Stoppt die Befristungs-Praxis in der sozialen Arbeit!: Keine Einsparungen im Sozialbereich!

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen treffen im besonderen Maße die soziale Arbeit und ihre Klient*innen, seien es Wohnungslose, Geflüchtete, Kinder mit besonderem Bedarf, Familien in prekären Verhältnissen und viele Andere.
Sozialarbeiter*innen bemühen sich nach Kräften diesen Menschen eine Hilfestellung zu geben und arbeiten dabei selbst oft in prekären Bedingungen.

In einer Umfrage des aks (Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit) und der FAU Freiburg haben rund 35% der Befragten angegeben nur befristet angestellt zu sein. Manche Rückmeldungen deuteten darauf hin, dass insbesondere die Befristungen mit Sachgrund von Trägern missbraucht werden – mit den entsprechenden Konsequenzen für die Beschäftigten: Sie werden angestellt, wenn es viele Aufträge gibt, bleiben die Zuwendungen von Stadt- und Landkreis (z. B. aufgrund von möglichen Einsparungen aufgrund der Corona Pandemie) aus, fällt oft auch der vertraglich festgelegte Sachgrund weg und man wird gekündigt. Das gesamte unternehmerische Risiko tragen somit die Beschäftigten.

Zwei aktuelle Beispiele unserer Mitglieder verdeutlichen dies: Weiter lesen „Stoppt die Befristungs-Praxis in der sozialen Arbeit!: Keine Einsparungen im Sozialbereich!“

Zur Geschichte und Gegenwart des politischen Streiks in der Bundesrepublik | Vortrag & Diskussion mit Peter Nowak: Politischer Streik?!

Frauenstreik, Klimastreik – in letzter Zeit häufen sich Aufrufe zu Arbeitsniederlegungen für politische Forderungen außerhalb des Tarifkampfes. Meistens bleibt es bei Aufrufen. Ein Grund dafür liegt auch in dem besonders stark reglementierten Streikrecht in Deutschland, das politische Streiks verbietet. Trotzdem haben sie stattgefunden. Auf der Veranstaltung wird der Journalist Peter Nowak auf weitgehend vergessene politische Streiks in West- und Ostdeutschland eingehen. Zudem wird er sich mit der aktuellen Diskussion um politische Streiks auch in Teilen der gewerkschaftlichen Linken befassen und die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, ein Recht auf politische Streiks fordern.

Fr. 6. März | 19:00 Uhr | Büro für grenzenlose Solidarität (Adlerstr. 12, Grether Gelände)

Peter Nowak arbeitet als freier Journalist, auch zu den verschiedenen Formen des sozialen Widerstands. Seine Artikel sind auf der Homepage dokumentiert. Er hat in der Edition Assemblage das Buch „Ein Streik steht, wenn mensch ihn selber macht“ herausgegeben.

Organizing, Klimakämpfe, Lohnspiegel: Der Jahresbericht 2019 der FAU Freiburg

Naziterror, Türkische Invasion in Rojava, ausbreitende Klimakatastrophe… wer glaubt, 2019 seien nur schlechte Dinge passiert hat unseren Jahresbericht noch nicht gelesen!

Weiter lesen „Organizing, Klimakämpfe, Lohnspiegel: Der Jahresbericht 2019 der FAU Freiburg“

Kollektive Fortbildung zum Thema „Organizing“ zusammen Organisieren lernen

Organizing meint die systematische Organisationsarbeit und den Aufbau von sozialer Gegenmacht in Betrieb oder Stadtteil. Wir – einige Aktive des Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit und der Basisgewerkschaft FAU – wollen uns zum Thema „Organizing“ fortbilden und gemeinsam das Buch „Geheimnisse einer erfolgreichen Organizerin“ durcharbeiten und laden alle Interessierten dazu ein mitzumachen. Hierfür wollen wir uns in regelmäßigen Abständen treffen und die einzelnen Kapitel des Buches durchgehen.

