die IG Metall in der Metall- und Elektroindustrie in eine Höchstüberlassungsdauer von sage und schreibe 48 Monaten ein. Weiter lesen „Kommentar: Aus Gründen für die Abschaffung der Leiharbeit!“

mit direkter Aktion zum Lohn: Besuch doch mal deinen Chef….

Wir veröffentlichen ja nicht immer alles was wir so an Arbeitskämpfen machen, aber das passt zur Veranstaltung: „Selbstorganisierung im Stadtteil – Basisinitiative oder Bündnispolitik“
Besuch doch mal deinen Chef….
Vor zwei Monate kam ein FAUler mit einer Person ins Gespräch. Dabei kam raus das der Person Lohn vorenthalten wurde. Der Chef scheint die Unwissenheit der Person auszunutzen und vertröstete ihn immer wieder und zahlte den Lohn nicht. Wir machen ja öfters die Erfahrung das Unwissenheit, gerade auch Menschen mit Migrationshintergrund, ausgenutzt wird. Im Gespräch kam ebenso raus, dass beim vorherigen Job ebenso um Teil des Lohnes geprellt wurde.
Kurzum beim direkten Besuch des Chefs der fastfood-Kette durch die FAU kam der in Aktion und ging zum Bankautomaten und zahle die fehlende Kohle sofort aus. So kann schnelle direkte Hilfe auch aussehen. Und so konnte ohne ein Gericht zu bestellen direkt – bei der nicht gerade kleinen fastfood-Kette – der Lohn eingetrieben werden.

Wir kriegen nur wofür wir kämpfen – IT‘ S TIME TO ORGANIZE!

www | www.freiburg.fau.org
twitter | www.twitter.com/fau_freiburg
DA | www.direkteaktion.org
Mini-Job | http://minijobfreiburg.blogsport.eu

Do 06.04.2017 20 Uhr | SUSI-Cafe: Selbstorganisierung im Stadtteil – Basisinitiative oder Bündnispolitik

Spätestens seit der globalen Krise 2008 sind »Arbeit und Wohnen« wieder  Thema in der Linken. Nicht nur weil selbst der »abgeschwächte« Kriseneinbruch hier in Deutschland viele ArbeiterInnen an beiden Punkten  in die Zange nimmt: Angriff auf die Löhne und höhere Renditen auf (Wohn-)Immobilien sollen Gewinne und Investitionen stützen. Auch die  Linke selber kommt in die Zange – mehr Arbeit und steigende Mieten  erschweren kontinuierliche politische Organisierung. Deshalb versucht die Worker Center Initiative Freiburg Ausbeutungsbedingungen und globale  Klassenkämpfe zu thematisieren, und die Recht-auf-Stadt-Initiative nimmt  Mieten und Wohnen in den Focus. Aber ohne Ansätze von eigenständigen (Klassen-)Kämpfen und Selbstorganisierung bleibt es schwer, über eine  Agitation linker Kreise hinauszukommen.
Seit 2014 gibt es in Hamburg die Gruppe »Wilhelmsburg Solidarisch«, die  einen Anlaufpunkt bietet für alle, die mit Chefs, Vermieter*innen oder  Behörden Probleme haben und sich gegenseitig beraten und unterstützen  wollen. Eine »Alltagsorganisierung« die sie explicit als Alternative zur  »pseudo-politischen« Kampagnen- und Bündnisspolitik« durchbuchstabieren.
Die Themen sind vielfältig und reichen von Lohnklau, Jobcenterschikane,  Zwangsräumungen und Aufenthaltsproblemen bis zu Beitragsrückforderungen  von Krankenkassen. Wo es möglich und sinnvoll ist, setzt die Initiative  dabei auf öffentliche und direkte Aktionen. Gleichzeitig versuchen sie, die Ursachen nicht in individuellem Fehlverhalten zu suchen, sondern die zu Grunde liegenden gesellschaftlichen Verhältnisse zu thematisieren und  zu bekämpfen.

Mit zwei Vertreter*innen der Gruppe wollen wir über ihre politischen Ziele und bisherigen Erfahrungen diskutieren, aber auch welche Probleme und Grenzen es dabei gibt, eine solidarische Selbstorganisierung im  Stadtteil auf die Beine zu stellen und am Laufen zu halten.

Zeit: Donnerstag, 06.04.2017, 20 Uhr

Ort: Susi-Bewohner*innentreff, Vaubanallee 2

Veranstalter*innen: Worker Center Initiative Freiburg / Recht auf Stadt  – Freiburg

Flyer Selbstorganisierung im Stadtteil