Zum Kuckuck! Offenes anarchistisches Treffen zum Thema „Frauen*Streik“

28.02. 19 Uhr | kyosk Adlerstraße 2

Beim offenen anarchistische Treffen im Februar wird es um den geplanten Frauen*streik am 8. März gehen. Zuerst werden wir eine kurze Dokumentation (~30min) zum Frauen*streik 2018 in Spanien ansehen. Im Anschluss wird es einen Input zum diesjährigen Streik geben. Unter anderem wollen wir über folgendes sprechen: Welche Forderungen werden erhoben? Warum ein Streik? Wie kann sich Frau* beteiligen? Wie umgehen mit Repressalien? Wie sich dauerhaft organisieren? etc.

„Zum Kuckuck!” und FAU Freiburg

Prekäre Verhältnisse sollen – gerade für Minijobber – endlich Geschichte werden!

Wir, zwei Frauen um die dreißig aus Süddeutschland- arbeiten beide seit etwa zehn Jahren in der Gastronomie. Derzeit im selben Speiselokal, in der Vergangenheit hauptsächlich in verschiedenen Bars und Kneipen. Durch unsere langjährige Erfahrung und den Austausch mit anderen in der Gastronomie Beschäftigten (der nächtliche Feierabend verbindet die Branche) können wir ein authentisches Bild von gängigen Missständen zeichnen: Wie so viele andere haben wir oft als Minijobberinnen gearbeitet. In der Regel werden in diesem Anstellungsverhältnis die gesetzlichen Ansprüche auf Urlaub, Krankengeld oder überhaupt eine vertragliche Absicherung missachtet – besonders betroffen hiervon sind migrantische KollegInnen. In vielen Betrieben wird das Trinkgeld durch die Chefs unterschlagen mit fadenscheinigen Begründungen wie der Betriebsrettung oder ähnlichem.Werden diese Zustände infrage gestellt, kann man mit der sofortigen Kündigung rechnen, meist ohne Beachtung der gesetzlichen Kündigungsfristen. Ein weiteres Problem: gerade in der Nachtgastronomie mussten wir immer wieder sexistische Übergriffe von Gästen erleben. Aus der Chefetage konnte man hierfür keinerlei Unterstützung erwarten, Glück hat wer in einem solidarischen Team arbeitet. Mittlerweile haben sich unsere Jobs verbessert, zumal wir inzwischen wissen unsere Interessen durchzusetzen. Dies konnte aber nur geschehen durch Austausch mit KollegInnen und GenossInnen. Daher wünschen wir uns, dass so ein ernsthafter Austausch in allen Betrieben zur Regel wird und sich dadurch Solidarität und Stärke innerhalb der Belegschaften entwickeln kann. Prekäre Verhältnisse sollen – gerade für Minijobber – endlich Geschichte werden. Organisiert Euch!

Musik und Lesung mit Paul Geigerzähler mit Sahara B: 19.01. 20 Uhr | Lesebühne KOPFSTAND

Kaum hat das neue Jahr begonnen, haben wir von der FAU Freiburg gleich einen Soli-Auftakt im Programm: Paul Geigerzähler mit Sahara B. am 19. Januar 2019 in der KTS
Nach der beeindruckenden und spannenden Lesebühne mit Musik vor eineinhalb Jahren freut es uns, daß die beiden auf ihrer Tour von Zürich bis Bautzen wieder in der KTS Freiburg Station machen. Ihre Konzerte/Lesungen finden regelmäßig im Einzugsgebiet der Hausbesetzter*innenbewegung ihren Platz und sind oftmals Soli für linke, anarchistische und gewerkschaftliche Gruppen. Das passt ja hervorragend, denn wir von der FAU sind alles drei!
Mit unplugged Punk Rock-Violine, Waschbrett und bissig satirischen Texten, auch über die eigenen Strukturen, dringen sie in eure Ohren und bringen statt den Beinmuskeln die Gehirnzellen in Schwung. Besonders wenn Paul rotzig-frech auch die Befindlichkeiten der linksradikalen Szene auf die Violinensaiten spannt, wie z.B. in dem Stück „Revolutionsmusik“.
Das Programm KOPFSTAND ist eine Lesebühne mit Musik und zugleich eine Seifenoper – monalich erstellt und vorgetragen von Sahara B., Geigerzähler und dem Papst persönlich. Alle Texte und Songs werden eigens für den KOPFSTAND geschrieben und danach in der Lügenfresse entsorgt. Es sei denn, sie landen im EXPORT: und Export ist, wenn mindestens zwei Drittel des Kopfstands irgendwo hinfahren und eine Auswahl lesen und spielen – meist mit etwas höherem Musikanteil.

