In der Gastronomie haben wir oft mit erheblichen Missständen zu kämpfen: niedrige Löhne, unbezahlte Arbeits- und Überstunden, miserable Arbeitsbedienungen, Arbeitsrechtsverstöße wie nicht bezahltem Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Einbehaltung von Trinkgeldern, …, Personalknappheit, geringe Wertschätzung, Diskriminierungen insbesondere sexistische, rassistische.
Die Chef*innen haben dabei meist frei Hand, da sich niemand wehrt. Dies liegt einerseits an der unzureichende Kenntnis bezüglich des Arbeitsrechts und der Kampfmöglichkeiten, anderseits an der Angst vor Jobverlust oder mangelnder Konfliktbereitschaft, da der jeweilige Job nur als temporäre Zwischenstationen geplant ist. Weiter Lesen
Schlagwort: Prekäre Beschäftigung
Lohn oder Hohn – Über Arbeit in der Gastro reden…
Werde ich durchschnittlich oder grottenschlecht für meine Arbeit bezahlt? Habe ich als Gast eine Ahnung, wie die Arbeitsbedingungen in meiner Lieblingskneipe sind? Welche Probleme haben Gastronomiearbeiter_innen in Freiburg? Wir wollen auf diese und ähnliche Fragen Stück für Stück Antworten liefern. Die Idee dabei ist es, einen Lohnspiegel für Freiburg zu erstellen. Doch wie wollen wir das anstellen? Mit einer im gewerkschaftlichen Kontext lang erprobten und bewährten Praxis: Der Registermethode. Auf diese Art kann man Lohntransparenz herstellen – im einzelnen Betrieb und vielleicht sogar in ganz Freiburg. Auf dass niemand, der einen neuen Gastro-Job anfängt, künftig schlechter bezahlt wird als andere Angestellte, und alle Bescheid wissen, wie hoch die Löhne im Moment sind. Dieses Werkzeug könnte es uns ermöglichen, die Löhne im Gastro-Bereich nach oben zu drücken.
An diesem Abend wollen wir unsere Ideen und Erfahrungen auch anderer FAU-Syndikate vorstellen und mit Dir diskutieren, ob diese Ideen auch in Freiburg umgesetzt werden könnten.
Do. 5. Oktober 20 Uhr
Büro für grenzenlose Solidarität (Adlerstr. 12)
Solidarität mit den kämpfenden Kolleginnen in Frankreich!
Gegen starken gewerkschaftlichen und gesellschaftlichen Widerstand wurde im Sommer 2016 in Frankreich das neue Arbeitsgesetz verabschiedet.
Dies bedeutete für ArbeiterInnen vor allem eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit sowie die Aufweichung des Kündigungsschutzes. Der neue Staatspräsident Macron und seine Regierung möchte nun eine weitere „Reform“ der Arbeitsgesetzgebung durchsetzen. Auf die Beschäftigten/ ArbeiterInnen in Frankreich werden dadurch zusätzliche Nachteile zukommen: Weiter Lesen
1. Juni | Arbeiten auf Abruf – Der Kampf gegen Null-Stunden-Verträge
Arbeiten auf Abruf, nicht wissen wie viele Stunden man von Woche zu Woche hat. Sich abschuften in hektischen und unterbesetzten Fast-Food-Läden. Und das für einen Stundenlohn von $ 6,52 (4,44 €), wenn man unter 18 ist. Das war die Realität für Fast-Food-Arbeiter_innen in Aotearoa zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Die Gewerkschaft Unite gründete sich 2003 mit dem Ziel, die prekarisierten Arbeiter_innen zu organisieren und ihre Arbeitsbedingungen radikal zu verbessern. Unite organisierte 2006 den weltweit ersten Starbucks-Streik und erstritt seit ihrem Bestehen die Anhebung des Mindestlohns auf $15,25 (10,38 €), die Abschaffung von sogenannten Null-Stunden-Verträgen, die den Arbeiter_innen keine Mindestarbeitszeit garantieren, sowie die Abschaffung von Jugendlöhnen (der Mindestlohn für Minderjährige liegt unter dem Erwachsener). Was können wir von den Kämpfen Unites lernen? Wie sieht es mit Null-Stunden Verträgen in Deutschland aus und wie können wir uns dagegen organisieren? Nach einer Vorstellung der Kämpfe Unites würden wir diese Fragen gerne mit euch diskutieren.
Wann: Do. 1. Juni 20 Uhr
Wo: Büro für grenzenlose Solidarität (Adlerstr. 12)
Die Veranstaltung findet auf deutsch und englisch statt.
RDL | Fastfood-Streik in Neuseeland macht Spaß! Arbeiter_innen machen Imbissläden dicht
Aus Gründen für die Abschaffung der Leiharbeit!
Dass im Leiharbeitsgewerbe gesetzliche Mindeststandard durch Tarifverträge unterboten werden, ist ein altbekanntes Problem und wird von der FAU seit nunmehr 9 Jahren kritisiert.
Nun willigt die IG Metall in der Metall- und Elektroindustrie in eine Höchstüberlassungsdauer von sage und schreibe 48 Monaten ein. Weiter Lesen