Do 06.04.2017 20 Uhr | SUSI-Cafe: Selbstorganisierung im Stadtteil – Basisinitiative oder Bündnispolitik

Spätestens seit der globalen Krise 2008 sind »Arbeit und Wohnen« wieder  Thema in der Linken. Nicht nur weil selbst der »abgeschwächte« Kriseneinbruch hier in Deutschland viele ArbeiterInnen an beiden Punkten  in die Zange nimmt: Angriff auf die Löhne und höhere Renditen auf (Wohn-)Immobilien sollen Gewinne und Investitionen stützen. Auch die  Linke selber kommt in die Zange – mehr Arbeit und steigende Mieten  erschweren kontinuierliche politische Organisierung. Deshalb versucht die Worker Center Initiative Freiburg Ausbeutungsbedingungen und globale  Klassenkämpfe zu thematisieren, und die Recht-auf-Stadt-Initiative nimmt  Mieten und Wohnen in den Focus. Aber ohne Ansätze von eigenständigen (Klassen-)Kämpfen und Selbstorganisierung bleibt es schwer, über eine  Agitation linker Kreise hinauszukommen.
Seit 2014 gibt es in Hamburg die Gruppe »Wilhelmsburg Solidarisch«, die  einen Anlaufpunkt bietet für alle, die mit Chefs, Vermieter*innen oder  Behörden Probleme haben und sich gegenseitig beraten und unterstützen  wollen. Eine »Alltagsorganisierung« die sie explicit als Alternative zur  »pseudo-politischen« Kampagnen- und Bündnisspolitik« durchbuchstabieren.
Die Themen sind vielfältig und reichen von Lohnklau, Jobcenterschikane,  Zwangsräumungen und Aufenthaltsproblemen bis zu Beitragsrückforderungen  von Krankenkassen. Wo es möglich und sinnvoll ist, setzt die Initiative  dabei auf öffentliche und direkte Aktionen. Gleichzeitig versuchen sie, die Ursachen nicht in individuellem Fehlverhalten zu suchen, sondern die zu Grunde liegenden gesellschaftlichen Verhältnisse zu thematisieren und  zu bekämpfen.

Mit zwei Vertreter*innen der Gruppe wollen wir über ihre politischen Ziele und bisherigen Erfahrungen diskutieren, aber auch welche Probleme und Grenzen es dabei gibt, eine solidarische Selbstorganisierung im  Stadtteil auf die Beine zu stellen und am Laufen zu halten.

Zeit: Donnerstag, 06.04.2017, 20 Uhr

Ort: Susi-Bewohner*innentreff, Vaubanallee 2

Veranstalter*innen: Worker Center Initiative Freiburg / Recht auf Stadt  – Freiburg

Flyer Selbstorganisierung im Stadtteil

Aufruf zur Beteiligung am Aktionstag: 1. Mai 2017: Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen!

[DE] [EN] [PL] [IT] [ES] [FR]  Das Internationale Komitee der FAU ruft auf, zum 1. Mai 2017 die Solidarität mit Migrant*innen in den Mittelpunkt zu stellen, die wie wir Arbeiter*innen sind, aber als migrantische Arbeiter*innen in besonderer Weise unter den gegenwärtigen politischen Verhältnissen leiden und kapitalistischer Ausbeutung ausgesetzt sind.

Aufruf zur Beteiligung am Aktionstag – 1. Mai 2017

Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen!
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15.1. 20 Uhr | Bangladesch: Streiks der Textilarbeiterinnen | SUSI Cafe

Worker Center Initative – Freiburg läd ein

Ort: Susi BewohnerInnentreff, Vaubanallee 2, 79100 Vauban

Der Einsturz der Fabrik am Rana Plaza, Bangladesch, Anfang 2013 mit über 1000 Toten hat die Arbeitsbedingungen in der globalen Textilindustrie ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Die Eröffnung von Läden mit »Billigklamotten« ist in Deutschland immer häufiger von Protesten begleitet.

