Arbeitskonflikt erfolgreich beendet: 5300 € erstritten!

Ein Arbeitskonflikt in einem südbadischen Sicherheitsunternehmen konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die FAU Freiburg hat für das betroffene Mitglied zwei Monate Lohnnachzahlung, Fahrtkostenerstattung und Urlaubsabgeltung/geld in Höhe von insgesamt 5300 Euro erstritten.

Der Konflikt hatte mit einem unrechtmäßigen Kündigungsversuch des Arbeitgebers begonnen, nachdem der FAU-Kollege kleinere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen durchgesetzt hatte. Die Kündigung stellte sich jedoch als ungültig heraus, da sie via Mail und nicht unterschriebenen Brief erfolgte¹. Außerdem wurden Fahrtkosten, welche laut Mantelergänzungstarifvertrag für das Wach- und Sicherheitsgewerbe² zu erstatten sind, teilweise nicht erstattet und ein zustehendes Urlaubsgeld nicht gezahlt. Darüber hinaus befand sich der Arbeitgeber mit seinen Lohnzahlungen 2 Monate im Verzug. Weiter lesen „Arbeitskonflikt erfolgreich beendet: 5300 € erstritten!“

Buchvorstellung: Für Hans-Jürgen Krahl – Beiträge zu seinem antiautoritären Marxismus

Buchvorstellung & Diskussion

7. Mai | 18:00 Uhr | Strandcafé (Adlerstraße 12, Grether Gelände)

rdl.de Interview zur Veranstaltung

Um 1968 gab es wenige, die den Versuch einer »historisch angemessenen Vermittlung von Theorie und Praxis« derart intensiv betrieben haben wie Hans-Jürgen Krahl. Er stellte sich nicht nur entschieden gegen eine autoritäre Wende der Studierendenbewegung, sondern setzte ihr ein Modell antiautoritärer Emanzipation entgegen. Als einer der Theorieköpfe von ’68 debattierte er mit den Intellektuellen der Frankfurter Schule auf Augenhöhe und arbeitete an einer eigenständigen Weiterentwicklung der Kritischen Theorie. Trotz seines frühen Todes mit 27 Jahren hinterließ er ein faszinierendes Lebenswerk, das auch heute einen wichtigen Fundus für Theorie und Praxis der antiautoritären Linken bietet. Weiter lesen „Buchvorstellung: Für Hans-Jürgen Krahl – Beiträge zu seinem antiautoritären Marxismus“

Streik und Protest am 8. März!

Der 8. März ist der internationale Frauen*kampftag. Auf der ganzen Welt gehen feministische und queere Gruppen auf die Straße um für ihre Rechte einzustehen und gegen patriarchale Herrschaft zu demonstrieren.

In diesem Jahr wird es neben der jährlichen großen feministischen Demonstration, eine kämpferische Mittagspause und einen Streik im Sozial- und Erziehungsdienst geben. Die FAU Freiburg ruft ihre Mitglieder zur aktiven Teilnahme an diesen Aktionen auf!

Bitte tragt eine FFP2 Maske und achtet auf ausreichende Abstände.

Als FAU Freiburg sind wir zudem Teil des „Solidaritätsbündnis Sozial- und Erziehungsdienst Freiburg – Care Arbeit in Bewegung“. Weiter lesen „Streik und Protest am 8. März!“

Wir sorgen, streiken und kämpfen zusammen! – SuE Solidaritätsaktion am 25. Februar

Als FAU Freiburg sind wir Teil des „Solidaritätsbündnis Sozial- und Erziehungsdienst Freiburg – Care Arbeit in Bewegung“, welches die kommenden SuE (Sozial- und Erziehungsdienst) Tarifauseinandersetzungen solidarisch unterstützen will. Am 25. Februar soll es die erste Aktion geben. Folgend der Aufruf des Bündnisses:


Seien Sie solidarisch mit den Beschäftigten, ob in Gedanken, im Gespräch oder tatkräftig, z. B. am 25. Februar, dem ersten Verhandlungstag. Da wollen wir kreativ auf den Beginn der Tarifrunde aufmerksam machen und für mehr Geld, Personal und bessere Arbeitsbedingungen im Sozial- und Erziehungsbereich protestieren. Kommen Sie gerne mit Kindern. Es wird Infostände, Musik und Spielspaß geben.

Wann: 25. Februar ab 15 Uhr
Wo: Platz der Alten Synagoge, Freiburg

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Mitgliederzuwachs, Arbeitskonflikte, Corona-Kürzungen: Der Jahresbericht 2021 der FAU Freiburg

2021 konnte das Syndikat Freiburg einen kontinuierlichen Mitgliederzuwachs verzeichnen und auch bundesweit erhält die FAU mehr Zulauf, was unter anderem auch daran liegt, dass wir in der Öffentlichkeit durch aktive Kämpfe immer stärker wahrgenommen werden. Sei es der aktuelle Arbeitskampf beim Fahrrad-Lieferdienst „Gorilla“ in Berlin oder beim Pizza-Franchise „Domino“ in Leipzig. Ob Lieferdienste, Beschäftigte der „Buchhandlung Walther König“, Beschäftigte in der Gastronomie oder im Sozialbereich. Immer mehr Menschen wollen sich gegen schlechte Arbeitsbedingungen zur Wehr setzen und sich organisieren.

