Du bist der Regierung egal – Sie bauen den Sozialstaat ab, wir bauen die Gewerkschaft auf

Das haben wir in Freiburg vor:

25.07. | 11 Uhr | Stadtgarten | FAU Flyeraktion

25.07. | 14 Uhr | Stühlinger Kirchplatz bei den FAU Fahnen | Kundgebung und Demo des Bündnis „Es reicht!“

01.08. | 15:30 | Dietenbachpark am Skatepark/ Grillplatz (FAU Fahne) | Mitbringpicknick / Potluck und Raum für Gespräche zu den Sozialkürzungen – Kommt vorbei!

Aufruf der Kampagne „Du bist der Regierung egal – Sie bauen den Sozialstaat ab, wir bauen die Gewerkschaft auf“ https://nichtegal.fau.org/c

Liebe Kolleg:innen,

es sind wirklich keine erfreulichen Zeiten. Unser Wirtschaftssystem hat keine Zukunft mehr, weil wir die Tragfähigkeit unseres Planeten überstrapaziert haben, die Weltmächte sammeln sich offensichtlich zum dritten Weltkrieg – an das Versprechen einer guten Zukunft scheint keine:r mehr zu glauben.

Anstatt die großen Fragen die auf dem Tisch liegen für einen gesellschaftlichen Aufbruch zu nutzen, re(a)gieren die, die noch profitieren mit bewährten Mitteln des Machterhalts: Nach unten treten, Zwietracht säen, Feindbilder aufbauen, polarisieren, Daumenschrauben anziehen und militarisieren.

Jeden Tag werden uns neue, furchtbare Regierungspläne präsentiert und das in einer Menge und Geschwindigkeit, die eine Reaktion schwer macht und viele von uns in Schockstarre versetzt. Das hat Methode: Trumps faschistische Regierung in den USA nahm sich – laut Eigenaussage – vor “alles mit Scheiße zu fluten” und unsere Regierung hat diese Taktik offensichtlich übernommen. Wir können daher nicht annähernd auf alles eingehen, was gerade auf den Weg gebracht wird, aber als Gewerkschafter:innen wollen wir dieser “Flut” unser “Nein!” entgegen halten und wieder in Aktion kommen.

Weiter Lesen

Sozialrechtliche Selbstverteidigung in Zeiten der Inflation & Sozialkahlschlag

Übersicht über aktuelle Sozialleistungen und politische Einschätzung

Stand 11.07.2026

Wir wollen als FAU Freiburg eine kleine Übersicht über Sozialleistungen geben, welche den aktuellen Wahnsinn etwas abfedern können. Was sie aber nicht können, ist den Kampf fürs „Gute leben, für Alle“ zu ersetzten.

Während es in der Coronazeit noch Extrahilfen wie Energiepauschalen gab, wird aktuelle die Krise genutzt um mittels Schockstrategie (täglich Meldungen über weitere Kürzungen) die bestehende Sicherungssysteme abzubauen und uns erpressbarer für Lohnkürzungen und Co. zu machen.

Jedoch dürfen wir die Zwiespältigkeit des Sozialstaates nicht vergessen, nur weil wir im Moment auf ihn angewiesen sind. Er diente auch immer schon dazu Arbeiter:innen zu spalten.

„Lifestyle-Teilzeit“ – Arbeitszeitverkürzungen statt Sozialkürzungen. Jede Stunde zählt!