Das Thema ist vor allem für aktive Gewerkschafter*innen interessant, kann aber auch für Aktive in anderen sozialen Bewegungen ein nützliches Set an Werkzeugen für die alltägliche politische Arbeit bereitstellen. Das erste Treffen findet am 22. Januar 2020 19-21 Uhr im Büro für grenzenlose Solidarität (Adlerstr. 12, Grether Gelände) statt. Weitere Termine findet ihr auf „freiburg.fau.org“. Für die aktive Teilnahme empfiehlt sich die Anschaffung des Buches (ISBN: 3-89657-155-9).

Wir freuen uns auf euch!

Handouts zum Buch findet ihr hier   Weiter lesen „Kollektive Fortbildung zum Thema „Organizing“ zusammen Organisieren lernen“

PM: Gewerkschaftstour „Nähfabriken in Asien“ mit Station in Freiburg

Am 23. Oktober macht die Tour „Nähfabriken in Asien“ in Freiburg Station. Gewerkschafterinnen aus Sri Lanka und Indonesien werden um 19:00 Uhr in der Aula der Hebelschule über ihre jeweiligen Lebens- und Arbeitsbedingungen und insbesondere über den Kampf der weiblichen Beschäftigen gegen sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz berichten.

„So gut wie alle von uns tragen Klamotten aus den Nähfabriken in Asien. Es ist höchste Zeit von den Leute vor Ort zu hören und in einen gewerkschaftlichen Austausch über alle Ländergrenzen hinweg zu treten. Gegen multinationale Konzerne wie H&M hilft nur eine transnationale gewerkschaftliche Zusammenarbeit!“ so Stella Stern von der Basisgewerkschaft FAU. Weiter lesen „PM: Gewerkschaftstour „Nähfabriken in Asien“ mit Station in Freiburg“

FAU – Wie geht das? | 5.11. 19-20 Uhr

Einführung in die Arbeits- und Funktionsweise der Gewerkschaft Freie ArbeiterInnen Union

FAU_in_FahrtIn einer kurzen Präsentation erklären wir euch unsere Ideale und unsere Organisationsstruktur und zeigen anhand einiger Fallbeispiele wie wir für bessere Lebensbedingungen unserer Genoss*innen kämpfen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit über Sinn und Unsinn unseres Konzepts zu diskutieren.

WO: Strandcafe (Adlerstr. 12)

WANN: Di. 5.11. 19-20 Uhr

Anschließend bis 21Uhr Kneipe.

 

22.10. 20 Uhr | Früchte des Zorns | KTS

 Früchte des Zorns feiern dieses Jahr ihren 20. Bandgeburtstag.
Wer die Gruppe nicht kennt und hinter dem Bandnamen eine Metalband vermutet, wird überrascht sein, wenn sie auf der Bühne ihre Akustikinstrumente auspacken. Ihr Set besteht aus Geige, Gitarre, Posaune, Glockenspiel, Schlagzeug und viel Gesang.
Auch wenn sie damit nicht die lauteste Band sind, hat die Poesie ihrer Lieder eine große Eindringlichkeit.
Die drei Musiker*innen, die sich selbst als Anarchist*innen bezeichnen, singen über Entfremdung und Deformation, das Mensch sein und Mensch bleiben. Lieder voll Traurigkeit und Zuversicht, doch keine einfache „Kampfmusik“, sondern einfühlsame Beobachtungen, die berühren und Mut machen.

22.10. 20 Uhr* | Früchte des Zorns | KTS

* mit anarchosyndikalistischer Pünktlichkeit (15 Minuten)!

Lohndumping in der Gastronomie!

Zur Berichterstattung „Lohndumping in der Gastronomie?“ in der Badischen Zeitung am 15.08.2019

Neben der NGG hat auch die FAU (Freie Arbeiter*innen Union) Freiburg bei ihrer Kampagne „Lohn oder Hohn? – Über Arbeit in der Gastro reden…“ in den letzten Jahre erhebliche Missstände in der Freiburger Gastronomie festgestellt.

„Die Erfahrung der FAU in den letzten Jahren zeigt, das die Unwissenheit gerade migrantischer Arbeiter*innen bezüglich ihrer Arbeitnehmerrechte immer wieder ausgenutzt wird“, so das Pressesssekretariat der FAU Freiburg.

