FAU-Einblicke in die Freiburger Gastronomie: Gastronaut*innen aller Tresen vereinigt euch!

Lohnklau in malerischer Kulisse

Freiburg und die Region sind bekannt für den Schwarzwald und den damit zusammenhängenden Tourismus. In malerischen Berglandschaften gibt es aber viele schlechte Arbeitsbedingungen, gerade in der Tourismusbranche. So auch am Fuße des Feldbergs.

In einem Hotel wurde auf die Unwissenheit über das Arbeitsrecht einer migrantischen Arbeitskraft spekuliert, die Sprachbarrieren und die Abgeschiedenheit des Arbeitsplatzes ausgenutzt. Hier konnte die FAU Freiburg die ausstehenden Löhne eintreiben.

Das ist eine von vielen Auseinandersetzungen, die wir in den letzten Jahren in der Freiburger Gastronomie und im Rahmen unserer Lohnspiegelkampagne geführt haben. Mit diesem Text wollen wir in 7 Beispielen zeigen, was wir dabei gemacht haben und auf welche Grenzen wir gestoßen sind. Weiter lesen „FAU-Einblicke in die Freiburger Gastronomie: Gastronaut*innen aller Tresen vereinigt euch!“

Ein Zwischenbericht: Ich hätte gern eine Pizza… und eine Bedienung, die anständig bezahlt wird

„Wenn bei uns nicht genügend Gäste in der Bar sind, werden unsere Arbeitsstunden nicht gezählt“, berichtet die Barkeeperin Karin S.* aus Freiburg. Sie ist nicht die Einzige …“

*Name von der Redaktion geändert.

In der Gastronomie haben wir oft mit erheblichen Missständen zu kämpfen: niedrige Löhne, unbezahlte Arbeits- und Überstunden, miserable Arbeitsbedingungen, Arbeitsrechtsverstöße, wie keinen bezahlten Urlaub und fehlende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Einbehaltung von Trinkgeldern, Personalknappheit, geringe Wertschätzung, Diskriminierungen – insbesondere sexistische und rassistische. Weiter lesen „Ein Zwischenbericht: Ich hätte gern eine Pizza… und eine Bedienung, die anständig bezahlt wird“

Lohn oder Hohn: Über Arbeit in der Gastro reden…

In der Gastronomie haben wir oft mit erheblichen Missständen zu kämpfen: niedrige Löhne, unbezahlte Arbeits- und Überstunden, miserable Arbeitsbedienungen, Arbeitsrechtsverstöße wie nicht bezahltem Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Einbehaltung von Trinkgeldern, …, Personalknappheit, geringe Wertschätzung, Diskriminierungen insbesondere sexistische, rassistische.
Die Chef*innen haben dabei meist frei Hand, da sich niemand wehrt. Dies liegt einerseits an der unzureichende Kenntnis bezüglich des Arbeitsrechts und der Kampfmöglichkeiten, anderseits an der Angst vor Jobverlust oder mangelnder Konfliktbereitschaft, da der jeweilige Job nur als temporäre Zwischenstationen geplant ist. Weiter lesen „Lohn oder Hohn: Über Arbeit in der Gastro reden…“

Do. 05.10: Lohn oder Hohn – Über Arbeit in der Gastro reden…

Werde ich durchschnittlich oder grottenschlecht für meine Arbeit bezahlt? Habe ich als Gast eine Ahnung, wie die Arbeitsbedingungen in meiner Lieblingskneipe sind? Welche Probleme haben Gastronomiearbeiter_innen in Freiburg? Wir wollen auf diese und ähnliche Fragen Stück für Stück Antworten liefern. Die Idee dabei ist es, einen Lohnspiegel für Freiburg zu erstellen. Doch wie wollen wir das anstellen? Mit einer im gewerkschaftlichen Kontext lang erprobten und bewährten Praxis: Der Registermethode. Auf diese Art kann man Lohntransparenz herstellen – im einzelnen Betrieb und vielleicht sogar in ganz Freiburg. Auf dass niemand, der einen neuen Gastro-Job anfängt, künftig schlechter bezahlt wird als andere Angestellte, und alle Bescheid wissen, wie hoch die Löhne im Moment sind. Dieses Werkzeug könnte es uns ermöglichen, die Löhne im Gastro-Bereich nach oben zu drücken.

An diesem Abend wollen wir unsere Ideen und Erfahrungen auch anderer FAU-Syndikate vorstellen und mit Dir diskutieren, ob diese Ideen auch in Freiburg umgesetzt werden könnten.

Do. 5. Oktober 20 Uhr
Büro für grenzenlose Solidarität (Adlerstr. 12)

mit direkter Aktion zum Lohn: Besuch doch mal deinen Chef….

Wir veröffentlichen ja nicht immer alles was wir so an Arbeitskämpfen machen, aber das passt zur Veranstaltung: „Selbstorganisierung im Stadtteil – Basisinitiative oder Bündnispolitik“
Besuch doch mal deinen Chef….
Vor zwei Monate kam ein FAUler mit einer Person ins Gespräch. Dabei kam raus das der Person Lohn vorenthalten wurde. Der Chef scheint die Unwissenheit der Person auszunutzen und vertröstete ihn immer wieder und zahlte den Lohn nicht. Wir machen ja öfters die Erfahrung das Unwissenheit, gerade auch Menschen mit Migrationshintergrund, ausgenutzt wird. Im Gespräch kam ebenso raus, dass beim vorherigen Job ebenso um Teil des Lohnes geprellt wurde.
Kurzum beim direkten Besuch des Chefs der fastfood-Kette durch die FAU kam der in Aktion und ging zum Bankautomaten und zahle die fehlende Kohle sofort aus. So kann schnelle direkte Hilfe auch aussehen. Und so konnte ohne ein Gericht zu bestellen direkt – bei der nicht gerade kleinen fastfood-Kette – der Lohn eingetrieben werden.

Wir kriegen nur wofür wir kämpfen – IT‘ S TIME TO ORGANIZE!

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DA | www.direkteaktion.org
Mini-Job | http://minijobfreiburg.blogsport.eu

FAU Kampagne „Geringfügig Angepisst“

FAU_in_FahrtGegen die Ausbeutung in Minijobs

Die Kampagne „Geringfügig angepisst“der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union FAU Freiburg richtet sich an geringfügig Beschäftigte und gegen die Ausbeutungsverhältnisse, die in Minijobs gang und gäbe sind.

Organisation von Arbeitskämpfen im Niedriglohnsektor

Für ArbeitgeberInnen sind Minijobs „eine Form staatlich zugelassener Schwarzarbeit.“ Dabei subventioniert der Staat den Niedriglohnsektor aus Steuermitteln zusätzlich für all die AufstockerInnen, die von ihrem kargen Lohn nicht leben können und HartzIV beantragen müssen.
Für ArbeitnehmerInnen sind Minijobs prekäre Arbeitsverhältnisse, die ihnen hochgradige Flexibilität und Mobilität abverlangen, bei geringem Lohn und praktisch nicht vorhandener sozialer Absicherung.
Aus diesem Verhältnis resultiert eine hohe Entscheidungsmacht der UnternehmerInnen gegen eine geringe Macht der Lohnabhängigen, die ihre Interessen nicht – oder eben nur schwer – durchsetzen können.

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