Ich kann nicht mehr!!! Aaah! Zu viel zu tun. Wer bist du denn? Ein kleines Päuschen für dich! Zisch ab, mir fehlt die Zeit für Pausen! Aber wir brauchen alle mal ein Päuschen... Wer das Päuschen verwehrt, macht die Arbeit verkehrt!

cc by-nc-nd 4.0 islieb.de

Die Regierung will den 8 Stunden Tag abschaffen, so dass bis zu 13 Stunden möglich sind. Der 8-Stunden-Tag ist aus unserer Sicht ein absolutes Maximum an zu akzeptierender täglicher Arbeitszeit. Es reicht aber nicht den 8-Stunden-Tag zu verteidigen. Wir fordern ab sofort eine 30 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Gründe dafür gibt es viele: Mehr Lebensqualität für Alle, Sorgearbeit gerecht verteilen, Klimaschutz: Weniger Arbeit – Weniger Produktion – Weniger Umweltzerstörung, Gesundheit: Immer mehr Menschen leiden psychisch und körperlich am steigenden Druck und Zeitaufwand Ihrer Lohnarbeit, Gesellschaftlich sinnvolle Arbeit verteilen – „Bullshit-Jobs“ abschaffen.

Der 8 Stunden Tag ist eng mit den weltweiten Kämpfen der Anarchist:innen (Euch die Stechuhr, uns die Zeit!) verbunden. In Deutschland war es ein Befriedungsmittel im Kontext der Novemberrevolution. Viele Arbeiter:innen bezahlten dies mit ihrem Leben. Auch diese Arbeitszeitverkürzung steht jetzt auf dem Spiel und wird infrage gestellt. Sparpolitik hat dem Faschismus historisch oft den Weg bereitet.

Deutschland hat den von der rot-grünen Koalition (2005) in der AGENDA 2010 gewollten „besten Niedriglohnsektor“ (Schröder SPD) Europas geschaffen. Selbst dieses Ausbeutungsniveau soll nun wieder angegriffen werden – mit Abbau von Sozialleistungen, Arbeitszeitverlängerungen, Kündigungsfristen, Befristung ohne Grund bis zu 48 Monate, geringem Mindestlohn, … Je geringer diese Arbeitsrechte und andere Schutzrechte und vor allem unser Organisationsgrad sind, desto mehr sind Angriffe auch auf tarifliche Regelungen möglich.
Du bist näher am ‚Grundsicherungsgeld’ als am Millionär, auch wenn das „Wir sind alle Mittelschicht“-Gequatsche oder die Akzeptanz des Leistungsprinzips dir ein anderen Eindruck vermitteln will. Leg dich mal auf den Rücken und tritt endlich mal nach oben, statt immer nach unten zu treten!

Du bist der Regierung egal Sie bauen den Sozialstaat ab – wir bauen Gewerkschaft und Utopien auf!

Weiter Lesen

Anarchistischer Antimilitarismus – Veranstaltung mit Bernd Drücke (Monatszeitung Graswurzelrevolution)

Was? Vortrag und Diskussion
Wo? Wohnprojekt Luftschloss (Arne-Torgersen-Straße 24, 79115 Freiburg)
Wann? Samstag 11.07 um 19:00 Uhr
Wer? FAU Freiburg und Bernd Drücke (Referent) 
Rahmenprogramm: Cold Drinks + Feuertonne

Der Referent Bernd Drücke ist Anarchist, promovierter Soziologe und Koordinationsredakteur der seit 1972 erscheinenden Graswurzelrevolution, Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft.

Mit der Verlautbarung einer „Zeitenwende“ wird eine massiv zunehmende Militarisierung der Gesellschaft vorangetrieben. In Verbindung mit einer insgesamten autoritären und nationalistischen Entwicklung wird eine Kriegslogik propagiert, die als scheinbar alternativlos dargestellt wird.

Diese durchgehende Einstimmung auf Krieg hat weitreichende Folgen für uns Arbeiter:innen. Soziale Sicherungssysteme werden angegriffen und notwendige Ressourcen für Bildung, Erziehung und Gesundheit werden gekürzt – denn höhere Militärausgaben führen zu Sozialabbau. Die zivil-militärische Zusammenarbeit wird ausgebaut, was bedeutet, dass Krankenhäuser kriegstüchtig gemacht oder IT Projekte militärisch okkupiert werden (z.B. Nutzung von Robotik und Drohnen). Der Boom der Rüstungsindustrie führt zu einer industriellen Umstrukturierung. Die Rüstungskonversion hin zu einem sozialen und ökologischen Umbau gerät völlig in den Hintergrund.

