Buchvorstellung mit dem Herausgeber Peter Nowak

Samstag, 7. März | 16:00 Uhr | Forum Weingarten (Krozinger Straße 11)

In Zeiten gesteigerter Verwertungsinteressen und angespannter Wohnungsmärkte wird für immer breitere Bevölkerungsteile schmerzhaft erfahrbar, die persönliche Wohnungsfrage individuell nicht mehr lösen zu können. Dabei entstehen im Wohnumfeld und städtischen Raum statt Ressentiments Suchbewegungen nach praktischer Solidarität. Konkrete Mieter*innenkämpfe entwickeln sich zu neuer Stadtteilarbeit.

Peter Nowak und Matthias Coers stellen mittels Text und Bild Initiativen aus dem In- und Ausland vor, geleitet von der Frage, wie Kämpfe um Wohnraum, niedrige Mieten, gegen Verdrängung und die Kämpfe um höhere Löhne und Einkommen zusammen geführt werden können.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Recht auf Stadt Netzwerk Freiburg.

RDL- Beitrag zur Veranstaltung

Kollektive Fortbildung zum Thema „Organizing“ zusammen Organisieren lernen

Organizing meint die systematische Organisationsarbeit und den Aufbau von sozialer Gegenmacht in Betrieb oder Stadtteil. Wir – einige Aktive des Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit und der Basisgewerkschaft FAU – wollen uns zum Thema „Organizing“ fortbilden und gemeinsam das Buch „Geheimnisse einer erfolgreichen Organizerin“ durcharbeiten und laden alle Interessierten dazu ein mitzumachen. Hierfür wollen wir uns in regelmäßigen Abständen treffen und die einzelnen Kapitel des Buches durchgehen.

Das Thema ist vor allem für aktive Gewerkschafter*innen interessant, kann aber auch für Aktive in anderen sozialen Bewegungen ein nützliches Set an Werkzeugen für die alltägliche politische Arbeit bereitstellen. Das erste Treffen findet am 22. Januar 2020 19-21 Uhr im Büro für grenzenlose Solidarität (Adlerstr. 12, Grether Gelände) statt. Weitere Termine findet ihr auf „freiburg.fau.org“. Für die aktive Teilnahme empfiehlt sich die Anschaffung des Buches (ISBN: 3-89657-155-9).

Wir freuen uns auf euch!

Handouts zum Buch findet ihr hier   Weiter Lesen

FAU – Wie geht das? | 5.11. 19-20 Uhr

Einführung in die Arbeits- und Funktionsweise der Gewerkschaft Freie ArbeiterInnen Union

FAU_in_FahrtIn einer kurzen Präsentation erklären wir euch unsere Ideale und unsere Organisationsstruktur und zeigen anhand einiger Fallbeispiele wie wir für bessere Lebensbedingungen unserer Genoss*innen kämpfen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit über Sinn und Unsinn unseres Konzepts zu diskutieren.

WO: Strandcafe (Adlerstr. 12)

WANN: Di. 5.11. 19-20 Uhr

Anschließend bis 21Uhr Kneipe.

 

Prekäre Verhältnisse sollen – gerade für Minijobber – endlich Geschichte werden!

Wir, zwei Frauen um die dreißig aus Süddeutschland- arbeiten beide seit etwa zehn Jahren in der Gastronomie. Derzeit im selben Speiselokal, in der Vergangenheit hauptsächlich in verschiedenen Bars und Kneipen. Durch unsere langjährige Erfahrung und den Austausch mit anderen in der Gastronomie Beschäftigten (der nächtliche Feierabend verbindet die Branche) können wir ein authentisches Bild von gängigen Missständen zeichnen: Wie so viele andere haben wir oft als Minijobberinnen gearbeitet. In der Regel werden in diesem Anstellungsverhältnis die gesetzlichen Ansprüche auf Urlaub, Krankengeld oder überhaupt eine vertragliche Absicherung missachtet – besonders betroffen hiervon sind migrantische KollegInnen. In vielen Betrieben wird das Trinkgeld durch die Chefs unterschlagen mit fadenscheinigen Begründungen wie der Betriebsrettung oder ähnlichem.Werden diese Zustände infrage gestellt, kann man mit der sofortigen Kündigung rechnen, meist ohne Beachtung der gesetzlichen Kündigungsfristen. Ein weiteres Problem: gerade in der Nachtgastronomie mussten wir immer wieder sexistische Übergriffe von Gästen erleben. Aus der Chefetage konnte man hierfür keinerlei Unterstützung erwarten, Glück hat wer in einem solidarischen Team arbeitet. Mittlerweile haben sich unsere Jobs verbessert, zumal wir inzwischen wissen unsere Interessen durchzusetzen. Dies konnte aber nur geschehen durch Austausch mit KollegInnen und GenossInnen. Daher wünschen wir uns, dass so ein ernsthafter Austausch in allen Betrieben zur Regel wird und sich dadurch Solidarität und Stärke innerhalb der Belegschaften entwickeln kann. Prekäre Verhältnisse sollen – gerade für Minijobber – endlich Geschichte werden. Organisiert Euch!