Wann: Samstag, 19. Januar 2019, 20 Uhr
Wo: KTS, Freiburg

Entlassung eines FAU-Gewerkschafters bei Foodora in Freiburg

Mitte November erhielt eines unserer Mitglieder von seinem Arbeitgeber, der digitalen Essenslieferplattform Foodora, eine Kündigung zum Monatsende. Zuvor hatte der Fahrradkurier zur Gründung eines Betriebsrats bei Foodora Freiburg aufgerufen und hatte in der Presse mangelhafte Arbeitsbedingungen kritisiert. Kritikpunkte der Foodora-Kuriere sind unter anderem, dass sie ihre Arbeitsmittel (Fahrrad und Smartphone) selbst stellen und für deren Wartung aufkommen müssen.
„Zieht man die Kosten, die den Kurieren dadurch entstehen von den neun Euro Stundenlohn ab, so landet man deutlich unter dem derzeitigen Mindestlohn von 8,84“ erklärt Peter Dreyer, Pressesprecher der FAU Freiburg. Außerdem beklagen die Fahrradkuriere eine intransparente Schichtplanung, die ihrer Kontrolle weitgehend entzogen ist. Sie berichten auch, dass im Krankheitsfall immer wieder bereits eingetragene Schichten, die der Arbeitgeber bezahlen müsste, aus der Planung verschwinden. Zusätzlich sei es in den letzten Monaten immer wieder zu Verspätungen in der Lohnauszahlung gekommen. „Die FAU Freiburg fordert Foodora auf, die Entlassung unseres Mitglieds zurückzunehmen und seine Beschäftigten fair zu behandeln,“ erklärt Dreyer. Dabei schließt sie sich den konkreten Forderungen an, die die FAU Berlin in gescheiterten Verhandlungen mit dem Arbeitgeber stellte. Diese sind: Übernahme aller Materialkosten, Erhöhung des Stundenlohns um mindestens einen Euro; Transparente Schichtplanung, mindestens eine bezahlte Stunde pro Woche für Schichtplanung und Wartung der Ausrüstung.

GASTRO-Kampagne der FAU Freiburg:
Ich hätte gern eine Pizza… und eine Bedienung, die anständig bezahlt wird…
https://freiburg.fau.org/lohnspiegel-gastro/

FAU-Einblicke in die Freiburger Gastronomie: Gastronaut*innen aller Tresen vereinigt euch!

Lohnklau in malerischer Kulisse

Freiburg und die Region sind bekannt für den Schwarzwald und den damit zusammenhängenden Tourismus. In malerischen Berglandschaften gibt es aber viele schlechte Arbeitsbedingungen, gerade in der Tourismusbranche. So auch am Fuße des Feldbergs.

In einem Hotel wurde auf die Unwissenheit über das Arbeitsrecht einer migrantischen Arbeitskraft spekuliert, die Sprachbarrieren und die Abgeschiedenheit des Arbeitsplatzes ausgenutzt. Hier konnte die FAU Freiburg die ausstehenden Löhne eintreiben.

Das ist eine von vielen Auseinandersetzungen, die wir in den letzten Jahren in der Freiburger Gastronomie und im Rahmen unserer Lohnspiegelkampagne geführt haben. Mit diesem Text wollen wir in 7 Beispielen zeigen, was wir dabei gemacht haben und auf welche Grenzen wir gestoßen sind. Weiter lesen „FAU-Einblicke in die Freiburger Gastronomie: Gastronaut*innen aller Tresen vereinigt euch!“

23.10. | Ein Tagebuch der bayerischen Revolution: Der kurze Frühling der Räterepublik

23.10. 18:30 Uhr | Buchvorstellung: Der kurze Frühling der Räterepublik mit RLC zusammen | Strandcafe (Adlerstr.12)

Vor hundert Jahren gelang einem behäbigen Völkchen am Rande der Alpen eine der wenigen erfolgreichen Revolutionen Deutschlands. Das Tagebuch der Bayerischen Räterepublik rekonstruiert das Geschehen anhand der Erlebnisse dreier revolutionärer Persönlichkeiten: Dem Anarchisten Erich Mühsam (Revolutionärer Arbeiterrat), der Kommunistin Hilde Kramer (KPD) und dem radikalen Sozialisten Ernst Toller (USPD). Weiter lesen „23.10. | Ein Tagebuch der bayerischen Revolution: Der kurze Frühling der Räterepublik“