Weiter Lesen

Jedes Stunde zählt – Es reicht! Sozialabbau stoppen!

Die FAU Freiburg ruft Ihre Mitglieder auf an den Veranstaltungen des Bündnis „Es reicht! Sozialabbau stoppen!“ teilzunehmen

Samstag 13.06.2026, 14 Uhr, Augustinerplatz –

Noch bis zur Sommerpause sollen heftigste Kürzungen gegen uns ALLE in vielen gesellschaftlichen und gewerkschaftlich relevanten Bereichen beschlossen werden. Bereits Anfang Juli wird über den Angriff auf den 8-Stunden-Tag im Bundestag entschieden. In folgenden Bereichen soll u.a. gekürzt werden: 🔥

  • Gesundheit und Pflege
  • Der 8-Stunden-Tag soll abgeschafft werden
  • Renten sollen gekürzt und das Renteneintrittsalter erhöht werden
  • Kinder- und Jugendhilfe – Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen
  • Keine Bafög Erhöhung – Elterngeld steht zur Debatte

Deshalb werden wir gemeinsam und solidarisch mit unseren Kolleg*innen, Freund*innen und breiten Bündnissen für unsere Interessen kämpfen müssen ✊ Weiter Lesen

Dein Anteil gegen Aufrüstung – Crowdfunding zur Rettung von GFF

Rettet GFF – ein Leuchtturm für die sozial-ökologische Wende von unten!

Spendenaufruf via labournet.tv

Die Arbeiter des ehemaligen Autozuliefererbetriebs GKN bei Florenz wehren sich seit 2021 gegen ihre Kündigung. Sie haben ein Modell für die erste sozial integrierte Fabrik Italiens entwickelt. Dafür haben sie in Zusammenarbeit mit der Klimabewegung einen Produktionsplan für Solarpaneele und Lastenräder entwickelt. Der Plan ist mehrfach geprüft worden, sowohl was die technische, die industrielle und die finanzielle Seite angeht. Um diesen Plan umzusetzen, haben die Arbeiter*innen die Genossenschaft ex GKN FOR FUTURE (GFF) gegründet.

Spendenkampagne
Seit Januar 2026 gibt es die Möglichkeit, das Industrieprojekt der ex-GKN Arbeiter durch Spenden zu unterstützen: Das geht hier.

+++ UPDATE (31.05.2026): Wir als FAU haben – auch dank eurer Unterstützung – im Rahmen des Ersten Mais insgesamt 2080 Euro für den Kampf der GFF gesammelt. Vielen lieben Dank an alle! +++

Wie wird das Industrieprojekt insgesamt finanziert?
Die Banca Ethica hat eine Invistitionszusage von 2,5 MIllionen Euro gegeben. Weitere Liquidität soll von Einzelpersonen und Gruppen kommen, die Anteile an der Genossenschaft zeichnen. Hier gibt es bereits schriftliche Absichtserklärungen über eine Gesamtsumme von 1,5 Millionen Euro. Diese Anteile können seit November 2025 erworben werden. Dies geschieht auf der Platform Ener2Crowd. Zunächst muss man sich hier registrieren. (Wichtig: bei der Registrierung unbedingt den Freundescode „GFF“ angeben.) Nach der Registrierung können die die Anteile unter diesem Link erworben werden. Leider ist der Prozess etwas kompliziert. Das hängt mit den staatlichen Vorschriften gegen Geldwäsche in Italien zusammen. – Die Arbeiter der GKN for Future Genossenschaft bitten jedoch darum, dass wir uns dieser Mühe unterziehen. Hier eine Videoanleitung auf Deutsch.
Seit Januar 2026 gibt es, wie oben erwähnt, zusätzlich zur Möglichkeit Anteile an der Genossenschaft zu erwerben, die Möglichkeit, das Industrieprojekt der ex-GKN Arbeiter durch Spenden zu unterstützen. Weiter Lesen