Seit 2006 kommt es immer wieder zu Streikwellen in den Textilfabriken, z.B. in Bangladesch, an denen zehntausende ArbeiterInnen beteiligt sind. Streiks, Blockaden, Demos, angezündete Fabriken….die ArbeiterInnen haben schon so Einiges an Kampfformen entwickelt. Die Kämpfe zeigen, dass sie keine wehrlosen Opfer sind, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Gleichzeitig machen sie deutlich, unter welchen Bedingungen und zu welchen Löhnen unsere Gebrauchsgüter produziert werden. Diese Arbeitsbedingungen und die niedrigen Löhne ziehen sich durch die gesamte globale Produktions- und Lieferkette, auch in Warenlagern und im Verkauf in Deutschland wird zu Niedriglöhnen gearbeitet.

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1. Mai in Freiburg – Kampftag für wen…!?

Flugi der Worker Center Initative – Freiburg

In den letzten Jahren (Jahrzehnten) hatte sich in unserer südbadischen Kleinstadt ein friedliches Nebeneinander zweier »traditioneller« 1. Mai-Veranstaltungen etabliert. Im Stühlinger trafen sich die Gewerkschaften mal mit, mal ohne Demonstration auf Bierbänken im Park. Am anderen Ende der blauen Brücke saßen die verbliebenen Reste der Szene-Linken plus (Ex-)Umfeld auf Bierbänken beim Straßenfest im Grün.

Nicht zufällig wurde dieses Bild durch die grün geführte Stadtregierung 2013 gestört: Vor dem Hintergrund der 2008 ausgebrochenen Krise werden städtische Immobilien und Räume, sei es als Gewerberaum, als immer teurerer Wohnraum oder als Spekulationsobjekte zum Hafen für Rendite-suchendes Kapital. Da ist es nur konsequent, wenn im Zuge der Innenstadterweiterung alles Störende beseitigt wird (selbst wenn einigermaßen rätselhaft bleibt, bei was das Fest im Grün gestört haben soll).

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Finger weg vom Streikrecht

Rede zum 1. Mai 2014 in Freiburg

FAU_in_FahrtIn den bürgerlichen Medien wird Deutschland gern als offene und plurale Gesellschaft bezeichnet. Doch neben dem Ausschluss von MigrantInnen und Flüchtlingen an der gesellschaftlichen Teilhabe hören soziale Rechte auch oft genug am Werkstor auf. Das hat hierzulande und leider auch weltweit Tradition. Ein unverzichtbarer sozialer Schrittmacher für grundlegende Verbesserungen ist immer die Arbeiterbewegung mit ihren vielen verschiedenen Organisationsformen gewesen. Das heißt, die vielen Millionen Menschen, die tagtäglich die materielle Grundlage der Gesellschaft schaffen, aber auch für ein besseres Leben kämpfen. Die Lohnabhängigen waren es, die wichtige Rechte und soziale Standards erkämpft haben. Und sie sind es immer noch!

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16. 11. | Buchvorstellung: Schwarze Flamme | KTS

Revolutionäre Klassenpolitik im Anarchismus und Syndikalismus

Schwarze_Flamme„Schwarze Flamme“ ist eine Geschichte der Gegenmacht. Die Südafrikaner Lucien van der Walt und Michael Schmidt legen eine umfassende Systematik und internationale Geschichte des Anarchismus und eine Auseinandersetzung mit Kernfragen wie Organisierung, Strategie und Taktik vor. Ihre Definition des Anarchismus ist nicht unumstritten.
Einer der Übersetzer stellt das unlängst auf Deutsch erschienene Buch vor und stellt sich der Diskussion.

Samstag, 16.11. 2013 um 20 Uhr in der KTS (Basler Str. 103)

Interview: Schwarze Flamme oder: Was ist Anarchismus?