Der Textfundus der 68er-Fundamentalopposition: Lektüre und Revolte

Fr. 23.11. 20 Uhr JosFritz Cafe (Wilhelmstr. 15) Eintritt 5€/3€

Die wichtigsten Schriften der „Neuen Linken“ transportierten eine radikale Unversöhnlichkeit mit dem Bestehenden und entwarfen Utopien einer anderen, herrschaftsfreien Gesellschaft. Als „Lesebewegung“ verschlangen die 68er die Befreiungstheorien von Herbert Marcuse, Marx und Mao, Alexandra Kollontai, Wilhelm Reich und Frantz Fanon. Als Teil eines „oppositionellen Theoriemilieus“ rangen sie um den richtigen begrifflichen Zugang zu Geschichte und Gegenwart der Gesellschaft, um sie radikal zu verändern. Weiter lesen „Der Textfundus der 68er-Fundamentalopposition: Lektüre und Revolte“

Sa 20.10. 20 Uhr | Vortrag und Diskussion | Räumlichkeiten des Chaos Computer Club: Deliverunion – die Lieferdienst-Kampagne in alle Städte tragen

«Foodora, Deliveroo, shame on you!» rufen rund 80 Fahrradkurriere mit pinken und türkisen Rucksäcken auf ihrem Weg durch die Berliner Innenstadt. Sie fordern bessere Bezahlung, die Übernahme der Kosten für Arbeitsmittel und ein Schichtsystem, dass ihnen erlaubt, genug zu arbeiten, um über die Runden zu kommen. Weiter lesen „Sa 20.10. 20 Uhr | Vortrag und Diskussion | Räumlichkeiten des Chaos Computer Club: Deliverunion – die Lieferdienst-Kampagne in alle Städte tragen“

Ein Zwischenbericht: Ich hätte gern eine Pizza… und eine Bedienung, die anständig bezahlt wird

„Wenn bei uns nicht genügend Gäste in der Bar sind, werden unsere Arbeitsstunden nicht gezählt“, berichtet die Barkeeperin Karin S.* aus Freiburg. Sie ist nicht die Einzige …“

*Name von der Redaktion geändert.

In der Gastronomie haben wir oft mit erheblichen Missständen zu kämpfen: niedrige Löhne, unbezahlte Arbeits- und Überstunden, miserable Arbeitsbedingungen, Arbeitsrechtsverstöße, wie keinen bezahlten Urlaub und fehlende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Einbehaltung von Trinkgeldern, Personalknappheit, geringe Wertschätzung, Diskriminierungen – insbesondere sexistische und rassistische. Weiter lesen „Ein Zwischenbericht: Ich hätte gern eine Pizza… und eine Bedienung, die anständig bezahlt wird“

Schritte gegen zu wenig Lohn für zu viel Lebenszeit: Heute fange ich an weniger zu arbeiten

Lohnarbeit ist ein bestimmender Umstand dieser Gesellschaft. Wir verbringen sehr viel Zeit damit, diese können wir auch zur politischen Arbeit nutzen um das Verhältnis von Arbeit und menschlicher Emanzipation beackern.
An diesem Abend wollen wir gemeinsam mit euch einen bunten Strauß an Möglichkeiten der individuellen, kollektiven und politischen Intervention in die Lohnarbeitswelt vorstellen und mit euren Erfahrungen vielleicht auch Neues gegen prekäre Jobs, Arbeitsverdichtung und Lohnarbeit entwickeln.
Denn alleine ist es meist schwieriger, Forderungen zu stellen oder Verbesserungen zu bewirken. Deshalb ist es besser wenn du dich mit deinen Kolleg*innen zusammenschließt. Oft setzt es doch längere Prozesse voraus, bis Leute bereit sind Maßnahmen gegen ihre „Übergebenen“ (Vorgesetzten) zu ergreifen. Auch wenn ihr erst mal Angst vor einer Auseinandersetzung habt oder sich organisieren nach viel Arbeit klingt, denkt daran: Der Arbeitstag mag vorbeigehen, den Stress nehmt ihr aber mit in den Feierabend.
In diesem Sinne: „Das Recht auf Wohlstand ist die soziale Revolution, das Recht auf Arbeit ist günstigenfalls ein industrielles Zuchthaus.“ Peter Kropotkin

Do. 03. Mai 20-22 Uhr grenzenlos (Adlerstr. 12 – Grether-Gelände)

Der Kampf gegen die (Lohn)Arbeit macht Arbeit! (.pdf)