Die FAU ist dafür nach wie vor eine gute Adresse. Durch Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit und gerichtliche Verfahren werden immer wieder Erfolge erzielt. Es zeigt sich: Gewerkschaftliche Organisation ist auch im prekären Sektor möglich! Hilfreich kann dabei auch gute juristische Beratung sein. Deshalb haben wir eine Partnerschaft mit dem Verein „Aktion Arbeitsunrecht“ abgeschlossen.

Obwohl wir Zahlenmäßig wachsen, kommt es natürlich in erster Linie auch darauf an, dass mehr Personen auf ihren Arbeitsplätzen und in der FAU aktiv werden. Wenn Ihr Fragen habt, wendet euch gerne an uns! Wir freuen uns über jedes neue Mitglied. Mehr Infos gibt es im Podcast „Von einer besseren Welt für alle“ über die FAU Freiburg und in unserem Info-Video „10 Dinge, die Du noch nicht über deinen Arbeitsvertrag wusstest“.

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FAU Protestaktion gegen Baden-Blitz in Achern

Am Samstag, den 30. Oktober, folgten rund 30 Menschen einem Aufruf der Basisgewerkschaft FAU und beteiligten sich an einer Protestaktion gegen das Unternehmen Baden-Blitz (Taxi Thumberger) in Achern. Mit dem Slogan „Geld her Baden Blitz!“ solidarisierten sie sich in Redebeiträgen und Flugblättern mit einem ehemaligen Angestellten des Unternehmens, welcher aktuell vor dem Arbeitsgericht Offenburg die Zahlung offener Lohnansprüche fordert.

„Es freut uns, dass sich so viele Menschen aus verschiedenen Städten an unserer Protestaktion beteiligt haben,“ so Stella Meier von der FAU Freiburg, „Wir werden unser Mitglied weiterhin mit öffentlichen Aktionen und vor Gericht unterstützen. Das Unternehmen Baden-Blitz fordern wir auf die offenen Lohnansprüche schnellstmöglich zu zahlen.“

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Protestaktion: „Geld her Baden-Blitz!“ am 30.10 in Achern

Ein Mitglied der Basisgewerkschaft FAU fordert seit August 2021 von seinem ehemaligen Arbeitgeber – dem Unternehmen Baden-Blitz aus Achern – die Zahlung offener Lohnansprüche. Inzwischen wurde er gekündigt, konnte vor dem Arbeitsgericht aber eine Abfindung erstreiten. Die FAU Freiburg veranstaltet am 30. Oktober um 12:00 Uhr eine Protestaktion in Achern um ihr Mitglied zu unterstützen.

30. Oktober 2021 | 12:00 Uhr | Bahnhof Achern

Seit mehreren Jahren arbeitete der betroffene Taxi-Fahrer beim Taxiunternehmen „Baden-Blitz“ (Taxi Thumberger) aus der Ortenau. Die im Taxi-Gewerbe üblichen Stand- und Wartezeiten wurden ihm teilweise als Pause ausgelegt und dementsprechend nicht entlohnt. Zudem gab es mehrfach keine Lohnfortzahlung an Feiertagen, sowie weitere Unregelmäßigkeiten. Konkret bedeutet dies für den Fahrer, dass er oft stundenlanges unbezahltes Warten auf Aufträge/Anweisungen einfach hinnehmen sollte. Er war so meist gezwungen seine „Pause“ im Auto & auf Parkplätzen zu verbringen und musste dabei jederzeit erreichbar, sowie sofort einsatzbereit sein.

Nach der Rechtsauffassung der Basisgewerkschaft FAU sind Stand- und Wartezeiten allerdings als Arbeitsbereitschaft zu werten und somit mit dem normalen Stundensatz zu entlohnen. Zudem muss laut einem Urteil des Bundesarbeitsgerichtes ein Arbeitnehmer in einer als Pause deklarierten Zeit weder Arbeit leisten, noch sich dafür bereithalten. Weiterhin muss er die freie Verfügung darüber haben, wie und wo er diese Ruhezeit verbringen möchte. Dementsprechend fordert der Betroffene von seinem ehemaligen Arbeitgeber eine Summe im niedrigen fünfstelligen Bereich. Weiter lesen „Protestaktion: „Geld her Baden-Blitz!“ am 30.10 in Achern“

PM: FAU-Gewerkschaftsmitglied nach Forderung offener Lohnansprüche gekündigt

Ende August wurde ein Taxifahrer und Mitglied der Basisgewerkschaft FAU vom Unternehmen Taxi Thumberger unvermittelt gekündigt. Zuvor hatte er die Zahlung offener Lohnansprüche eingefordert. Ihm waren jahrelang die im Taxi-Gewerbe üblichen Stand- und Wartezeiten als „Pause“ ausgelegt und teilweise nicht entlohnt worden.