25. Juni | Internationale ArbeiterInnenkämpfe

Worker Center Initiative Freiburg lädt ein

Die Krise seit 2008 ist global und umfassend – anders als die Asienkrise 1997, die „Dot.com“ Krise 2000, der Zusammenbruch in Argentinien 2001, die regionale und/oder sektorale Grenzen hatten. Wenn die Krise global ist – dann sollten es unsere Kämpfe erst recht sein! In den letzten Jahren hat sich eine „weltweite Kampfwelle“ entwickelt. Aber sind es globale Kämpfe, welche Möglichkeiten und Grenzen sehen wir? Wie können wir uns auf solche Kämpfe beziehen – wie könnte eine „lebendige Solidarität“ aussehen?
Anhand einiger Beispiele wollen wir diese Fragen mit allen Interessierten diskutieren.

Dienstag 25.6.2013, Mini-Rasthaus, Adlerstr. 12, Grethergelände

13. Mai 20 Uhr | Der LeiharbeiterInnenfragebogen als Beispiel linker Praxis

Worker Center Initiative Freiburg lädt ein

Die Leiharbeit zieht – besonders seit ihrer radikalen Ausdehnung durch die Reformpolitik der Rot-Grünen Regierung Anfang der 2000er – als eine zentrale Ausdrucksform der Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse der letzten Jahrzehnte im besonderen Maße die Kritik auf sich. In Freiburg geschah dies unter anderem durch das Aktionsbündnis „Leiharbeit abschaffen“. Das Hauptziel der Kampagne, der Austausch mit LeiharbeiterInnen, erfüllte sich jedoch nicht. Deshalb und auf Grund einer schon länger laufenden Diskussion innerhalb unserer Gruppe über das übliche expertenhafte Vorgehen vieler linker Gruppen entstand vor circa 3 Jahren die Idee einen Fragebogen für LeiharbeiterInnen zu erstellen. Zurzeit arbeiten wir gerade an der Auswertung und wollen deshalb heute Abend mit euch das Konzept der ArbeiterInnenuntersuchung anhand unseres Fragebogen als Praxis sozialrevolutionärer Gruppen diskutieren.
La Banda Vaga

Cafe der Fabrik e.V.
(Habsburgerstr. 9 im Hauptgebäude 1.OG links – nicht mit der Kneipe im Vorderhaus verwechseln!)

Workers Memorial Day

23. April 20 Uhr | Remember the Dead – Fight for the Living!

FAU_in_FahrtTödliche Arbeitsunfälle, Verstümmelungen, Vergiftungen,, Burnouts, Psychosen, Suizide, Berufskrankheiten…; die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Alle 15 Sekunden stirbt auf der Welt ein Mensch an den Folgen der Ausbeutung durch Arbeit; mehr als zwei Millionen Todesopfer pro Jahr.

Noch weit mehr Menschen sind heute von unsichtbaren Gesundheitsrisiken bedroht; und zwar dauerhaft: Arbeitsverdichtung, Leistungsdruck, Stress, Schichtarbeit, Prekarisierung und Angst vor Arbeitslosigkeit, um nur einige Erscheinungen der „modernen Arbeitswelt“ zu nennen, machen krank.

Gegen all diese Missstände richtet sich der -Workers Memorial Day-(WMD). Alljährlich wird er am 28.April weltweit begangen. An diesem Tag gedenken Menschen durch Kampagnen, Demonstrationen und Kundgebungen der Opfer des kapitalistischen Alltags und kämpfen für sichere Arbeits- und Lebensbedingungen.

In Deutschland fand der -Workers Memorial Day- bisher kaum Beachtung. Das wollen wir nun ändern. In einem kurzen Vortrag wird auf den -WMD- und die Bedingungen hier in diesem Lande eingegangen sowie ein Film gezeigt.

23. April 2013 20 Uhr
Strandcafe (Adlerstr.12)

Workers Memorial Day – Flyer

Außerdem ist am Sa. den 27.April in der Innenstadt eine Aktion geplant. Achtet auf Ankündigungen über Flyer und über die Homepage der FAU Freiburg