Mitgliederzuwachs, Arbeitskonflikte, Corona-Kürzungen: Der Jahresbericht 2021 der FAU Freiburg

2021 konnte das Syndikat Freiburg einen kontinuierlichen Mitgliederzuwachs verzeichnen und auch bundesweit erhält die FAU mehr Zulauf, was unter anderem auch daran liegt, dass wir in der Öffentlichkeit durch aktive Kämpfe immer stärker wahrgenommen werden. Sei es der aktuelle Arbeitskampf beim Fahrrad-Lieferdienst „Gorilla“ in Berlin oder beim Pizza-Franchise „Domino“ in Leipzig. Ob Lieferdienste, Beschäftigte der „Buchhandlung Walther König“, Beschäftigte in der Gastronomie oder im Sozialbereich. Immer mehr Menschen wollen sich gegen schlechte Arbeitsbedingungen zur Wehr setzen und sich organisieren.

Die FAU ist dafür nach wie vor eine gute Adresse. Durch Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit und gerichtliche Verfahren werden immer wieder Erfolge erzielt. Es zeigt sich: Gewerkschaftliche Organisation ist auch im prekären Sektor möglich! Hilfreich kann dabei auch gute juristische Beratung sein. Deshalb haben wir eine Partnerschaft mit dem Verein „Aktion Arbeitsunrecht“ abgeschlossen.

Obwohl wir Zahlenmäßig wachsen, kommt es natürlich in erster Linie auch darauf an, dass mehr Personen auf ihren Arbeitsplätzen und in der FAU aktiv werden. Wenn Ihr Fragen habt, wendet euch gerne an uns! Wir freuen uns über jedes neue Mitglied. Mehr Infos gibt es im Podcast „Von einer besseren Welt für alle“ über die FAU Freiburg und in unserem Info-Video „10 Dinge, die Du noch nicht über deinen Arbeitsvertrag wusstest“.

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PM: FAU-Gewerkschaftsmitglied nach Forderung offener Lohnansprüche gekündigt

Ende August wurde ein Taxifahrer und Mitglied der Basisgewerkschaft FAU vom Unternehmen Taxi Thumberger unvermittelt gekündigt. Zuvor hatte er die Zahlung offener Lohnansprüche eingefordert. Ihm waren jahrelang die im Taxi-Gewerbe üblichen Stand- und Wartezeiten als „Pause“ ausgelegt und teilweise nicht entlohnt worden.

Seit mehreren Jahren arbeitet der betroffene Taxifahrer beim Taxiunternehmen „Taxi Thumberger (Baden-Blitz)“ aus der Ortenau. Die im Taxi-Gewerbe üblichen Stand- und Wartezeiten wurden ihm von der Geschäftsführung als Pause ausgelegt und dementsprechend teilweise nicht entlohnt. Unserer Rechtsauffassung nach sind Stand und Wartezeiten als Arbeitsbereitschaft zu werten und mit dem normalen Stundensatz zu entlohnen. Wir stützen uns dabei auf ein Urteil des LAG Berlin-Brandenburg aus dem Jahr 2018. Zudem gab es teilweise keine Lohnfortzahlung an Feiertagen, auch wurde – unserer Berechnungen nach – das Urlaubsentgeld nicht in korrekter Höhe ausgezahlt. Dementsprechend hat unser betroffenes Mitglied die offenen Ansprüche im niedrigen fünfstelligen Bereich eingefordert.“, so Stella Meier von der gewerkschaftlichen Erstberatung der FAU Freiburg.

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Erfolg gegen dean&david Freiburg HBF GmbH

Erfolg in der Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Freiburg: Aufhebungsvertrag wird in ordentliche Kündigung umgewandelt. dean&david Freiburg HBF GmbH muss Lohnnachzahlung im niedrigen vierstelligen Bereich an betroffenes FAU Mitglied entrichten.

Am Montag, den 10. Mai, fand die Güteverhandlung im Fall des gekündigten FAU Mitglieds beim Franchise Restaurant dean&david Freiburg HBF GmbH vor dem Arbeitsgericht Freiburg statt. Die Geschäftsführerin erschien erst gar nicht zur Verhandlung. Die eindeutige Beweislage zwang die Anwältin der Gegenseite dann recht schnell dazu sich auf einen Vergleich einzulassen: Der Aufhebungsvertrag wird in eine ordentliche Kündigung auf den 15. Mai 2021 umgewandelt. Zudem muss dean&david Freiburg HBF GmbH dem betroffenen Kollegen Lohn auf Basis der vertraglich vereinbarten 30 Wochenstunden nachzahlen.

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