Nach der Erhebung der FAU aus dem Jahr 2018 zahlen fast ein Viertel der Freiburger Gastronomiebetriebe lediglich den Mindestlohn oder sogar weniger. 40 Prozent der Betriebe zahlen um die 9€/Std, der Rest lediglich um die 10€/Std. Darüber hinaus berichten Arbeiter*innen über viele weiteren Missstände, so etwa das in einem Restaurant die Arbeitszeit erst dann beginnt, wenn genügend Gäste da sind. Zudem wurden viele weitere Verstöße gegen das Arbeitsrecht, sowie häufiges Unterlaufen des Mindestlohns festgestellt.

So kann die FAU den Eindruck der NGG bestätigen. Darüber hinaus scheint gerade die ausgrenzenden ausländerrechtlichen Regelungen (z.Bsp. Lebensunterhalt muss eigenständig gesichert werden) für viele Beschäftigte Druck und Abhängigkeiten noch zu verschärfen.

Do. 06.06. 20 Uhr: Gewerkschaft von unten – wie geht das? Die FAU und der Anarch@syndikalismus.

Büro für grenzenlose Solidarität (Adlerstr. 12 Grether-Gelände)

Nie zuvor in der Geschichte waren so viele Menschen proletarisiert wie heute, sind also gezwungen ihre Arbeitskraft zu verkaufen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Während die einen trotzdem das Ende der Arbeiter_innenklasse beschwören, schließt sich selbige weltweit immer wieder zusammen um bessere Lebensumstände zu erkämpfen. So kam es dieses Jahr in Indien zum größten Generalstreik der Weltgeschichte, Arbeiter_innen im ungarischen Györ legten die gesamte zentraleuropäische Autoindustrie lahm und auch an unzähligen anderen Orten kämpften Menschen für ein würdevolles Leben und Arbeiten.

Gewerkschaften spielen in diesen Kämpfen eine ambivalente Rolle.
Einerseits bilden sie als organisatorischer Zusammenschluss die Voraussetzung schlechthin dafür, dass Arbeiter_innen überhaupt Gegenmacht aufbauen können. Andererseits sind sie zumeist auf eine sozialpartnerschaftliche Linie verpflichtet und weisen durch ihre Funktionärsstruktur eine strukturelle Distanz zu ihrer Basis auf.
Deshalb sind die meisten Gewerkschaften tatsächlich keine Zusammenschlüsse von Arbeiter_innen mehr, sondern entwickeln eine institutionelle Eigendynamik, im Laufe derer sie eher ihre eigenen Interessen als diejenigen der Arbeiter_innen vertreten. Bedeutet das, dass wir das Konzept der Gewerkschaften aufgeben sollten? Wir glauben nein. Die Freie Arbeiter_innen Union (FAU) stellt den Funktionärsgewerkschaften das Modell einer „Gewerkschaft von unten“ gegenüber. Das heißt, sie ist ein Zusammenschluss von Lohnabhängigen, die sich gegenseitig dabei unterstützen, bessere Arbeits- und Lebensbedingungen zu erkämpfen. Dabei zählen wir nicht auf bezahlte Funktionäre und „Sozialpartnerschaft“, sondern auf Selbstorganisation und Direkte Aktion. Im Vortrag wird dieses Konzept des Anarch@syndikalismus erklärt und es werden konkrete Möglichkeiten der erfolgreichen Selbstorganisation aufgezeigt.

workshop: Widerständiges Handeln am Arbeitsplatz

Do. 9. Mai 19-21 Uhr
Büro für grenzenlose Solidarität (Grether-Gelände Adlerstr. 12)

Für viele Sozialarbeiter*innen steht das Geld nicht im Vordergrund. Trotzdem gilt: Professionelle Soziale Arbeit ist Lohnarbeit. Und Lohnarbeit bringt bestimmte Konflikte mit sich. Das fängt an mit der Frage „Wie werde ich bezahlt?“ und geht weiter mit der Organisation der Arbeit inklusive Arbeitsbelastung und Arbeitsverdichtung. Wer bestimmt darüber, wie ich arbeite? Oder was als Arbeitszeit zählt und was nicht? Wie gehen wir mit diesen Verhältnissen im Betrieb um? Weiter lesen „workshop: Widerständiges Handeln am Arbeitsplatz“