Seit mehreren Jahren arbeitet der betroffene Taxifahrer beim Taxiunternehmen „Taxi Thumberger (Baden-Blitz)“ aus der Ortenau. Die im Taxi-Gewerbe üblichen Stand- und Wartezeiten wurden ihm von der Geschäftsführung als Pause ausgelegt und dementsprechend teilweise nicht entlohnt. Unserer Rechtsauffassung nach sind Stand und Wartezeiten als Arbeitsbereitschaft zu werten und mit dem normalen Stundensatz zu entlohnen. Wir stützen uns dabei auf ein Urteil des LAG Berlin-Brandenburg aus dem Jahr 2018. Zudem gab es teilweise keine Lohnfortzahlung an Feiertagen, auch wurde – unserer Berechnungen nach – das Urlaubsentgeld nicht in korrekter Höhe ausgezahlt. Dementsprechend hat unser betroffenes Mitglied die offenen Ansprüche im niedrigen fünfstelligen Bereich eingefordert.“, so Stella Meier von der gewerkschaftlichen Erstberatung der FAU Freiburg.

Weiter lesen „PM: FAU-Gewerkschaftsmitglied nach Forderung offener Lohnansprüche gekündigt“

Was ist eigentlich die FAU? – Eine Einführung in die Idee & Arbeitsweise einer Basisgewerkschaft

Freitag, 6. August 2021 | 18:00 | Büro für grenzenlose Solidarität (Adlerstraße 12)

*** Bitte achtet auf aktuelle Ankündigungen. Je nach Corona-Lage muss der Vortrag Online stattfinden ***

Wer das Wort Gewerkschaft hört, denkt meist sofort an die IG Metall oder Verdi. Große Organisationen, bei denen man Mitglied werden kann, seinen Beitrag zahlt und alle paar Jahre im Rahmen der Tarifverhandlungen von den bezahlten Funktionär:innen zum Warnstreik aufgerufen wird. Politisch stehen diese Gewerkschaften in weiten Teilen der Sozialdemokratie nahe, was sich vor allem in ihrer Politik des Interessensausgleichs zwischen Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen (Sozialpartnerschaft) widerspiegelt.

Es gibt aber auch eine andere Art von Gewerkschaft: Basisgewerkschaften. Diese streben eine aktive Beteiligung aller ihrer Mitglieder an, lehnen bezahlte Posten ab und versuchen durch eine konfrontative Gewerkschaftsarbeit das Maximum für ihre Mitglieder zu erstreiten. Sie haben den Anspruch Gewerkschaften von Arbeiter:innen für Arbeiter:innen zu sein und insbesondere prekär Beschäftigte zu organisieren.

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In Stadtteil und Betrieb: Kein Platz für Faschismus und Rassismus!

Aufruf der FAU Freiburg & des Recht auf Stadt Netzwerk Freiburg zur antifaschistischen Demonstration „Kein Angriff ohne Antwort“ am 24. Juli 2021.

RDL – Interview

24.07.2021 | 14:00 Uhr | Rathaus im Stühlinger

Am Samstag, den 12. Juni, kam es zu zwei gewalttätigen Übergriffen in Freiburg mit faschistischem und rassistischem Hintergrund:

Im „Heldenviertel“ griff der Freiburger AfD-Aktivist Robert Hagerman nach einem Wortgefecht zwei linke Jugendliche mit Pfefferspray an. Als ein Passant einschritt um den Jugendlichen zur Hilfe zu kommen, besprühte der AfD‘ler zuerst die ebenfalls anwesende Freundin des Helfers mit Pfefferspray und stach ihn anschließend mit einem Messer nieder. Die Polizei nahm den Täter zwar fest, ließ ihn aber ein paar Stunden später wieder laufen und gab in ihrer ersten Pressemitteilung nur die Sicht des AfD Mitgliedes wieder – so entstand der Eindruck, er wäre angegriffen worden – eine völlige Verdrehung der Tatsachen!

Ein paar Stunden später ereignete sich eine zweiter rassistischer Übergriff. Einem lettischen Punk wurde von einer Gruppe betrunkener Männer „Ausländer raus!“ hinterhergebrüllt. Als er die Gruppe zur Rede stellte, wurde er mit dem Tode bedroht und eine halbe Stunde lang durch die Stadt gejagt, beleidigt und geschlagen. Im Nachgang stellte sich heraus, dass der „Ausländer raus!“ schreiende Haupttäter Polizeihauptkommissar in Freiburg ist. Zudem befand sich in der Gruppe noch mindestens ein weiterer Polizeihauptkommissar, welcher nicht eingriff.

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